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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Stadtentwicklung: Widerstand gegen Neubauten auf Wiese

31.05.2017

Ohmstede Reibungslos wurde die erste Hürde für das Bauprojekt „Ludwig-Quidde-Hof“ genommen. Wie berichtet, hatte der Bauausschuss in seiner April-Sitzung die Aufstellung eines „vorhabenbezogenen Bebauungsplans“ für das Areal zwischen dem Ludwig-Quidde-Weg und dem Schellsteder Weg einstimmig durchgewunken. Ein Wohnhof mit etwa 40 Wohneinheiten und eine Reihenhausanlage mit sechs Wohneinheiten, die preisgünstig vermietet werden sollen, will die GSG auf dem städtischen Grundstück bauen.

Eindeutiges „Nein“

Was die Politik problemlos passiert hat, stößt bei der Bevölkerung allerdings auf Widerstand. „Wir haben ja überhaupt erst aus der NWZ davon erfahren, dass das Naherholungsgebiet in unserem Viertel bebaut werden soll. Uns hat die Stadt nicht darüber informiert, was da vor unserer Haustür entstehen soll“, sagt Anwohnerin Sylvia Muktupavels erbost. „Wir sagen ,nein’ zum Bebauungsplan Ludwig-Quidde-Hof“, fügt sie hinzu – und steht mit dieser Meinung nicht alleine. Fast 70 große und kleine Bewohner des Viertels haben sich auf der Weise versammelt, um zu demonstrieren, wie wichtig ihnen diese Grünfläche ist.

Eine von ihnen ist Talke Bolling. Die 22-Jährige ist in dem Viertel aufgewachsen. „Die Wiese ist ein Treffpunkt für die Nachbarschaft. Ich habe hier als Kind alle meine Freunde kennengelernt.“ Anwohner Lothar Sahn sagt: „Das ist eine der letzten grünen Inseln zum Treffen hier. Kommt diese Fläche weg, ist das eine sozialpolitische Bombe.“ Steffi dos Anjos von der angrenzenden GSG-Wohnanlage („Frauen bauen für Frauen und Familien“) betont: „Wir haben hier keine Gärten. Diese Wiese ist für viele der Garten, gerade auch für Menschen mit Beeinträchtigungen.“ Das Areal diene als Sportfläche für Familien, als Jugendtreff, neuerdings als Flugfeld für Fernlenkspielzeuge, als Treffpunkt für Sonnenanbeter, für Picknickrunden, als Haltepunkt für Kohlfahrten und gelegentlich als Zirkusgelände. „Es wird auch immer aufgeräumt“ betont Sabine Eckel. Andere Nachbarn nicken: „Das macht man eben so in seinem Garten.“

Anlieger der nahen Friedrich-Schohusen-Straße befürchten, dass durch eine Bebauung der dörfliche Charakter des Stadtteils beeinträchtigt werde. Und sie weisen darauf hin, dass sie bei ihren eigenen Häusern strenge Bauauflagen berücksichtigen mussten.

Und dann das künftige Parkplatzproblem! Es würden durch die Bebauung ja auch die Stellflächen für den nahen Kleingarten wegfalle. Dazu müsse man bedenken, das auch die künftigen Bewohner der Neubauten Autobesitzer sein könnten – also Parkplätze bräuchten. Darüber hinaus sei ohnehin ein erhöhtes Verkehrsaufkommen durch Bring- und Abholfahrten zu erwarten, weil die Gemeinnützigen Werkstätten auf dem Gelände des „Hauses Hohe Heide“ am Ludwig-Quidde-Weg Wohnhäuser, eine Tageseinrichtung und eine Seniorentagesstätte bauen, weisen Jan-Gerd Meyer und Karin Logemann hin.

Kein Brachland

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In ihrer Konzeptbeschreibung zum Bauvorhaben des Wohnprojektes „Ludwig-Quidde-Hof“ spricht die GSG von einer „derzeit brachliegenden Grünfläche“. „Brachland ist das ja wohl nicht“, meint Anlieger Hans-Joachim Eckel, „da ist doch Leben drauf.“ Und provokant fügt er hinzu: „Wie wäre es denn, wenn man die Dobbenwiesen bebaut?“

Wie berichtet, hatte GSG-Abteilungsleiter Rainer Zietlow schon in der Bauausschusssitzung im April darauf hingewiesen, dass die GSG jährlich 4000 bis 5000 Anfragen nach Wohnungen erreichten. Am Ludwig-Quidde-Hof solle ein barrierefreies generationsübergreifendes Wohnprojekt verwirklicht werden, erklärte er. „Vielleicht könnte es ja ein Treffen mit dem Bauunternehmer geben“, regt Sylvia Muktupavels im Namen der Anwohner an.

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Susanne Gloger Redakteurin / Redaktion Oldenburg
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