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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Anwohner befürchten Rennstrecke vor der Tür

10.11.2018

Ziegelhofviertel Die Ziegelhofstraße soll zwischen der Würzburger Straße und der Einmündung in die Auguststraße nach dem Willen der Stadt saniert und umgestaltet werden. Die Pläne dazu stellten die Verkehrsplaner jetzt den Anwohnern vor. Die sind allerdings wenig begeistert.

So sehen die Planungen unter anderem vor, dass elf der 15 Parkplätze in diesem Abschnitt wegfallen sollen. Die Anwohner befürchten, dass dadurch die Straße zu einer Rennstrecke für den Entlastungsverkehr vom Pferdemarkt zum Pophankenweg wird. „Parkende Autos verlangsamen den Verkehrsfluss“, sind die Anwohner überzeugt. „Deshalb müssen die Parkplätze bleiben.“ Zumal die Plätze in erster Linie den Anwohnern selbst fehlen würden. „Dann haben mehrere Grundstücke überhaupt keine Parkmöglichkeit mehr in der Ziegelhofstraße, auch der Behindertenparkplatz fällt weg“, erklärt Anwohner Dietrich Lange. „Parkplätze vor den Häusern sind bei einigen Grundstücken gar nicht möglich oder sie könnten auf den Widerstand des Bauamtes und des Denkmalschutzes stoßen.“

Die Ziegelhofstraße und die Würzburger Straße gelten für die Stadt als „Straßen mit starkem innerörtlichen Verkehr“. Diese Definition wollen die Anwohner aber nicht gelten lassen. Beide Straßen dienen in Verlängerung mit dem Pophankenweg/Jägerstraße sowie Brookweg/Rauhehorst/Friedhofsweg als schnelle Entlastungsstraßen der zwei Hauptverkehrsachsen Ammerländer Heerstraße und Alexanderstraße zum nördlichen Stadtzentrum“, sagt Anwohner Manfred Kröger. „Schon 2011 hat eine Verkehrszählung hier rund 3300 Autos täglich ergeben. Die tägliche Nutzung durch die Anlieger liegt bei weit unter 100 Fahrzeugbewegungen. Sie nutzen meistens das Fahrrad.“ Die Anwohner halten deshalb eine erneute Verkehrszählung für erforderlich, um zu ermitteln wie hoch das Verkehrsaufkommen aus den Umlandgemeinden ist.

Diese Diskrepanz stößt den Anwohnern auch vor dem Hintergrund der in Aussicht gestellten Ausbaubeiträge. „5500 Euro sollen die Eigentümer eines 500 Quadratmeter Grundstücks mitbezahlen“, rechnet Dietrich Lange vor. „Obwohl die nur einen geringen Teil des täglichen Verkehrs verursachen.“

Sinnvoller als einen Ausbau nach den Vorstellungen der Stadt finden die Anwohner eine Einbahnstraßen-Regelung für Autos in Richtung Pferdemarkt. „Dadurch könnten die wenigen vorhandenen Parkplätze für Anlieger und Behinderte erhalten bleiben“, sagt Manfred Kröger. „Es würde auch weniger Parkplatz-Suchverkehr in den angrenzenden Nebenstraßen geben. Der Verkehrsfluss stadtauswärts könnte über die breitere Saarstraße zur Kreuzung Jägerstraße geleitet werden.“ Ein weiterer Vorteil wäre laut Kröger eine Entlastung von Feinstaub, Abgasen und Lärm. „Davon sind wir Anlieger bereits durch die Bahn erheblich belastet“, sagt er.

Da die Stadt mit den Arbeiten an der Ziegelhofstraße bereits im nächsten Frühjahr beginnen will, wollen die betroffenen Bürger die Planer und die Mitglieder des Verkehrsausschusses zu einer Diskussion einladen und dort dann ihre Bedenken besprechen.

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