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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Weitere Messstationen gefordert

27.02.2017

Oldenburg Die Stadt steht in schlechtem Geruch. Als eine von fünf niedersächsischen Großstädten überschreitet Oldenburg die Stickoxid-Grenzwerte deutlich. Im Mittel 2016 erreichte die Belastung 50 Mikrogramm pro Kubikmeter. Der erlaubte Wert liegt bei 40 Mikrogramm.

Auch in den ersten beiden Monaten 2017 wurde an der Messstation am Heiligengeistwall laut Umweltbundesamt (UBA) bereits zwölf Mal die Grenze des zulässigen Feinstaub-Tagesmittelwertes überschritten.

Die mit Diesel betriebenen Fahrzeuge gelten als schlimmste Dreckschleudern. Sie werden in den Städten für 67 Prozent des NO2-Ausstoßes verantwortlich gemacht. Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Kopfschmerzen, Schwindel und Atemnot können Ursache für Gesundheitsprobleme sein, besonders Asthmatiker sind betroffen.

Euro-6-Norm gefordert

Natürlich macht das Thema an Landesgrenzen nicht halt. So drohen der baden-württembergischen Landeshauptstadt Stuttgart drastische Maßnahmen. Zur Verbesserung der belasteten Luft wird es dort im kommenden Jahr Fahrverbote für viele Diesel-Autos geben, die nicht die Abgasnorm Euro 6 erfüllen.

Schon seit längerem umtreibt dieses Thema auch Verwaltung und Ratsfraktionen in Oldenburg. Im vergangenen Jahr wurde lang und breit gestritten über den Sinn einer Info-Tafel am Heiligengeistwall, auf der aktuelle Messwerte gezeigt werden. Laut Stadtverwaltung werde an ähnliche Maßnahmen wie in Stuttgart nicht gedacht.

Nach der Kommunalwahl im September mit veränderter Ratszusammensetzung bringt nun die CDU-Fraktion eine flächendeckende Messung wieder ins Spiel. Olaf Klaukien kündigte an, in der kommenden Sitzung des Umweltausschusses am Donnerstag, 9. März (16.30 Uhr, Technisches Rathaus, Industriestraße), die Errichtung weiterer Messstationen an geeigneten Standorten einzufordern. „Wenn wir verlässliche Daten zur Luftverschmutzung in der gesamten Stadt gewinnen wollen, müssen wir an mehreren Standorten messen“, sagte der Fraktionsvorsitzende.

Die Grünen-Ratsfraktion hat Stadtbaurätin Gabriele Nießen indes aufgefordert, über den Sachstand der Luftreinhaltungsmaßnahmen zu berichten. „Andere sind Oldenburg in diesem Thema offensichtlich voraus. Dies sollte zu zielgerichteter Aktivität animieren. Statt zögerlicher Haltungen und weiterer Gesundheitsschädigungen durch den Autoverkehr sollte die Verwaltung von erfolgreichen Städten lernen und Erfolgsrezepte schnell und einfach kopieren“, stellt Thorsten van Ellen für die Grünen fest.

Einbahnstraße geprüft

Rezepte waren schon in einem 2016 von der Stadt in Auftrag gegebenen Gutachten zur Luft zu finden: Zu den wirkungsvollen Maßnahmen wurden eine Einbahnstraßenregelung, die Einrichtung einer Umweltzone mit „Blauer Plakette“ (Euro-Norm sechs für Diesel- und Euronorm drei für Benzinautos) gezählt.

Oliver Schulz Leitender Redakteur / Redaktion Kultur/Medien
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