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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Busverkehr In Oldenburg: VWG macht Rückzieher im Preiskampf

12.09.2016

Oldenburg Das mehrheitliche städtische Verkehrsunternehmen VWG streicht im Bieterwettkampf um einen zuschussfreien Stadtbusverkehr die Segel. Die VWG habe die eigenwirtschaftlichen Anträge zum Stadtlinienbündel am 2. September zurückgezogen, bestätigte VWG-Geschäftsführer Michael Emschermann am Wochenende der NWZ.

Damit liegt der Landesnahverkehrsgesellschaft nur noch der Antrag eines Konsortiums von vier privaten Busunternehmen für einen eigenwirtschaftlichen, das heißt zuschussfreien, Stadtbusverkehr vor. Emschermann begründet den Rückzug mit den Ergebnissen einer erneuten Prüfung. Es bestünden keine realistischen Perspektiven, die „fehlende Kostendeckung von mehreren Millionen Euro zu beseitigen“.

Rat steht hinter VWG

Dennoch will die VWG auch über 2018 den Stadtbusverkehr übernehmen. Oberbürgermeister Jürgen Krogmann sagte auf Anfrage der NWZ, dies sei der einhellige Beschluss des Stadtrats. Die VWG erhält derzeit einen jährlichen städtischen Zuschuss in Höhe von etwa 1,8 Millionen Euro. Zudem fließen Erlöse aus der Trinkwassersparte der VWG in ähnlicher Höhe in die defizitäre Bussparte.

Die Landesnahverkehrsgesellschaft prüft, ob der Antrag der privaten Betreiber die Anforderungen der Stadt an den Busverkehr erfüllt. Sollte dies der Fall sein, muss dem Antrag stattgegeben werden. Andernfalls kann die Landesgesellschaft den Busauftrag auf dem Weg der Direktvergabe an die VWG erteilen.

Die privaten Busunternehmen sichern zu, Umfang und Qualität des bisherigen Busverkehrs in vollem Umfang beizubehalten. Fahrer würden tariflich entlohnt, alle Standards zur Luftreinhaltung erfüllt und der Service im Kundencenter am Lappan unverändert erhalten.

Auf die Frage, wie dies ohne Zuschuss-Millionen möglich sein sollen, verweisen die Privaten auf ihre Berechnungen. Man wisse aus langjähriger eigener Erfahrung, welche Kosten entstünden, sagte ein Sprecher der NWZ . Mit Blick auf die aktuellen Fahrgastzahlen und Erlöse sei ein rentabler Betrieb darstellbar.

Anstieg um 1,7 Prozent

Emschermann dagegen sieht mehrere Risiken. Selbst bei „optimistischsten Annahmen“ könne niemand im Zeitraum 2018 bis 2028 einen eigenwirtschaftlichen Antrag gestalten. Einnahmesteigerungen durch Tariferhöhungen seien „weitestgehend ausgeschöpft“. In den vergangenen zehn Jahren seien die Tarife zum Teil deutlich erhöht worden. Zu Januar werde eine Tariferhöhung von „lediglich 1,7 Prozent“ vorbereitet, kündigte der VWG-Chef an.

Die Landesnahverkehrsgesellschaft bestätigte, der Antrag der Privaten werde weiter geprüft. Mit einem Entscheid sei bis Dezember zu rechnen.

Christoph Kiefer Chefreporter / Reportage-Redaktion
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