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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Deutlich weniger Parkplätze beim Kramermarkt

14.09.2016

Oldenburg Mit einer deutlichen Reduzierung der Parkflächen müssen Besucher des Kramermarkts rechnen. Standen in den letzten Jahren bis zu 4000 ausgewiesene Parkplätze im Umkreis des Volksfests zur Verfügung, sind es diesmal knapp mehr als die Hälfte. Für die Verwaltung scheint dies kein allzu großes Problem: „Mit unserer Hauptfläche P1 haben wir weiterhin die Fläche, die den wesentlichen Bedarf abdeckt“, so Ralph Wilken (Leiter des Bürger- und Ordnungsamtes) in der Sitzung des Verkehrsausschusses am Montagabend, die nun fehlenden Parkplätze seien da lediglich „eine Ergänzung“ gewesen.

Direkt an der Weser-Ems-Halle („P1“, 1300 bis 2000 Parkplätze, je nach Wetterlage), auf dem wegen des neuen Lärmschutzwalls reduzierten Schüler-Parkplatz der BBS III (200) und bei Agravis („P2“, 400) können Autofahrer an den zehn Festtagen (30. September bis 9. Oktober) ihr Glück versuchen. Der Service, hier im Nahbereich von Karussells, Wurst- und Wurfbuden parken zu können, ist allerdings nicht kostenlos. Ordner der Weser-Ems-Halle kassieren wie im vergangenen Jahr auf dem Agravis-Parkplatz einmalig 4, auf den weiteren Flächen jeweils 5 Euro.

Komplett raus aus dem Parkkonzept sind wegen einer Baumaßnahme die Flächen des OOWV, hier stand Kramermarktbesuchern bislang eine kleine dreistellige Zahl an Plätzen zur Verfügung.

Nicht minder erschwerend für die Parkplatzsuche: Die Wehdestraße wird zwischen Donarstraße und Maastrichter Straße ausgebaut, sie fällt als echte Verbindung eigentlich weg. Zwar wird der Bereich von Donnerschweer Straße bis Donarstraße am kommenden Wochenende asphaltiert, das Reststück aber ist nur als Einbahnstrecke bis zum Agravis-Parkplatz nutzbar. Lange Staus sind vorprogrammiert.

Pech für die Anwohner der Straße „Unterm Berg“, die diese Lösung mehrfach beklagten: Bei ihnen führt erneut der Shuttle-Busverkehr (auch über Maastrichter und Donnerschweer Straße) entlang, mit weiteren Parkplatz-Suchenden können sie rechnen. „Das müssen die Anlieger zehn Tage im Jahr aushalten“, hieß es im Ausschuss, „nur so können wir die wenigen Parkflächen erschließen.“ Oder wie es Michael Becker (Verkehrslenkung) formulierte: „Da müssen die Busse ins Gemüse.“

Immerhin: Auch in diesem Jahr gibt es kostenlose Pendelbusse, die Hauptlinien fahren zudem im Viertelstundentakt. Über deren Modalitäten will die VWG alsbald informieren. Und dann wären da ja auch noch die Park+Ride-Parkplätze in den Randbereichen, die von Auswärtigen zum Fest genutzt werden können.

„Es ist doch toll, dass so viele Menschen nach Oldenburg kommen wollen“, sagte Tiefbauamtsleiter Johann de Buhr, „wenn jeder etwas von seinem persönlichen Empfinden zurücktritt und die Gäste begrüßt, geht es doch – es ist sicher nicht alles optimal, aber wir haben hier alle Möglichkeiten ausgereizt.“

Marc Geschonke Redakteur / Redaktion Oldenburg
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