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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Weiter Debatte um Marktcarré

12.09.2017
Betrifft: „BLB Immobilien plant neues Marktcarré“ (NWZ vom 31. August und weitere Berichte zu diesem Thema)

Banken polieren ihr Einkommen mit Immobiliengeschäft auf, finanzieren ihre Töchter freimütig. Das ist nötig, weil man nicht mehr mit 2,4 Prozent Zinsspanne kalkulieren kann. Was hier geplant ist, damit meine ich jede der gezeigten Entwürfe, ist einfallslos, ist alleine auf Schaffung von vielen m² Wohn- und Gewerbefläche abgestellt. Von Tiefgarage ist noch keine Rede, weil die Geld kosten würde. Eine solche Fassade in die historische Altstadt zu stellen, wäre vergleichbar mit den Sparkassenbauten in Aurich und Jever.

Können Architekten denn nicht wirklich einen Rundblick vor Ort machen, um für die Altbauten anstelle eine gefälligere, eine lockere Planung herzustellen? Hat man denn von den Fehlern der 60-er und 70-er Jahre immer noch nicht gelernt?

Herbert Dirksen Ganderkesee

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Gemessen an den anderen Vorschlägen für eine Neubebauung am Oldenburger Marktplatz ist der Siegerentwurf durch seine Giebelkonstruktion schon von Vorteil. Mir und vielen anderen Oldenburgern ist aber völlig unklar, weshalb man erst lange darüber diskutieren muss, wie man der Stadt die verloren gegangene Mitte zurückgibt.

Gerade in letzter Zeit sind viele historische Fotos veröffentlicht worden. Da ist eine Vorlage für kleingliederige Bebauung. Selbst kriegszerstörte Städte wie Frankfurt und Bremen fangen an, sich an historischen Vorbildern zu orientieren und bauen zum Teil ganze Stadtteile wieder auf. In Oldenburg ist vieles, so auch dieser Bereich, nicht im Krieg, sondern danach mutwillig zerstört worden.

Wenn man das Besuchern erklärt, sind sie sehr verwundert, dass man das zugelassen hat. Am Marktplatz sollten Giebelhäuser, die sich an der verschwundenen Bebauung orientieren, gebaut werden.

Detlef Laue Oldenburg

Kalt und weiß, wie einfallslos! Dieser kahle Komplex wirkt zwischen Rathaus und Eiscafé wie ein Fremdkörper. Die anderen Entwürfe waren auch nicht besser, eher schlechter. Warum mauscheln die angeblichen Fachleute unter sich mit einem nichtoffenen Wettbewerb. Man sollte einen „offenen” Wettbewerb ausschreiben, wo auch die Bürger ihre Meinung kundtun können. Bei einem Wettbewerb mit den Marktplätzen anderer Städte (zum Beispiel Bremen) würden wir damit keinen Blumentopf gewinnen. Mein Vorschlag wäre mehr Farbe, Erker, Türme und mehr Geschnörkel.

Hans Herzig Oldenburg

Die Architektur Oldenburgs ist mit der ausgeprägten Schlichtheit des Klassizismus, in der von Architekten wie Heinrich Strack d. Ä. und Schinkel-Schüler Heinrich Carl Slevogt mit vornehmer Zurückhaltung eine Stadt erdacht wurde, zu Ende gegangen. Die Formensprache des Dessauer Modernismus und ihrer berühmten Bauhaus-Architekten wurde in Oldenburg verschlafen. Die Stadt selbst hat hierbei massiv mitgewirkt. Es entstand eine Verhinderungsarchitektur mit zersiedelten Einfamilienhaus-Wohngebieten und nicht die sinnvolle Fortentwicklung einer Stadt, die mit Wohngebieten wie dem Dobbenviertel, dem Haareneschviertel und des sogenannten „Viertels“ großartige Beispiele vorgegeben hat.

Es stellt sich die Frage, warum man in einer Stadt wie Innsbruck mit 130 000 Einwohnern zahlreiche Beispiele moderner Architektur finden kann und hier nicht. Offensichtlich hat diese Stadt Stadtplaner, die keine Angst haben, neben einem alten Schloss einen modernen Glasbau zuzulassen, wo die Moderne mit der Leichtigkeit eines historischen Baues spielt und wunderbar harmoniert. Die Schlosshöfe in Oldenburg sind ein jüngeres Beispiel, wie man es nicht machen sollte.

Der Entwurf des Marktcarrés ist die Fortsetzung der Oldenburger Verhinderungsarchitektur. Ein bisschen Oldenburger Schrägdach mit einer wohl aus der Sicht der Architekten „modernen“ Fassade. Gott sei Dank ist dieses Mal auch die Stadtbau-Dezernentin aufgewacht. Vielleicht gelingt es ja einmal, Oldenburgs schöne Architektur der Vergangenheit durch einen Entwurf, der aneckt, wiederzubeleben. Die bisherigen Entwürfe taugen dafür nicht.

Bernd Wehage Oldenburg

 Stadtentwicklung – Siegerentwurf von Max Dudler (Berlin): Hier hat ein Architekt die Stadt Oldenburg verstanden. Das ist ein großartiger Entwurf. Horst Kutz Bad Zwischenahn

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