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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Zeichen steht auf Grün für Gartencenter Ostmann

20.05.2017

Oldenburg Die Ansiedlung des Gartencenters Ostmann neben Möbel Buss an der Bremer Heerstraße hat eine weitere rechtliche Hürde genommen. Der Bauausschuss stimmte am Donnerstagabend nach kontrovers geführter Diskussion der erneuten Auslegung der Planung für den 14 .000 Quadratmeter großen Betrieb mit den Stimmen von SPD und CDU zu. Nun muss der Rat in seiner nächsten Sitzung am Montag, 29. Mai, diesen Beschluss bestätigen.

Gartencenter nimmt erste rechtliche Hürde, 22. August 2016

kommentar

Rechtliche Klärung

Ganz ehrlich, ich kann die Sorgen der Oldenburger Blumenhändler angesichts der neuen Konkurrenz am Stadtrand verstehen. Allerdings muss sich erst zeigen, ob die Kunden über die Autobahn zum Ostkreuz fahren werden, um dort Schnitt- oder Sommerblumen zu kaufen. Ostmann hat mit seiner breiten Auswahl andere große Vorzüge und ist eine Bereicherung für die Stadt.

Was nachdenklich stimmt ist die Annahme der Verwaltung, dass mit dem Ansiedlungsbeschluss den Familienbetrieben Erweiterungsmöglichkeiten genommen werden. Da gibt es unterschiedliche Rechtsauffassungen, die geklärt werden müssen.

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Christiane Ratjen-Damerau (FDP), die im Ausschuss nicht stimmberechtigt ist, warnte davor, die im Einzelhandelentwicklungskonzept 2025 festgeschriebene Fläche für Erweiterungen mit einem Schlag auszuschöpfen. „Damit wird den übrigen Oldenburger Gärtnereien, die sich oftmals seit Generationen im Familienbesitz befinden, jede Möglichkeit zur Erweiterung genommen“, sagte die Ratsfrau. Zuvor hatte Martin Kremming von der „Cima Beratung + Management“ die Ergebnisse der gutachterlichen Stellungnahme vorgestellt. Mit zehn Millionen Euro Umsatz rechnet der Fachmann jährlich. Aus Sicht der Cima ist die Neuansiedlung des Gartenfachmarktes mit den Zielen und Grundsätzen des Einzelhandelskonzeptes für Oldenburg vereinbar. Das Bauvorhaben sei verträglich und bedeute für die Oldenburger Betriebe keine Gefahr. Eine Einschätzung, der die zahlreich im Zuschauerraum anwesenden Vertreter der Oldenburger Gartenfachbetriebe nicht folgen wollten. Der Everster Gärtnerei- und Blumenhausbesitzer Knut Hoppe mahnte im Namen seiner rund 40 Kollegen bei den Ratsvertretern vergeblich an, sich nicht gegen, sondern für die Oldenburger Betriebe auszusprechen. Auch Ratjen-Damerau hält die aus ihrer Sicht überproportionierte Ostmann-Ansiedlung für wettbewerbsverzerrend. Demgegenüber sieht CDU-Fraktionsvorsitzender Olaf Klaukien die Zentralität Oldenburgs gestärkt. Grünensprecher Sebastian Beer lenkte den Blick auf die Nachbarlandkreise, die nicht geschwächt werden dürften. „Der Zuzugsdruck auf Oldenburg wächst dadurch“, warnte er. „Wir müssen regional denken und handeln.“

Ein Argument, das Ursula Burdiek (SPD) nicht gelten lassen wollte. „Das Umland nimmt auf uns auch keine Rücksicht“, erklärte die Ratsfrau. „Die Landkreise sind unsensibel, was Ansiedlungen angeht“, bestätigte Baudezernentin Nießen. Ein von OB Jürgen Krogmann ins Gespräch gebrachte regionale Einzelhandelsentwicklungskonzept sei auf wenig Gegenliebe gestoßen.

Linken-Ratsherr Hans Henning Adler sprach sich grundsätzlich für eine Ansiedlung aus, allerdings maximal mit einer 11000 Quadratmeter großen Verkaufsfläche. Adler: „Wir müssen Möbel Buss im Blick behalten.“ Dem Unternehmen war bei der Ansiedlung vor zwölf Jahren zugesagt worden, einen weiteren frequenzstarken Betrieb an den Standort zu holen.

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