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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Wehdestraße wird 2015 ausgebaut

23.05.2013

Donnerschwee Weser-Ems-Hallen-Ausbau, Berufsschulneubau, Umwandlung der Donnerschwee-Kaserne und des Alten Stadthafens in Wohnquartiere: Wohl kaum ein Stadtteil Oldenburgs befindet sich zurzeit derart im Umbruch wie Donnerschwee. Was vor Jahren mit dem Bau des Zentral-Omnibusbahnhofs (ZOB) und den Büroneubauten an der Karlstraße und Straßburger Straße sowie dem Bau des Stadtteilzentrums an der Wehdestraße begann, findet nun seine Fortsetzung – ein Stadtteil im Aufwind.

Und das Interesse der Bürger an dieser rasanten Entwicklung ist groß. Rund 50 der 154 Mitglieder des Bürgervereins folgten am Donnerstagabend der Einladung zu einer Versammlung im CCH, in der Stadtbaurätin Gabriele Nießen die Anwesenden über die geplanten Bauprojekte informierte. Sie beantwortete die Fragen der Bürger.

Wie werden die Nachbarn der Weser-Ems-Halle vor Lärm geschützt?

Entlang der Parkplätze werden ein Lärmschutzwall beziehungsweise eine Lärmschutzwand gebaut. Der Verkehr fließt zum jeweiligen Veranstaltungsende über die Maastrichter Straße beziehungsweise Messestraße Richtung Innenstadt ab.

Reichen die Parkplätze
an der BBS und neben
der Halle aus
?

Zwischen der neuen Berufsbildenden Schule an der Maastrichter Straße und dem Basketball-Trainingszentrum werden entsprechend eines sogenannten Stellplatzschlüssels 250 Parkplätze angelegt. Die können abends auch von Besuchern der Weser-Ems-Halle oder der EWE-Arenen genutzt werden. Allerdings bleiben von den zurzeit 3200 Stellplätzen auf dem Weser-Ems-Hallen-Gelände nach den Baumaßnahmen nur 2400 erhalten. Besucher des Kramermarktes sollten zukünftig verstärkt mit den VWG-Bussen oder Fahrrädern anreisen. Es wird ein neuer, über das Gelände führender Radweg angelegt. Mit den Schaustellern ist das Verkehrskonzept abgestimmt. Das Oberflächenwasser wird in drei Regenrückhaltebecken gesammelt.

Was unternimmt die Stadt gegen den Bahnlärm ?

Im Bauleitplan für das Gebiet Alter Stadthafen spielt der von der Huntebrücke ausgehende Bahnlärm keine Rolle. Die Bahn stuft das Bauwerk als „nicht abgängig“ ein, Verbesserungen sind also nicht zu erwarten. Entlang des Plangebiets Alter Stadthafen neben den Schienen eine Lärmschutzwand zu bauen, macht keinen Sinn. Die oberen Stockwerke können mit einer Wand nicht vor Lärm geschützt werden, auch weil der Abstand zwischen den Häusern und den Schienen zu groß ist. Eine Lärmsanierung kann man zudem bei der Bahn nicht einfordern. Bürger haben allerdings die Gelegenheit, im laufenden Planfeststellungsverfahren Stellung zu nehmen. Die Brücke ist davon allerdings ausgeklammert. Die neuen Häuser im Baugebiet Alter Stadthafen werden sich laut Nießen als wirkungsvoller Lärmschutz für einige Teile Donnerschwees auswirken. Laut der Verkehrsprognose werden im Jahr 2025 157 Züge am Tag und 56 in der Nacht die Stadt durchqueren. Heute sind es 123 beziehungsweise 31. Für die Bewohner der Wagenburg auf dem Gelände Alter Stadthafen ist auf dem Fliegerhorst ein Standort gefunden worden. Der Entwurf eines Pachtvertrages liegt vor. Die Maastrichter Straße ist als Standort nicht mehr im Gespräch.

Was wird aus der
Donnerschwee-Kaserne
?

In einem ersten Bauabschnitt entstehen dort 139 Wohnungen in drei Gebäudekomplexen, die zwischen 50 und 190 Quadratmeter groß sind. Das Plangebiet ist 3,4 Hektar groß. Sechs Wohnungen sind Asylbewerbern vorbehalten, die über die Gebäude verteilt dezentral untergebracht werden. Die meisten Gebäude der ehemaligen Kaserne bleiben erhalten. Darunter auch der denkmalgeschützte Thomas-Block. Der Investor ist auf die Sanierung und den Umbau von bestehenden Gebäuden spezialisiert. Zudem entstehen in der ehemaligen Kaserne ein 2700 Quadratmeter großer Spielplatz, der auch von Kindern aus der Nachbarschaft genutzt werden kann, sowie eine Kindertagesstätte. Während der Bauphase läuft der Baustellenverkehr ausschließlich über die Ammergaustraße.

Der ursprünglich geplante Radweg entlang der Beverbäke wird nicht gebaut, um den Grünzug zu erhalten. Fußgänger und Radfahrer können auch die neuen Wege und Straßen auf dem ehemaligen Kasernengelände benutzen. Zudem ist zukünftig eine Durchquerung des Geländes in Ost-/Westrichtung möglich. Die VWG wird die Buslinie 309 nicht in das Baugebiet verlegen. Das Jugendprojekt bleibt an der Schlieffenstraße erhalten, der Oldenburger Turnerbund führt zur weiteren Nutzung der Halle Gespräche mit dem Eigentümer, auch Ali Zahedi verhandelt über die weitere Nutzung des ehemaligen Globe-Kinos. Für die Graffiti-Werkstatt wird nach einer Lösung gesucht. Für die Zukunft des ehemaligen Bunkers gibt es zurzeit keine konkreten Planungen.

Wann wird die
Wehdestraße saniert
?

Im Haushalt steht Geld für das Jahr 2015 bereit, die Anlieger sind beitragspflichtig. In den Straßenbauplänen ist die Wehdestraße zeitlich nach hinten verschoben worden, deshalb der späte Baubeginn. Gewerbebetriebe werden an den Sanierungskosten nicht beteiligt. Die Planungen für den Ausbau der Straße sind noch nicht abgeschlossen. In einer sehr frühen Phase wird es eine öffentliche Bürgerinformation geben.

Was geschieht mit dem
ehemaligen VfB-Clubhaus
?

Das Clubhaus befindet sich in einem Gebiet, für das eine Veränderungssperre gilt. In diesem zentralen Versorgungsbereich hat es immer wieder Gespräche mit Interessenten gegeben, zurzeit gibt es aber nichts Konkretes. Die Stadtverwaltung wünscht sich zwar eine Nachnutzung des stadtbildprägenden Gebäudes, allerdings nicht von Lebensmittel-Einzelhändlern. Zudem werden auch keine Einzelhändler gewünscht, die beispielsweise mit dem Verkauf von Textilien die Innenstadt schwächen. Zudem darf ein möglicher Einzelhändler nur auf weniger als 900 Quadratmeter Fläche verkaufen.

Thomas Husmann Redakteur / Redaktion Oldenburg
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