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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Lambertimarkt beschert Hotels volle Betten

01.12.2016

Oldenburg „Und wann macht der Weihnachtsmarkt auf?“ – Das erste Türchen des Adventskalenders ist noch nicht geöffnet, schon rennen die Touristen den Oldenburger Hotels die Türen ein. Was macht die Stadt im Dezember so beliebt?

„Vier Wochen vor Weihnachten steigen die Besucherzahlen deutlich“, bestätigt Silke Fennemann, Geschäftsführerin der Oldenburg Tourismus und Marketing GmbH (OTM). Sie sagt: „Der Dezember ist eine Hauptsaison.“ Die Stadt hat eine weihnachtliche Anziehungskraft. Besonders Niederländer kämen in großen Zahlen, denn Weihnachtsmärkte existierten in dieser Form nicht in den Niederlanden. Die Touristen nutzten zudem vor allem die Einkaufsmöglichkeiten in der Oldenburger Innenstadt.

Von den insgesamt 338.878 Übernachtungen in Beherbergungsbetrieben im Jahr 2015 entfielen auf den Dezember 28.816 Übernachtungen. So lauten aktuelle statistische Zahlen für Oldenburg.

Auch in diesem Jahr dürften die Übernachtungszahlen gegen Ende nochmal nach oben schnellen. „Bereits in dieser Woche sind wir sehr gut ausgebucht, auch in der kommenden Woche“, freut sich Rosalia Bokeloh, Senior-Chefin vom Stadthotel Oldenburg.

Ähnlich schildert es Janina Tuskmeyer, Mitarbeiterin im Hermes-Hotel: „An den Adventswochenenden sind fast alle Zimmer belegt.“ Das Hotel Lindenhof beherberge stets viele Handwerker. Der Dezember gehöre aber den Holländern, so die Inhaberin Doris Lorenzen: „Die kommen jedes Jahr wieder.“

Zwar packen die Reisenden ihre Geschenke in Oldenburg ein, die meisten sehen aber zu, dass diese zum Fest zu Hause unter dem Christbaum liegen. „Die Leute gehen hier zwar einkaufen und besorgen Weihnachtsgeschenke“, erklärt Simone Pietrucha vom Hotel Rosenbohm. „Die Feiertage verbringen die meisten Menschen aber dann doch lieber zu Hause.“

„Das ist doch ein Fest der Familie“, erklärt auch Hotelier Holger Kruse für die Häuser City Club Hotel, Acara und Antares. Für den gesamten Advent gibt es auch dort kaum noch freie Betten. Für Kruse ist ganz klar, dass der Lambertimarkt die Menschen in der Vorweihnachtszeit nach Oldenburg lockt.

kommentar

Fröhlich

ins Hotel

Die Werbung der OTM hat sich ausgezahlt: Von Jahr zu Jahr strömen mehr Gäste durch die Gassen des Lambertimarktes. Es hat sich vor allem in den Niederlanden und auch in Westdeutschland herumgesprochen, wie stimmungsvoll der Weihnachtsmarkt neben St. Lamberti ist.

Städtetrips liegen ohnehin im Trend, und daher kommen nicht nur Tagesausflügler, sondern im Advent auch mehr Übernachtungsgäste als noch vor zehn Jahren. Wer hier schläft, muss auch beim Glühwein- oder Punschtrinken nicht an Promille denken. Oh du fröhliche Weihnachtszeit.

Da sieht er auch derzeit noch keine große Konkurrenz durch das Internet-Plattform „Airbnb“, über das vor allem Privatleute Wohnungen oder Teile ihrer Häuser anbieten können. „Allerdings“, so berichtet er, „haben wir uns im Kollegenkreis schon über das Thema Gedanken gemacht und beobachten den Markt.“ Der sei ja für Hotels durchaus interessant.

Auch Michael Schmitz (Altera) findet das einen zukunftsträchtigen Kanal. Der Advent, vor allem an den Wochenenden, laufe in seinem Haus ganz fantastisch. „Da kommen viele Exil-Oldenburger, um ihre Familien und den Weihnachtsmarkt zu besuchen oder um zu shoppen.“ Zum Heiligabend hin sei es eher ruhig. Sprich: Mit den Feiertagen endet der vorweihnachtliche Zulauf genauso abrupt, wie er gekommen ist.

Das sei ganz normal, erklärt OTM-Chefin Fennemann: „Weihnachten, Silvester, Ostern – das sind keine bevorzugten Zeiten für Städtereisen.“ Sie ist froh über die starke Belegung im Dezember, die sei schon außergewöhnlich: „Ich habe selten erlebt, dass eine Stadt im Dezember als Reiseziel so beliebt ist wie Oldenburg.“

Nina Janssen
Volontärin, 2. Ausbildungsjahr
NWZ-Redaktion
Tel:
0441 9988 2003
Sabine Schicke
stv. Redaktionsleitung
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2103

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