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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Bahnumfahrung: Widerstand nimmt größere Formen an

24.07.2013

Ohmstede Was in Bornhorst in kleiner Runde begonnen hat, nimmt nun größere Formen an: Mehr als 20 Vertreter der Bürgervereine Etzhorn, Ohmstede und Donnerschwee, des Landvolkverbandes sowie Landwirte aus dem Stadtosten trafen sich am Montagabend im Müggenkrug, um darüber zu sprechen, wie sie ihrem Widerstand gegen eine Bahnumfahrung entlang der A 29 mehr Gehör verschaffen können.

Keine Chance

Als Kenner der Materie unterstützte sie der Botaniker Prof. em. Dr. Wolfgang Eber. Der Etzhorner hat sich in einer Ausarbeitung eingehend mit dem Thema „Umfahrungstrasse Oldenburg“ beschäftigt. „Die Umfahrungstrasse hat nicht die geringste Chance, weil die Bahn daran kein Interesse hat, die Argumente dafür zu schwach sind, der Ausbau der Stadtstrecke dagegen aber gut begründet ist“, sagte Eber gleich vorweg.

Wie berichtet, hatte die Vorstellung des Machbarkeitsgutachtens im Verkehrsausschuss die Bürger hellhörig gemacht, denn dabei brachten Hans-Henning Adler (Linke) und Armin Frühauf (Grüne) den Begriff „Enteignung“ in die Diskussion. Eine Bahnumfahrung westlich der A 29 würde über Grundstücke laufen, die zum Großteil landwirtschaftlich genutzt werden. Für Jürn Diers vom Milchhof Diers beispielsweise bedeutet das, dass seine Ländereien von den geplanten Gleisen zerschnitten würden. „Ein Großteil wäre nicht mehr zu nutzen“, sagte Diers. Fast 100 Hektar – einschließlich der Flächen im Ammerland – bräuchte man für diese Trasse. „Und dann kommen auch noch mal Flächen für die Kompensation dazu.“

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Wolfgang Eber beruhigte die Gemüter: „Die Kosten und der Zeitfaktor sprechen gegen eine Umfahrungstrasse.“ Das Planfeststellungsverfahren stehe vor der Tür. „Bis dahin werden Probleme sowieso nicht angesprochen.“ Sollte die Forderung der Stadt Oldenburg nach einer Umfahrungstrasse Erfolg haben, müsste es erneut ein Planfeststellungsverfahren geben. Dessen Dauer schätze Stadtbaurätin Gabriele Nießen auf 10 bis 15 Jahre, berichtete Eber. Und dann müsse man nach Aussagen von Fachleuten für den Bau mindestens 20 Jahre ansetzen.

Nur Gedankenspiele

Die Kosten für den Ausbau der Bestandsstrecke ließen sich recht genau ermitteln, für die Umgehungstrasse sei das nicht möglich, sagte der Etzhorner. Alle Trassenvorschläge seien auch nur Gedankenspiele. „Es fehlt eine grundlegende Untersuchung und die kann nur die Bahn machen.“ Eine Enteignung von Grundstückseigentümern hält der Etzhorner für rechtlich äußerst schwierig: „Weil es eine Bestandsstrecke gibt und die ist auch nicht schlecht.“

Er riet den Landwirten dazu, Flagge zu zeigen: „Sie müssen klar machen, dass Sie den Eingriff nicht wollen und nicht verkaufen werden.“

Flagge zeigen wollen die Bornhorster, Ohmsteder, Etzhorner und Donnerschweer nun auch auf verschiedene Weise. Sie bereiten eine Unterschriftenaktion vor, wollen sich mit den Landwirten im Ammerland, die ebenfalls kein Stück von ihren Ländereien abgeben wollen, zusammentun. Und selbstverständlich sind sie in der ersten Sitzung des neuen Ausschusses für Bahnangelegenheiten dabei. Der tagt am Donnerstag, 1. August, ab 17 Uhr im Technischen Rathaus. Dann wird auch darüber abgestimmt, ob je ein Vertreter der Arbeitsgemeinschaft Stadtoldenburger Bürgervereine sowie der Bürgervereine Etzhorn, Donnerschwee und Ohmstede künftig in den Ausschuss entsandt werden soll (Antrag der Gruppe FDP/WFO).

Und ein Termin für ein nächstes Treffen ist auch schon festgelegt.

Susanne Gloger Redakteurin / Redaktion Oldenburg
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