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NWZonline.de Oldennerd

“Can’t drive this“ – Oder vielleicht doch?!: Wer falsch baut, verliert!

07.04.2021

Oldenburg „Fahr deinen Monstertruck, während dein Freund die Strecke baut“, damit wirbt das Spiel „Can’t Drive This“. Das klingt nicht nur ungewöhnlich, sondern das ist es auch. Ein Spieler baut die Strecke mit vorgegebenen Teilen, die er sich nicht aussuchen, sondern nur drehen kann. Der andere Spieler muss der Strecke folgen. Der zusätzliche Clou: Wenn zu langsam gefahren wird, explodiert das Auto!

Gespielt werden kann lokal mit bis zu vier Spielern, online geht es zu zweit. Das Prinzip, sagt mir Benjamin Lochmann, der Gründer und CEO des Nürnberger Indie-Entwicklers Pixel Maniacs, ist während eines Game Jam im Jahr 2016 entstanden. Eigentlich hatten sie gar nicht vor, das Spiel wirklich zu produzieren, aber durch internationale Aufmerksamkeit haben sie sich quasi dazu „gezwungen“ gefühlt, fügt er lächelnd hinzu. Das war eine gute Idee, wenn man sich das fertige Produkt anschaut, denn: Wenn die Kernmechanik gut funktioniert, macht auch meistens das fertige Spiel eine Menge Spaß.

Da man um „Can’t Drive This“ zu spielen eine zweite Person braucht, musste ich mir natürlich erstmal jemanden für den Test suchen. Ein Anruf später hat sich ein guter Freund dazu bereiterklärt, mit mir eine Stunde zu zocken. Also Spiel angeschmissen, Online-Modus gestartet und siehe da, direkt im Spiel und los geht’s. Natürlich hätte man sich auch vorher alle Tutorials anschauen können, diese sind wirklich witzig und sehr selbstironisch gemacht, aber eigentlich will man ja direkt loslegen. Also mit Vollgas rein, und keine fünf Sekunden später war die Runde vorbei. Wenn der Partner nicht schnell genug baut, geht es halt direkt in den Abgrund.

Ein Kniff beim Bauen ist ganz klar die Geschwindigkeit. Wir haben nicht viel Zeit, unsere Strecke vorzubereiten, bevor der zweite Spieler aufs Gas drückt. Dazu können wir die Kamera nicht selbst bewegen, sondern sie ist immer im gleichen Abstand zum Fahrzeug. Das sorgt für Zusammenarbeit. Hinzu kommt, dass wir nicht nur Straßen bauen, sondern auch allerlei Hindernisse.

Verschiedene Spielmodi bringen Abwechslung

Im Modus „Yardage“ geht es darum, so viele Punkte wie möglich zu erreichen. Der Bauer sieht die Welt in bester Tetris-Manier von oben, während der Fahrer sein Fahrzeug von hinten sieht. Durch den geteilten Bildschirm haben beide die Möglichkeit zu sehen, was der andere gerade macht. Ob man allerdings die Zeit hat, auch nur kurz rüberzuschauen, liegt an einem selbst. Wer die Hindernisse gut durchfährt und zwischendurch ein paar Tricks macht, sammelt nicht nur extra Punkte, sondern schaltet auch neue Designs für den Wagen und die Streckenteile frei. Eine Runde dauert meistens nicht länger als zwei Minuten. Da es keine Ladezeiten gibt und man die Rollen einfach wechseln kann, entwickelt sich ein richtiger Sog. Eigentlich waren nur ein paar kleine Runden geplant – und schon ploppte der Erfolg für 100 gespielte Runden auf dem Bildschirm auf und es waren über zwei Stunden vergangen.

Natürlich gibt es nicht nur einen Modus. Bei „Game of Drones“ sind wir wieder zu zweit unterwegs, einer baut, einer fährt. Diesmal geht es aber nicht darum, eine ewig lange Strecke zu errichten, sondern sogenannte „Holos“ einzusammeln. Gleichzeitig bewirft eine Drohne den Fahrer mit EMP-Bomben.

Wer es schafft, vier Spieler vor den Bildschirm zu versammeln, kann auch eine Runde „Capture the Egg“ spielen. Der Name lässt es schon vermuten: Anstatt einer Flagge müssen wir ein Ei in unser Lager bringen. Wer zuerst zwei Eier ins Lager gebracht hat, gewinnt. Wer allein spielen möchte, dem bleibt der Modus „Lone Racer“. Hier können wir als Bauer oder Fahrer versuchen, zusammen mit der KI so weit wie möglich zu kommen. Dazu kommt ein Zeitlimit, welches wir durch das Aufsammeln von „Holos“ verlängern können.

Wen das Spielen mit Freunden nicht genug motiviert, der wird sich sicher über die Online-Rangliste freuen. Wie vorher erwähnt, lässt sich der Wagen durch das Freischalten von allerlei Kleinigkeiten auch äußerlich modifizieren. Muster, Farben, Front- und Heckspoiler mit lustigen Items und Hüten, damit lässt sich einiges machen.

Fazit zu „Can’t Drive This“

„Can’t Drive This“ ist das perfekte Spiel für einen schönen Abend mit Freunden, oder wenn man online einfach mal eine Runde Spaß haben möchte. Die kurzen Runden sorgen dafür, dass man immer noch einen weiteren Versuch machen möchte, um seine eigene Punktzahl zu knacken. Außerdem ist es ein Spiel, das zeigt, wie wichtig die Förderung von Spielen in Deutschland ist. Denn ohne das Geld von FilmFernsehFonds Bayern wäre das Projekt vielleicht nie entstanden.

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