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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Wohnprojekt: Warm mit ganz wenig Energie

15.11.2014

Eversten Da lebt eine alte Tradition wieder auf: Auf der Kaspershof-Baustelle wurde am Freitagnachmittag Heizfest gefeiert. Früher, so sagte dazu Marco Kalischewski von der Heizungsbaufirma EKS-Innova aus Rastede, wurde jede neue Heizung mit den Besitzern gefeiert. Diese Zeiten sind lange vorbei, aber für den Kaspershof trafen sich künftige Bewohner, Handwerker und ihre Gäste dann doch mal wieder in munterer Runde zum „Anheizen“ – was bei dem äußerst gut gedämmten Wohnkomplex allerdings eher symbolisch geschah.

Ein Haus als Symbol

Der Kaspershof ist inzwischen selbst so etwas wie ein Symbol – für den Versuch, eine andere Wohnform zu realisieren. Dort, wo bis vor ein paar Jahren ein Bauernhof stand, haben 15 Oldenburger zusammen ein Haus gebaut, in dem jeder seine Eigentumswohnung hat – und dennoch eine Gemeinschaft entstehen soll. Zugleich haben sich die Bauherren dafür entschieden, ein hochgradig energieeffizientes Gebäude erstellen zu lassen.

Offenbar mit Erfolg: „Viele der künftigen Bewohner waren total erstaunt, dass das Zwölf-Parteien-Haus so viel Heizenergie verbraucht, wie mancher vorher allein verfeuert hat“, berichtete Architekt Ulf Brannies am Freitag. 40 000 Kilowattstunden Energie sind das angepeilte Ziel pro Jahr – und das bei 1100 Quadratmetern Wohnfläche. „Wir werden wohl am Ende bei zehn Prozent des Energieverbrauchs landen, den die zwölf Parteien heute zusammen verbrauchen“, erwartet der Architekt.

Der Kaspershof

(Kaspersweg 86) hat an diesem Sonnabend im Rahmen der Effizienzhaustage von Klima(+) seine Türen für alle Interessierten geöffnet – und zwar von 11 bis 13 Uhr. Architekt Ulf Brannies erklärt die Technik.

„Man kann einen Quadratmeter dieses Hauses mit einer 40-Watt-Glühbirne heizen“, rechnete Kalischewski vor.

Möglich wurde das durch einen gedämmten Baukörper und das Zusammenspiel eines Gasbrennwertkessels mit energieeffizienten Pumpen, Warmwasserspeichern, die mit Temperaturschichtungen arbeiten – und einer heizungsunterstützenden Solarthermieanlage auf dem Dach. „Die zweitgrößte in Oldenburg“, sagt Kalischewski – „aber mit höherem Wirkungsgrad.“ Allein diese Anlage spare so viel Gas, dass pro Jahr 2,4 Tonnen weniger CO2 in die Atmosphäre geblasen würden als ohne sie.

Das gesamte Gebäude wird per Fußbodenheizung erwärmt. Zusätzlich ist in jeder Wohnung eine dezentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung installiert. Eine Photovoltaikanlage senke zudem den Verbrauch von Strom aus dem allgemeinen Netz. „Wenn die Preise für Stromspeicher sinken, werden wir einen solchen einbauen, um für den Eigenverbrauch Strom zu produzieren“, sagte Brannies.

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Einzug im Januar

Die Bauherren gründeten 2012 eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR), im Herbst 2013 kam die Baugenehmigung für den Bau von zwölf Eigentumswohnungen mit Keller, Fahrstuhl und Gemeinschaftseinrichtungen. Im März 2014 begann der Bau – und einziehen wollen die „Kaspershofer“ im Januar oder Februar nächsten Jahres.

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Thorsten Kuchta stv. Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
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