Ich könnte Skandale aufdecken: die Grünen, die mit einer PS-starken CO
Tatsächlich kann ich schreiben, was ich will, ich werde auf nichts so häufig angesprochen wie auf meine Katzen-Kolumne. Ob Leser am Telefon am Ende eines Gesprächs, Offizielle am Rande von Presseterminen oder sogar wildfremde Menschen, denen ich bei privaten Radtouren begegne: Immer wieder wird sich nach Hases Befinden erkundigt.
Kratzt das an meinem journalistischen Selbstbewusstsein? Ist man nicht Redakteur geworden, um den Menschen die wichtigen Dinge in der Welt näherzubringen, und nicht, um seichte Geschichten ohne wirkliche Relevanz unters Volk zu bringen? Ja und nein. Natürlich habe ich diesen Beruf gewählt, weil ich es für sehr wichtig halte, dass Menschen gut informiert sind. Ganz nebenbei habe ich jedoch offensichtlich einen Weg gefunden, zumindest einen Teil von ihnen gleichermaßen gut zu unterhalten.
Die Katzen-Kolumne schreib ich, weil es mir Spaß macht. Und es motiviert mich ungemein, dass es vielen Menschen offenbar Freude bereitet, sie zu lesen. Es darf also auch ab und zu ein wenig tierisch seichte Unterhaltung sein. Schlechte Nachrichten, müssen wir schon häufig genug verkünden. Wie geht’s Hase? Keine Sorge, Sie werden es lesen.
