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NWZonline.de Oldennerd

Hier geht’s bergab – in die absolute Glückseligkeit!

29.11.2019

Oldenburg In „Lonely Mountains Downhill“ ist der Name Programm. Auf unserem Bike fahren wir einsam und allein Berge hinunter. Das klingt nicht besonders spannend, ist es aber ohne Zweifel. Die beiden Entwickler, Jan Bubenik und Daniel Helbig aus Berlin, haben es geschafft, eines der besten Indiegames aller Zeiten zu basteln.

Schon 2017 wurde das Spiel auf der Gamescom vorgestellt und direkt zum „Best Indie Game of Gamescom“ gewählt. Die allgemeine Meinung nach der Präsentation: „The Mountain Biking Game I never knew I needed.“ (Das Mountainbike Spiel, von dem ich nicht gewusst habe, dass ich es unbedingt brauche!).

Die Grafik ist genauso simpel gehalten wie die eigentliche Mechanik. Zuerst wählen wir im Menü den Berg aus (einer von vier, die wir freischalten können), dann die Strecke. Nur noch unser Rad wählen – auch hier steht uns am Anfang nur eines zur Verfügung – dann geht es auch schon los. Mit einer Taste geben wir Gas, eine ist zum Bremsen, und wenn es mal schneller sein darf, können wir auch noch richtig in die Pedale treten. Dies kostet Ausdauer, die sich nach der Zeit wieder auffüllt.

Unsere erste Fahrt startet holprig. Trotz der einfachen Steuerung merken wir schnell: So einfach ist das ganze gar nicht. Schon die erste Kurve erfordert am Anfang etwas Übung. Dies ist aber egal, wir sind auf Erkundungstour den Berg hinab. Was direkt auffällt: keine Musik. Das ist auch gar nicht nötig, denn die schöne Geräuschkulisse mit Wind, Vögeln und allem, was ein Berg so zu bieten hat, genügt vollkommen. Musik würde uns nur stören, manchmal ist weniger einfach mehr.

Während wir vorsichtig und gemächlich versuchen, den Berg runterzukommen, stürzen wir so einige Male. Dafür sind aber Checkpoints auf der ganzen Strecke verteilt, an denen wir wieder anfangen können. Wenn wir es das erste Mal bis zum Fuß des Berges geschafft haben, findet direkt ein innerer Jubel und Freudenruf statt. Durch die einerseits hohe Schwierigkeit des Spiels und andererseits durch unseren Willen, die Strecke meistern zu wollen, baut sich eine Menge Freude auf, wenn wir unser Ziel erreichen. Das soll es aber nicht gewesen sein.

Nach dem Erkunden einer Strecke geht das Spiel erst richtig los! Jetzt entfaltet es sein volles Potenzial, schraubt den Frustfaktor hoch und belohnt uns damit noch mehr. Um weitere Strecken und Berge freizuschalten, müssen wir verschiedene Aufgaben erfüllen. Manchmal ist es einfach, dass wir unter einer bestimmten Anzahl von Stürzen bleiben müssen. Viel kniffliger wird es aber, wenn wir in einer festgelegten Zeit den Berg runterkommen müssen. Während wir uns am Anfang noch an den vorgezeichneten Weg gehalten haben, versuchen wir nun alles, um so schnell wie nur möglich das Camp zu erreichen. Das sorgt für Adrenalin im Blut, wie es die wenigsten Spiele schaffen. Wir experimentieren mit Sprüngen, schauen abseits der eigentlichen Strecke und verursachen einen Sturz nach dem nächsten, um wieder vom Checkpoint zu starten, weil wir wissen, es geht noch schneller.

Das absolut fantastische Design der einzelnen Strecken und Berge eröffnet uns Möglichkeiten, von denen wir am Anfang nicht zu träumen gewagt hätten. Während wir bei unserer ersten Fahrt noch über fünf Minuten gebraucht haben, sind wir plötzlich bei weniger als der Hälfte.

Geht nicht gibt es nicht ist die Devise! Am Ende präsentiert uns eine Rangliste, auf welchem Platz wir gelandet sind. Nicht nur für die gesamte Strecke, sondern für jeden Abschnitt zwischen den Checkpoints, und dazu noch mit der Anzahl der Stürze. Das ist unglaublich motivierend und schraubt unseren Ehrgeiz nur noch höher!

Fazit:

„Lonely Mountains Downhill“ schafft etwas, was die wenigsten Spiele auf diese Weise bewirken. Es spornt unseren Ehrgeiz an. Durch die minimalistische, aber trotzdem absolut wunderschöne und idyllische Optik lockt es uns zum Verweilen, Entdecken und Genießen. Es fällt eindeutig in die Kategorie: Leicht zu lernen, schwer zu meistern. Ohne die Förderung des „medienboard BerlinBrandenburg“ wäre dieses Projekt wahrscheinlich nie so entstanden, und uns würde eines der sicherlich besten Indie Games aller Zeiten fehlen. Dieses Spiel muss man einfach mal ausprobieren!

Tipp:

Das Spiel ist Teil des Microsoft Gamepass. Wer diesen besitzt, kann es kostenfrei auf Windows 10 und Xbox spielen. Eine Testversion des Gamepass ist teilweise für 1 Euro erhältlich.

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