Oldenburg - Zwei der markantesten Pralinen aus dem Sortiment der „Wiener Konditorei“ sind schon mal gesichert: Für „Pulvertürmchen“ und „Lappanspitzen“ gibt es eine Zukunft. Der Oldenburger Konditor Christian Klinge wird sie künftig fertigen. Die geheime Rezeptur übergab Konditor Hans Janßen („Wiener“) am Dienstag im Café Klinge und im Beisein von Anita Heinz an Klinge. Die „Wiener“, die am 31. Januar schließt (die NWZ berichtete), hat mit den beiden beliebten filigranen Oldenburg-Pralinen „50 Prozent unseres Pralinen-Umsatzes gemacht“, sagt Hans Janßen.

Ausgedacht und entwickelt hatte sie 1980 der Oldenburger Konditormeister Josef Heinz aus dem ehemaligen Café Heinz anlässlich eines Wettbewerbs der Stadt. Den ersten Platz erreichte damals der Oldenburger Torfsoden und den zweiten Platz die Pulvertürmchen von Heinz. 1996 übertrug er Rezeptur und Herstellung an Hans Janßen.

„Das Oldenburg-Spezifische ist immer stärker gefragt, auch bei Touristen und Studenten von auswärts, die ihren Eltern etwas mitbringen wollen, das klar mit Oldenburg verbunden ist“, sagt Hans Janßen. Christian Klinge sei „als Chocolatier in Oldenburg dafür prädestiniert“, die Pralinen zu übernehmen. Christian Klinge, der mit seinen Pralinen auch schon Graf Anton Günter und dem Grünkohl ein süßes Denkmal setzt, bedankte sich: „Diese Pralinen sind eine tolle Idee, ein tolles Produkt und eine super Qualität. Und was passt besser zu einem 132 Jahre alten Café als solche Wahrzeichen.“ Auch Anita Heinz ist glücklich über die Lösung: „Meine Familie und ich freuen uns, dass es in dieser Form für Lappanspitze und Pulvertürmchen weitergeht.“

Voraussichtlich werden noch ein paar weitere schöne Rezepte von Janßen erhalten bleiben und sich in Oldenburg wiederfinden – welche genau und wo, stand am Dienstag aber noch nicht fest.

Karsten Röhr
Karsten Röhr Redaktion Oldenburg