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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Busverkehr: VWG übt mit Senioren Rollatorfahren

07.10.2010

OLDENBURG Ein Unfall, eine Operation, ein Schlaganfall, der Alltag eines Menschen kann sich von einer Sekunde auf die andere ändern. Was früher Gewohnheit war, wird plötzlich zur Last, die Fahrt mit dem Auto zum Einkauf unmöglich.

Heinz Hüntemeyer ist es so ergangen. Zusammen mit anderen Patienten aus dem Reha-Zentrum übt er das Ein- und Aussteigen in bzw. aus einem VWG-Bus. Nach einem Hirnschlag ist der 72-Jährige auf Busse angewiesen, wenn er mobil bleiben möchte. Sein Auto muss er in der Garage stehen lassen.

Begleitet wird die Gruppe von Ergo- und Physiotherapeuten aus dem Reha-Zentrum. Der Bus steht an der Haltestelle hinter dem Schulzentrum Kreyenbrück an der Brandenburger Straße. „Eine herkömmliche Haltestestelle, an der der Bordstein noch nicht erhöht, der Einstieg in den Bus deshalb relativ schwierig ist“, sagt VWG-Sprecher Morell Predoehl.

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Sein Unternehmen befördert pro Jahr 17 Millionen Fahrgäste in 92 Bussen. Einer Untersuchung zufolge sind die in ihrer Mobilität eingeschränkten Fahrgäste sehr zufrieden. „Die VWG hat bei einer Umfrage Platz 1 belegt“, freut sich Predoehl.

„Vorwärts rein, rückwärts raus“, schärft Ergotherapeut Klaus Ebbers den Patienten ein. Die befolgen seinen Rat und sind überrascht, wie viel besser das Ein- und Aussteigen funktioniert. Der Rollstuhlfahrerin wird gezeigt, wie die mechanische Rampe ausgeklappt wird. „Rollstuhlfahrer, die noch nicht so geübt sind, benötigen Hilfe“, weiß Ebbers. „Das ist aber kein Problem“, fügt Busfahrer Axel Glaser hinzu. „Behinderten wird von anderen Busfahrgästen heutzutage sofort Hilfe angeboten“, hat er beobachtet, „und ansonsten helfen die Fahrer.“

Seit drei Jahren besteht dieses Busprojekt des Reha-Zentrums und der VWG, 200 Patienten haben daran bislang teilgenommen. Die üben ohne Zeitdruck in einem Bus, der von der VWG zur Verfügung gestellt wird. Ein wichtiges Ziel sei, in einem geschützten Rahmen das Selbstvertrauen der Patienten zu stärken. „Dieses Projekt ist beispielhaft für unser Bestreben, die Therapie für die Patienten alltagsnah auszurichten“, unterstreicht Dr. Norbert Eilers, Chefarzt der Neurologie, die pädagogische Zielrichtung.

Margarethe Nimsch nimmt das Angebot des Reha-Zentrums und der VWG gern an. „Beim Busfahren fühle ich mich jetzt viel sicherer“, sagt sie.

Und die 72-Jährige bekommt weitere Gelegenheit zum Üben. Die Ergotherapeuten begleiten die Patienten auf Wunsch und zu Übungszwecken auch im normalen Busbetrieb.

Thomas Husmann Redakteur / Redaktion Oldenburg
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