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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Pakete kommen bald per Rad in Oldenburgs Innenstadt

28.06.2016

Oldenburg Mehr Freiheiten für den Autoverkehr oder weniger? Mehr Parkflächen in der City oder weniger? Auch ohne die aktuelle Diskussion um die Erreichbarkeit der Innenstadt für auswärtige Kunden (NWZ  berichtete) ringen Politik und Stadtverwaltung seit Jahren um Lösungen für die wachsenden Umwelt- und Lärmprobleme durch den Verkehr, die die Kaufleute nicht über Gebühr belasten (wenngleich die Einschätzungen über deren Belastbarkeit etwa zwischen Grünen und CDU weit auseinanderliegen).

Einer der neuen Trends: Lastenräder. Die Grünen haben unlängst bei der Verwaltung darum gebeten, eine vom Bundesverkehrsministerium (übrigens CSU-geführt) in Auftrag gegebene Studie über den Einsatz von Lastenrädern im Wirtschaftsverkehr vorzustellen – und zu schauen, was man daraus für Oldenburg machen könnte. Dr. Norbert Korallus, Chef der Oldenburger Verkehrsplaner, hatte da Überraschendes zu berichten: Ein großer Paketdienstleister (UPS) plant nach Müllers Angaben, seine Lieferungen in die Fußgängerzone künftig mit Lastenrädern zuzustellen – und nicht mehr mit dem Lieferwagen. Die Stadt, so Korallus weiter, habe „das Unternehmen bei diesem Vorhaben mit einer Ausnahmegenehmigung unterstützt“. Die betreffe die erlaubten Zustellzeiten genauso wie die Nutzung von öffentlichen Flächen als Umladestation.

Lastenräder brauchen Platz

Die vom Bundesverkehrsministerium in Auftrag gegebene Studie kommt zu dem Schluss, dass Lastenräder „in größerem Umfang“ Verkehre mit 3,5-Tonnern übernehmen könnten.

Dafür müssten aber Radwege mindestens 2 Meter breit sein, was in Oldenburg angesichts beengten Raums fast nirgends der Fall ist. Die Alternative sei die Führung des Radverkehrs auf der Fahrbahn. Eine Radwegebenutzungspflicht sei eher hinderlich.

Ein Vorschlag der Autoren vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt: Die Kommunen sollten verstärkt Lastenräder nutzen.

In diesen Stationen sollen dann künftig die von Lastwagen bis an die Innenstadt gelieferten Pakete und Waren zwischengelagert werden – und dann von den Lastenradfahrern abgeholt und ausgeliefert werden. Stadtbaurätin Gabriele Nießen erwartet, dass 2017 damit begonnen werde. Allerding, so Korallus, müssten für diese Umladestationen Container aufgestellt werden. „Wir haben noch Handlungsbedarf“, sagte Korallus, „aber wir sind beim Wandel von der motorisierten Belieferung der Innenstadt zum Lastenrad auf dem Weg.“

Grünen-Fraktionssprecher Sebastian Beer hat für die Container auch schon eine Standort-Idee: Einige der Einzelparkplätze in der Innenstadt – also jene außerhalb von Parkhäusern – könnten umgewidmet werden, schlägt er vor. Deren Abbau ist Bestandteil des vom Rat verabschiedeten Strategieplans Mobilität.

Zudem bemüht sich der Verein „Rädchen für alle(s)“ seit 2014 darum, dass mehr Oldenburger ihre Transporte oder Einkäufe mit dem Lastenrad erledigen. Dafür gibt es eine „kleine finanzielle Unterstützung“ der Stadt. Wie Ernst Schäfer vom Vorstand des Vereins der NWZ  mitteilte, war das Rad im ersten Jahr an rund 60 Prozent der Tage gebucht und damit im Schnitt an 17 Tagen im Monat im Gebrauch. Hauptsächlich werde das Lastenrad gegen eine Spende für Umzüge und Gütertransporte, Einkäufe, Feste oder Ausflüge genutzt. Erste Nutzer würden es bereits regelmäßig ausleihen. Ziel des Vereins sei die Etablierung eines dichten Lastenradausleihnetzes. Schäfer weiter: „Wir sind gerade dabei unsere Flotte mit zwei neuen Lastenrädern zu erweitern und auf ein festes Stationsnetz umzustellen.“ Wegen der Infrastruktur sei man bereits mit den entsprechenden Stellen in der Stadt im Gespräch.


     www.lastenrad-oldenburg.de 
Thorsten Kuchta stv. Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
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