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NWZonline.de Oldennerd

Kriegen „Star-Wars“-Fans hier eine Gänsehaut?

03.12.2019

Oldenburg In „Star Wars: Jedi Fallen Order“ spielen wir Cal Kestis, einen Jedi-Padawan, der nach der „Order 66“ auf dem Planeten Bracca untergetaucht ist. Das Spiel ist zeitlich zwischen den „Star Wars“-Filmen III und IV angelegt. Seit der „Order 66“, in der allen Klonkriegern befohlen wurde, sämtliche Jedi auszulöschen, hat die „Erste Ordnung“ die Macht im Universum an sich gerissen. Auf Bracca verdienen wir uns unseren Lebensunterhalt damit, große Schlachtschiffe aus den Klonkriegen zu zerlegen, und versuchen dabei so unauffällig wie möglich zu sein. Doch während eines Unfalls sind wir gezwungen die Macht anzuwenden, um einem Freund und Kollegen das Leben zu retten.

Kurz danach tauchen auch schon die Truppen des Imperiums auf und zwingen uns dazu, unser Leben im Schattendasein aufzugeben. Mit Cere Junda, einer ehemaligen Jedi-Ritterin, und dem Piloten Greez Dritus machen wir uns auf die Reise, um den Jedi-Orden wieder aufzubauen.

In der Kürze liegt die Würze

Die Story dauert rund 15 bis 20 Stunden, dies mag für heutige Verhältnisse zwar sehr kurz sein, sorgt aber dafür, dass eine spannende Story ohne Lückenfüller erzählt werden kann. Zwar ist „Star Wars: Jedi Fallen Order“ wie ein Metroidvania aufgebaut, trotzdem verläuft es meistens ziemlich linear. Wir reisen von Planet zu Planet, springen, rutschen, schwingen und kämpfen uns durch die schlauchähnlichen Areale. Dabei erleben wir eine spannende und gut inszenierte Geschichte, die uns immer motiviert weiterzumachen.

Schön ist auch, dass selbst das Erlernen von neuen Fähigkeiten in kleinen Erinnerungen an unsere Ausbildung angeknüpft ist. So springen wir immer wieder in der Zeit zurück und erleben Teile unserer Kindheit erneut. Das zeigt, wie viel Wert auf den Aufbau der Geschichte gelegt wurde, und es lockert das Gameplay etwas auf. Hinzu kommen wirklich gelungene Zwischensequenzen, die uns immer wieder an die gute alte Trilogie erinnern. Dies ist sowieso etwas, dass „Star Wars: Jedi Fallen Order“ genau richtig macht. Es bietet uns von der Geschichte her etwas, das Fans der Saga schon immer an den Original-Teilen geliebt haben, gibt dem ganzen aber zusätzlich noch einen eigenen Anstrich.

Die Vorbilder heißen „Tomb Raider und Uncharted“

Während des Spielens entdeckt man sehr schnell, welche Vorbilder sich Respawn Entertainment genommen hat. Das Kampfsystem erinnert in vielen Zügen an die „From Software“ Spiele. Wir verlassen uns voll und ganz auf unser Lichtschwert. Blocken, Ausweichen und Parieren sind extrem wichtig, dazu der passende Gebrauch unserer Macht-Fähigkeiten.

Hier liegt auch eine deutliche Stärke des Spiels. Der Schwierigkeitsgrad sorgt nicht einfach dafür, dass unsere Feinde unendlich viele Leben haben, sondern schraubt vor allem an der Zeit, die wir haben, um genau diese drei Dinge zu tun. Dadurch fühlt sich unser Lichtschwert auch auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad sehr mächtig an, wenn wir es denn gut genug beherrschen, um zu überleben. Während wir im Schwierigkeitsgrad „Story-Modus“ ohne Probleme durch das Spiel durchrennen können, ist es auf „Jedi-Großmeister“ eine echte Herausforderung.

Die Schwierigkeitsgrade

Drei Variablen bestimmen den Schwierigkeitsgrad:

Paradefenster: Bestimmt, wie klein oder groß das Paradefenster für das Parieren ist.

Eingehender Schaden: Bestimmt, wie hoch euer eingesteckter Schaden pro Treffer ist.

Gegner-Aggression: Bestimmt, wie aggressiv die Feinde sind.

Die Passagen zwischen den Kämpfen wirken wie aus „Tomb Raider und Uncharted“. Leider ist die Steuerung nicht so gut umgesetzt wie in den Vorbildern was an einigen Stellen für Frust sorgen kann. Auch die Rätsel sind bei weitem nicht so komplex. Trotzdem wurde eine Hilfe eingebaut, die uns in dem Fall, dass wir überhaupt nicht mehr weiter wissen, nützliche Tipps geben soll. Diese Tipps sind allerdings nicht wirklich Hilfreich und nennt uns nur Dinge, die so offensichtlich sind, dass wir sie selber wissen.

Keine Mikrotransaktion

Um uns das Erkunden der Welten schmackhaft zu machen, wurden überall kleine Kisten und Erinnerungen versteckt. Die Erinnerungen erzählen uns in kurzen Texten Hintergründe zur Welt, tragen aber so gut wie nie zur Story bei. In den Kisten befinden sich kosmetische Items, um unser Lichtschwert anzupassen, neue Muster für unsere Kleidung und unseren Poncho, dazu Skins für unseren Droiden und unser Schiff.

Vorbildlich ist hier, dass vollkommen auf zusätzlich Mikrotransaktion verzichtet wurde und wir wirklich alles im Spiel selbst freischalten können. Wer allerdings 100 % freischalten möchte, gerät schnell an seine Frustgrenze. Die Planeten bieten zwar Abkürzungen, aber keine Schnellreisepunkte. Da wir bis kurz vor Ende warten müssen, um wirklich alle Fähigkeiten freizuschalten lohnt es sich erst zu diesem Zeitpunkt jeden Planeten einen erneuten Besuch abzustatten.

Dazu kommt, dass wir auf unserer Karte zwar angezeigt bekommen, was in einem Gebiet fehlt, aber nicht, wo es sich befindet. So kann beim Suchen schnell Frust aufkommen. Dazu sind die Passagen zwar beim ersten Mal spaßig, wenn man aber 30 Minuten nach einer einzigen Kiste sucht und dabei immer wieder die gleichen Wege abläuft, wird das schnell eintönig.

Der wahre Held ist ein kleiner Droide

Die Karte wird von unserem kleinen Droiden-Gefährten BD1 angezeigt. Dieser ist ganz klar der wahre Held der Geschichte. Unser kleiner Gefährte ist nicht nur extrem niedlich, sondern auch extrem nützlich. Mit ihm hacken wir Türen und Kisten, überbrücken per Seilwinde Schluchten, scannen Flora und Fauna, aber am allerwichtigsten: Er heilt uns. Auf Befehl wirft uns der kleine Kerl, der die meiste Zeit auf unserer Schulter sitzt, einen Stimpack zu. Schnell bauen wir eine echte Bindung zu dem Droiden auf, womit er uns richtig ans Herz wächst.

Etwas mehr Zeit für die Technik hätte dem Spiel allerdings gutgetan. Auf allen Plattformen, sowohl Konsolen wie auch dem PC, kommt es immer wieder mal zu Rucklern beim Nachladen der Gebiete. Sonst läuft es weitestgehend flüssig, zumindest auf dem PC. Auf den Konsolen, gerade auf der Xbox One und PS4, in der Standard Edition, kann es auch mal zu Einbrüchen bei der Framerate kommen. Trotzdem lässt sich das Spiel gut durchspielen. Auch mit einigen Bugs hat „Jedi Fallen Order“ zu kämpfen, diese werden aber hoffentlich mit Patches nach und nach beseitigt.

Fazit:

„Star Wars: Jedi Fallen Order“ ist sicherlich nicht das beste „Star Wars“-Spiel aller Zeiten, aber gerade für Fans der Saga ein echter Pflichtkauf. Die Planeten sind schön gestaltet, die Story gut geschrieben und gerade die Kämpfe überzeugen. Auch ohne die Lizenz wäre es immer noch ein solides und gutes Spiel. Es ist einfach schön in einem reinen Singleplayer-Spiel ohne Mikrotransaktion einzutauchen und dabei eine spannende und lohnende Geschichte zu erleben die in einem grandiosen Finale endet. Wir hoffen zumindest auf eine Fortsetzung und diese bitte nicht erst wieder in 10 Jahren.

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