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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg

Zum Abschied keine Reden

30.06.2009

Keine Reden hatte sich der scheidende Generalmusikdirektor Alexander Rumpf zu seinem letzten Sinfoniekonzert nach acht bewegten Jahren in Oldenburg gewünscht. Um kleine Ansprachen kamen jedoch Mitwirkende und die sehr vielen Zuhörer bei Mahlers gigantischer 6. Sinfonie in der Weser-Ems-Halle nicht herum. Rumpf selbst hielt es wie in der Musik: Auf engstem Raum traf er eine weitreichende Aussage. Er bedankte sich beim Publikum für die Treue. Immerhin leistete der 51-Jährige die zweitlängste Dienstzeit eines Generalmusikdirektors am Staatstheater nach dem Kriege. „Und falls sich jemand bei mir bedanken möchte“, so fügte er mit dem ihm eigenen verschmitzten Humor an, „dann sage ich: Da doch nich’ für!“ Oldenburgischer kann man nicht geworden sein. Generalintendant Markus Müller überreichte Blumen. Passender hätte das am

Sonntag nicht sein können. Rumpf hatte besondere Verwendung für einen ganz besonderen Menschen. Er warf den Strauß in zwei Versuchen und unter großem Jubel zu seiner Frau auf dem Seitenrang und verriet: „Genau heute sind wir 18 Jahre verheiratet!“

Am Sonntagabend nach der Aufführung von „Largo“ im Großen Haus gab’s auch noch einmal Blumen: Honne Dohrmann, Direktor der Tanzcompagnie Oldenburg, überreichte Tänzer Sebastian Gibas Blumen, der ebenfalls das Haus verlässt, aber jederzeit wieder willkommen sei.

Mit Kutte in die Lambertikirche: Wahrscheinlich ist für Baby Gesche das Wummern eines Motorrads genau die richtige Melodie. Vater Karsten Witter gehört zum Motorradclub Red Devils. Und als Gesche, die sechs Monate und zwölf Tage alt ist, getauft wurde, war es für die Biker selbstverständlich, dass sie sich vor der Kirche für Karsten und Gesches Mutter Ulrike Bruns mit ihren Maschinen im Spalier aufstellten, ganz vorne Red-Devils-Präsident Röbie. Sie nennen sich untereinander Brüder und halten zusammen wie eine Familie. Und so saßen die Motorradfahrer mit ihren Lederwesten, die sie Kutten nennen, in den Bänken der Lambertikirche.

Zünftig gefeiert wird noch bei einem Grillabend im Clubhaus.

Feuerwehrmann aus Überzeugung: Nach 45 Jahren bei der Berufsfeuerwehr in den Ruhestand verabschiedet wurde am Montag Wachzugleiter Rainer Heidkamp. Im Alter von 15 Jahren hatte er sich für diesen Beruf entschieden und im wahrsten Sinne des Wortes auch oft heiße Zeiten erlebt. 60 Kollegen lud er am Montag zu einem Abschiedsfrühstück in die Wache in Osternburg ein. Zünftig brachten die Männer ihn nach Hause und hatten sich auch noch eine kleine Überraschung ausgedacht. Plötzlich gab es einen Feueralarm. Und selbstverständlich ließ es sich der gerade verabschiedete Rainer Heidkamp nicht nehmen, noch einmal zuzupacken und das Kommando „Wasser marsch“ zu hören. Schnell war der „Brand“ in einer Tonne unter Kontrolle, und der Pensionär durchschaute die Aktion seiner Kollegen. Und so war auch der letzte Brand des künftigen Pensionärs gelöscht.

Mit Fußball gegen Rassismus: Zu einem Afrika-Turnier trafen sich Oldenburger Teams aus Nigeria, Kongo, Marokko, Ghana, Kamerun, Algerien und anderen afrikanischen Staaten im Sportpark Dornstede. Dabei ging es aber nicht nur um Wettkampf und Sport, sondern auch um Verständnis zwischen den Bürgerinnen und Bürgern verschiedener Herkunft in einer Stadt. Eine mitreißende Trommelshow, Musik und vieles mehr gaben Einblick in die Kultur und das Leben der Menschen aus Afrika, die aus ganz unterschiedlichen Gründen in Oldenburg eine neue Heimat gefunden haben. Das Motto für dieses Turnier lautete denn auch: „Stopp Rassismus – sind Migranten Oldenburger Bürger?“

Viele Hände schütteln wird an diesem Dienstag Gisela Brudereck im „Bümmersteder Krug“. Die Fraktionssekretärin der SPD wird offiziell in den Ruhestand verabschiedet und feiert gleichzeitig dort ihren 65. Geburtstag. Die Arbeit im Rathaus, so sagt sie immer, habe sie jung gehalten, wenn ihr niemand glauben wollte, dass sie in diesem Jahr 65 Jahre alt wird. So einige Fraktionsvorsitzende hat sie kommen und gehen sehen, seit sie 1981 den Job übernommen hatte: Damals stand der spätere Landtagspräsident Horst Milde an der Spitze der SPD-Ratsfraktion. Es folgten Werner Rettig, Peter Jacobs, Gerd Knake und derzeit Rainer Zietlow. Auch so einige Oberbürgermeister sind ihr auf den Treppen des Rathauses

auf dem Weg nach oben und nach unten begegnet: Hans Fleischer, Heinrich Niewerth, Horst Milde, Dieter Holzapfel, Jürgen Poeschel, Dietmar Schütz und Gerd Schwandner. Berührungsängste zu den Männern mit Macht hatte sie nie. Über die Fraktionsvorsitzenden sagte sie einmal: „Jeder war anders, alle nett, ich musste mich immer wieder neu auf meine Chefs einstellen.“

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