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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

„Wir müssen aufpassen“

13.06.2012

Der Christopher Street Day hat sich repolitisiert. Mitorganisatorin Annie Heger (29) sagt, warum das so ist.

FRAGE: Frau Heger, Oldenburg wird vom Oberbürgermeister als Leuchtturm der Liberalität bezeichnet. Ist also alles in Butter?

HEGER: Nein. Direkt vor den Toren der Stadt, auf dem Land, muss man noch mit schlimmen Reaktionen aus Elternhaus und Umfeld rechnen, wenn man sich outet.

FRAGE: Aber es ist doch vieles besser geworden in der Frage der Akzeptanz.

HEGER: Ja, aber wir müssen aufpassen, dass der Rückwärtstrend, wie er sich in der Kriminalisierung der Homosexualität etwa in Russland zeigt, in Deutschland keinen Raum findet. Wir glauben ja immer, dass die Welt besser wird, die Menschenrechtslage auch, aber es gibt eben auch Gegenbewegungen. Nicht nur in Russland, auch in den USA und im Vatikan.

FRAGE: Was kann der CSD da leisten?

HEGER: Das Gefühl der Solidarität verleihen. Wir sind in Deutschland eine Minderheit und werden es bleiben. Das müssen wir uns ins Gedächtnis rufen. Wir müssen uns Mut machen, uns zu outen. Wenn Homophobe einen Schwulen kennen, sagen sie oft: Der ist doch ganz nett. Wir müssen Vorbilder sein, damit man sein Sein nicht verheimlicht; das ist nicht nur schlecht für die Gesellschaft, sondern schadet uns selbst an Körper und Seele.

Thorsten Kuchta
stv. Redaktionsleitung
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2102

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