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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Verkehr In Oldenburg: Wird der Heiligengeistwall bald eine Einbahnstraße?

13.08.2016

Oldenburg Die dicke Luft auf dem Heiligengeistwall verzieht sich nicht von allein. Darüber sind sich die Rat vertretenen Fraktionen einig. Der europaweit geltende Grenzwert von 40 Mikrogramm Stickoxid pro Kubikmeter Luft wird regelmäßig überschritten. Außer sonntags, gab Umweltdezernentin Gabriele Nießen einen kleinen Hinweis auf ein mögliches Szenario in nicht allzu ferner Zukunft.

Die Stadt lässt zurzeit gutachterlich prüfen, wie die Belastung dauerhaft unter den Grenzwert gesenkt werden kann. Andernfalls drohen Geldstrafen. Geprüft wird auch, ob eine Einbahnstraßenregelung Abhilfe schaffen kann. Das würde allerdings an anderen Stellen auf den Straßen zu höheren Schadstoffbelastungen führen.

Selbst an eine komplette Sperrung des Straßenabschnitts für den motorisierten Individualverkehr wird gedacht. „Beide Regelungen lassen die höchste Schadstoffentlastung am Messpunkt Heiligengeistwall erwarten, sind aber mit kaum überwindbaren verkehrlichen Nachteilen verbunden“, teilte die Verwaltung am Donnerstagabend im Umweltausschuss mit. Eine Einbahnregelung in Richtung Julius-Mosen-Platz sei beispielsweise mit dem ÖPNV-Konzept überhaupt nicht in Übereinstimmung zu bringen.

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Auf dem Prüfstand steht auf Antrag der CDU auch die Umstellung eines Teils der VWG-Busflotte auf elektrischen Antrieb. Das werde, so schränkte Umweltdezernentin Gabriele Nießen ein, nicht zum gewünschten Erfolg führen. Im Herbst würden die letzten zehn dieselbetriebenen VWG-Busse ausgetauscht und durch Erdgas-Busse ersetzt, die dann alle den Euro-6-Standard beim Abgas erfüllen. Der Stickoxid-Anteil, für den die Busse auf dem Heiligengeistwall verantwortlich seien, werde von ehemals 47,4 auf 6,1 Prozent reduziert.

Den Einsatz von E–Bussen sieht die Verwaltung nicht nur deshalb durchaus kritisch. In rund 20 Städten in Deutschland wurden bzw. werden derzeit Erfahrungen mit E-Bussen gesammelt. Dabei kommen laut Nießen unterschiedlichste Techniken zur Anwendung, die mit Fördermitteln des Bundesverkehrsministeriums oder des Bundesforschungsministeriums unterstützt werden. Derzeit sind, so Nießen weiter, zahlreiche der eingesetzten Fahrzeuge im Erprobungsstadium und verursachen noch erhebliche betriebliche Probleme im Alltag. E-Busse seien derzeit in Bezug auf Kosten, Reichweite, Zuverlässigkeit, Fahrgastkapazität und die erforderliche Infrastruktur noch nicht konkurrenzfähig zu den bei der VWG eingesetzten Erdgasfahrzeugen.

Für die SPD warb Ratsherr Alexander Wandscher darum, Elektroautos freie Parkplätze und Ladestationen in der Innenstadt zur Verfügung zu stellen. Joachim Voß (CDU) möchte die Ampelschaltungen verbessern und für eine „Grüne Welle“ auf dem Heiligengeistwall sorgen, um damit die Schadstoffbelastung zu reduzieren. Lösungen müssten außerdem gemeinsam mit dem Umland gesucht werden. Sebastian Beer (Grüne) entgegnete, dass für eine „Grüne Welle“ auf dem Heiligengeistwall Autos an anderer Stelle wie beispielsweise auf der Ofener Straße warten müssten und dort die Luft verschmutzten. Zudem dürften Autofahrer nicht privilegiert, sondern der Radverkehr müsste verbessert werden. „Ich warte gespannt auf die Ergebnisse der Untersuchung, die die Verwaltung in Auftrag gegeben hat“, sagte Beer.

Umweltzonen, die andere Städte eingeführt hätten, seien im übrigen keine Lösung, sagte Nießen abschließend. Die Schadstoffbelastung sei nur um ein bis drei Mikrogramm gesenkt worden. In Oldenburg seien zehn Mikrogramm erforderlich, um den Grenzwert einzuhalten.

Thomas Husmann Redakteur / Redaktion Oldenburg
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