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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Wallkino vor ungewisser Zukunft

19.08.2017

Oldenburg Was wird aus dem ehemaligen Wallkino am Heiligengeistwall? Eine Frage, die viele Oldenburger bewegt. Auch die Politik nimmt die langsam vor sich hin verrottende Immobilie in schöner Regelmäßigkeit ins Visier – ohne Erfolg.

Inhaber Ulrich Marseille, der die Immobilie 2006 erbte, kündigte 2007 den Pachtvertrag mit Kinobetreiber Detlef Roßmann. „Seitdem steht das Gebäude, das mittlerweile als Einzeldenkmal im Sinne des Niedersächsischen Denkmalschutzgesetzes geführt wird, leer und verfällt“, teilte die Verwaltung am Donnerstagabend auf Antrag der SPD-Fraktion im Bauausschuss mit.

Oberbürgermeister Jürgen Krogmann hat nach Mitteilung von Baudezernentin Gabriele Nießen den Immobilieninhaber schriftlich um einen Gesprächstermin gebeten, um über die Zukunft des ehemaligen Kinos zu verhandeln. Marseille hatte, so die Verwaltung weiter, im Jahr 2011 einen Abrissantrag gestellt, „für den er den im Denkmalschutz erforderlichen Nachweis der wirtschaftlichen Unzumutbarkeit jedoch nicht vorlegte, was zu einer Ablehnung des Antrags führte“. Bereits vor dieser Ablehnung hatte Marseille gedroht, „er werde das Kino so stehen lassen, wenn der Abriss nicht genehmigt werde“. Es sei nicht auszuschließen, dass er dies mit dem Ziel macht, den Nachweis der wirtschaftlichen Unzumut­bar­keit zu gegebener Zeit führen zu können, schätzt die Verwaltung die Situation ein.

Marseille kommt jedoch seinen Pflichten zur Sicherung des Gebäudes und seinen Verkehrssicherungspflichten nach Aufforderung nach. Eine Grundlage für ein ordnungsbe­hördliches Ein­schreiten ist daher nicht gegeben, teilte die Stadt dem Ausschuss weiter mit. Der Erlass eines Modernisierungs- und Instandsetzungsgebotes ist nach Einschätzung der Verwaltung „letztlich eine Frage der richterlichen Wertung“. Das Instandsetzungsgebot würde dann durch einen Bescheid der Stadt ange­ordnet, der darlegt, welche Mängel be­seitigt werden müssen.

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