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NWZonline.de Oldennerd

Mit der Machete durch die Butter

02.10.2019

Oldenburg Grandiose Animationen, ein überzeugendes Spielgefühl und die Lizenzen für NBA und WNBA auf der einen Seite – nervige Cutscenes, fehlende Erklärungen und das nervige Dauerthema Mikrotransaktionen auf der anderen: NBA2K hat seine Stärken auch im Jahre 2020 wieder ein bisschen verbessern, seine Schwächen aber weiterhin nicht ausgemerzt. Und so beißt man als Spieler mehr als einmal pro Session in den Controller, doch ausnahmsweise mal nicht aufgrund der eigenen Unfähigkeit.

Seit Jahren ist die Basketballsimulation von 2K Entertainment die Benchmark für – und das eigentlich einzig relevante Produkt in diesem Sportsegment. Ein gewisser anderer Sportspielgigant mischt zwar auch noch mit auf dem Markt ums orange Leder, wird hier aber regelmäßig abgehängt.

Zeig mir alles!

Der wohl wichtigste Grund: Das Gameplay. "NBA2K20" kommt wieder einmal wunderbar flüssig in den Bewegungen daher, die Animationen sind weiter verbessert worden und fügen sich nun noch organischer in den Spielfluss ein. Nur äußerst selten hängt der virtuelle Spieler den Nutzerbefehlen so weit hinterher, dass geplante Spielzüge zu einem reinen Glücksspiel verkommen. Stattdessen fühlt sich alles „echt“ an auf dem Platz, wenn man mit Giannis Antetokounmpo wie eine glühende Machete durch die butterweiche Zonenverteidigung hackt oder mit Kawhi Leonard dem Angreifer auf den Füßen steht. Dazu tragen natürlich auch in diesem Jahr wieder die komplett lizenzierte und aktualisierten Kader der besten Basketballliga der Welt bei, mitsamt originalgetreuer Trikots und Spieleraussehen. Erstmals darf man zudem mit den Damen aus der WNBA auf Korbjagd gehen.

Wo man es schon einmal hat, da möchte man es bei 2K auch gerne vorzeigen. Und das im aus der Serie schon bekannten Dauerfeuer. Die Präsentation der Spiele mit allem drum herum (Pregame-Show, Spielerinterviews, Halbzeitanalyse, Highlighttapes, präsenteirt in unzähligen Cutscenes) sieht zwar wieder wunderbar aus und Kenner der US-amerikanischen Sportübertragungen finden sicher viele Anknüpfpunkte. Doch irgendwann einmal ist es auch gut gewesen. Spätestens beim 5. Spiel, egal ob Karriere oder Einzelspiel, wünscht man sich als Spieler einen Extra-Button nur fürs schnelle Überspringen. Den gibt es natürlich nicht und so wird fleißig auf dem (im Falle der PS4) X rumgehackt, auf dass es nun endlich zum Tip-off oder aus der Halbzeit gehe.

Für alle die neu im 2K-Universum sind: Erwartet nicht, dass euch irgendwas erklärt wird. Ja, es gibt ein Tutorial, dass das Basketballspielen selbst in vielen Feinheiten und schönen Drills versteh- und spielbar macht. Doch gerade im Karrieremodus, dieses Mal übrigens üppig mit feinen Darstellern wie Idris Elba, Rosario Dawson und Thomas Middleditch besetzt, landet man mehrmals an Punkten, an denen man sich das Spiel eigentlich selbst erklären muss. Genauso geht es nach der Story weiter im Karrieremodus - etwa wenn man in seinem „Viertel“ landet, einer Zwischenstation zwischen den NBA-Spielen oder schon bei der Vergabe seiner Fähigkeitspunkte und Plaketten. Viel gibt es zu tun hier, Try and Error beherrschen aber die Entscheidungsfindung.

Halt den Mund und nimm mein Geld!

Und dann ist da noch das nervige Thema Mikrotransaktionen, die in den Karrieremodi wieder großen Raum einnehmen. Schließlich wird mit der VC, der „Virtual Currency“ so ziemlich alles erkauft, was den Spieler besser, schneller oder schöner macht. Und das virtuelle Geld kann zwar auch verdient, viel einfacher aber mit echten Moneten gekauft werden. Ausgegeben wird es dann wie schon erwähnt für Leistungssteigerungen, aber auch ganz schnöde für Schuhe vieler bekannter Marken, Proteinriegel oder Getränke. Ein wahres Product-Placement-Eldorado, welches natürlich auch genüsslich ausgeplündert wird. “Kauf dir mal einen neuen Anzug” und weitere schlaue Hinweise sollen schließlich dazu motivieren, die mühsam erspielte (oder einfach erkaufte) Knete schnellstmöglich wieder auf den Kopf zu hauen.

Am Ende steht der erfahrene Spieler wieder einmal vor der einen Frage, die es jedes Jahr für sich selbst zu beantworten gilt: Brauch ich das? Zahle ich knappe 50 Euro für das jedes Jahr sehr ähnliche Spiel mit aktualisierten Kadern und ein bisschen neuem Schickschnack drumherum? In diesem Jahr lohnt es sich tatsächlich, was nicht nur an der Addition der WNBA liegt, sondern an den im Vergleich zu seinen Vorgängern deutlich verbesserten und schöneren Animationen und dem besseren Gameplay. Damit dürfte es als Investition in Basketballspiele für die nächsten Jahre dann aber auch reichen.

Björn Buske Redakteur / Online-Redaktion
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