Oldenburg - Die Stadt Oldenburg hat in der Gaußstraße die schon bestehende Flüchtlingsunterkunft im Frühjahr dieses Jahres für die zu erwartenden Flüchtlinge aus der Ukraine erweitert. Dafür wurde eine mobile Messezelthalle mit 108 Plätzen und Sanitär- und Küchencontainer aufgebaut. Momentan leben in der Unterkunft 98 Menschen, 18 von ihnen aus der Ukraine, teilt Stadtsprecher Stephan Onnen mit. 280 Flüchtlinge aus der Ukraine seien dezentral untergebracht. Die Messezelthalle wird momentan nicht genutzt. Die Mietkosten betragen nach Auskunft der Stadt 24 000 Euro monatlich. Die Messehalle sei im Frühjahr eingerichtet worden, weil in den Anfangswochen des Ukraine-Krieges nach den Ankündigungen auf Landes- und Bundesebene mit einem erheblichen Zustrom von Geflüchteten zu rechnen gewesen sei. Sie diene als schnell belegbare Erweiterung der vorhandenen Kapazitäten in der Gaußstraße, wodurch selbst bei kurzfristiger Belegung sowohl eine Sozialbetreuung als auch eine Überwachung durch den Sicherheitsdienst gewährleistet werden könne. Das Vorhalten von Unterbringungskapazitäten versetze die Stadt Oldenburg in die Lage, bei Zuweisungen von Geflüchteten nicht auf Veranstaltungs- oder Sporthallen zurückgreifen zu müssen.

Luciano Mazzola und Anna Block haben beim Renovieren der Häuser für die Flüchtlinge geholfen.

VEREIN „OLDENBURG HILFT DER UKRAINE“ Sie renovieren 15 Häuser im Stadtgebiet für Flüchtlinge

Friederike Liebscher
Oldenburg

Es sei in Aussicht gestellt worden, dass der Stadt bis zum Ende des ersten Quartals 2023 rund 1000 Menschen zur Aufnahme zugewiesen werden. Die Verwaltung sei bemüht, gerade vor dem Hintergrund der kalten Jahreszeit, eine Unterbringung in stationären Objekten zu ermöglichen und aus zentraler Unterbringung möglichst schnell in dezentrale Unterbringung zu vermitteln.

Friederike Liebscher
Friederike Liebscher Redaktion Oldenburg