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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Weniger Kohlezüge – aber nur befristet

05.08.2014

Oldenburg Durch Oldenburg rollen weniger Kohlezüge – zumindest bis zum Ende des Jahres. Das Kraftwerk Farge (Bremen) des Energiekonzerns GDF Suez, das sich seit April 2013 täglich 3000 Tonnen Kohle per Zug von Wilhelmshaven aus liefern ließ, wird aktuell wieder von Binnenschiffen beliefert, die die Kohle in Nordenham an Bord nehmen. Das bestätigte Konzernsprecherin Alexa Schröder jetzt auf Anfrage der NWZ. Das Kraftwerk liegt direkt an der Weser und verfügt über eigene Kaianlagen.

Die Entscheidung, bei der Kohlelieferung aufs Schiff zu setzen, sei allein aus Kostengründen gefallen – und eine Rückkehr zur Bahn sei jederzeit möglich, sagte Schröder. Für beide Lieferwege lägen Genehmigungen vor. Nach einer längeren Revision werde das Kraftwerk zunächst über den Wasserweg beliefert. Wie es 2015 aussehe, „dazu können wir noch keine Aussage treffen“.

Zum Hintergrund sagte die Sprecherin, dass konventionelle Kraftwerke durch die Entwicklungen des Energiemarkts stark unter Kostendruck stünden. Bei der Kohlelogistik „gibt es Spielraum für Kostenoptimierung“. Schröder weiter: „Wir können daher in Abhängigkeit der Entwicklungen auf den Beschaffungs- und Frachtmärkten entscheiden, was für das Kraftwerk kostengünstiger ist.“

In Bremen hatte der Umstieg vom Schiff auf die Bahn für heftige Proteste gesorgt. Auch eine Petition an die Bürgerschaft wurde eingereicht. Für GDF Suez spielten diese Proteste bei der Entscheidung aber offenbar keine Rolle.

Ganz ohne Kohlenzüge wird es aber auch bis Jahresende in Oldenburg nicht gehen. Das Kohlekraftwerk Heyde bei Petershagen (Oberweser) werde auch weiterhin per Zug mit Importkohle aus Wilhelmshaven beliefert, sagte ein Sprecher des Betreiberkonzerns EON. Der bis zu 580 Meter lange Zug fahre morgens um 3.30 Uhr leer durch Oldenburg gen Wilhelmshaven und gegen 10.30 Uhr voll beladen zurück, berichtete die Bahninitiative IBO vor einem Jahr. Die IBO befürchtet, dass die Kohlezüge stets zu den Randzeiten durch Oldenburg fahren, weil das Anfahren nach einem Stopp (um Personenzügen Vorfahrt zu gewähren) viel Energie koste.

Thorsten Kuchta
stv. Redaktionsleitung
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2102

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