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NWZonline.de Oldennerd

Die 10 besten Stephen-King-Verfilmungen

25.12.2017

Oldenburg Mancher Fan des Schriftstellers Stephen King rümpft pflichtschuldig die Nase, wenn von den Verfilmungen der Romane und Erzählungen die Rede ist (im Bild: Carrie, Foto: Imago). Der König der Gruselliteratur höchstselbst hätte einige von ihnen gern in der Luft zerrissen, etwa „Shining“ von Meisterregisseur Stanley Kubrick aus dem Jahr 1980. Wer weiß übrigens, dass Stephen King 1997 selbst einen anderen „Shining“-Film nach eigenem Drehbuch angestoßen hat, um die Verfehlungen des ersten auszubessern? Kaum jemand. Eben.

Gibt nicht immer seinen Segen: Stephen King in einer Nebenrolle in „Friedhof der Kuscheltiere“ (1989) Foto: Imago

Stephen-King-Verfilmungen sind längst ein ganz eigenes Genre geworden, das sich von seinem Namensgeber gelöst hat. Neben den King-Plots gehört inzwischen das Zeitkolorit der 1980er und 90er Jahre dazu. Die Fantasy-Serie „Stranger Things“ auf Netflix ist so erfolgreich, weil sie genau diese Nostalgie so virtuos bedient.

Stephen King im Porträt: Das Geheimnis seiner besten Horrorgeschichten: https://www.nwzonline.de/oldennerd/oldenburg-gruselautor-stephen-king-die-geheimnisse-seiner-besten-horrorgeschichten_a_50,4,3072343425.html

Aber zurück zu den Wurzeln. Welche Filme betören also jene Gruselfans, die in den 1990ern aufgewachsen sind und für die wirklich harte Genrekost zu jung waren? Sprechen wir nicht über Ausschuss- und Dutzendware wie „Tommyknockers“, sondern nur über die 10 besten Filme nach Vorlagen von Stephen King.

10. Dead Zone (1983)

Einen kleinen, aber feinen Mysterythriller hat Ausnahmeregisseur David Cronenberg (Scanners, Die Fliege, The History of Violence) aus dem frühen Roman des King’schen Castle-Rock-Zyklus gemacht. Sein großer Trumpf: Hauptdarsteller Christopher Walken, der den hellseherisch begabten Lehrer absolut glaubwürdig spielt. „Dead Zone“ steht heute ein wenig im Schatten anderer Cronenberg-Werke und King-Verfilmungen. Doch ein Wiedersehen lohnt sich!

9. Shining (1980)

Der Ausreißer unter den Stephen-King-Verfilmungen: Ohne die Geschichte eines Familienvaters, der in einem verlassenen Hotel zum Monster wird, wäre diese Liste nicht komplett. Allein schon, weil der irre grienende Jack Nicholson mit der Axt in der Hand zu einer Ikone des Kinos geworden ist. Durch das Zusammenspiel von krassen Kameraperspektiven, abstraktem Sound und der furiosen Leistung Jack Nicholsons entsteht eine ganz eigene Welt der Paranoia, die mit der dunklen Heimeligkeit des King-Universums nichts mehr gemein hat. Stephen King ging auf die Barrikaden, und auch wenn man „Shining“ viele Schwächen in den Details nachweisen kann, ist das Werk bis heute ein einzigartiger Horrorfilm.

8. Katzenauge (1985)

Hier sind wir mitten im filmischen King-Universum der 1980er. „Katzenauge“ ist ein Episodenfilm, für den Stephen King selbst das Drehbuch schrieb. Der Film ist solide inszeniert und gut besetzt, im ersten Teil etwa versucht James Woods, mit Hilfe einer zwielichtigen Agentur vom Glimmstengel loszukommen. In der letzten Episode spielt die kleine Drew Barrymore ein Mädchen, das von einem Kobold bedroht wird. Die Geschichten sind eher skurril, höchstens ein wenig unheimlich, aber nie wirklich erschreckend. Also genau das, was den Charme vieler alter King-Verfilmungen ausmacht.

7. Carrie (1976)

Für Kinder und (jüngere) Jugenliche ist dieser furchterregende Film nichts. Brian de Palma, einer der großen Stilisten des New Hollywood, lässt den Horror einer unterdrückten Teenagerseele kunstvoll zu einer blutigen Rachetragödie eskalieren. Sissy Spacek spielt die junge Carrie gleichsam verletzlich und dämonisch, John Travolta gibt den Schulhof-Casanova. Wer wissen möchte, wie stark der alte Film ist, sollte sich zum Vergleich die hoffnungslos unterlegene Neuverfilmung aus dem Jahr 2013 ansehen. Wie „Shining“ ist „Carrie“ längst zu einem ganz eigenständigen Klassiker des Kinos geworden.

6. Friedhof der Kuscheltiere (1989)

Echter Horror und liebenswerter Trash ergänzen sich in dieser Verfilmung zu guter Gruselunterhaltung. Stephen King griff fürs Drehbuch selbst zum Stift, Regisseurin Mary Lambert schreckt nicht vor krassen Szenen zurück. Dass die Glaubwürdigkeit der Geschichte über eine Familie, die ihre geliebten Toten in der Erde eines verfluchten Indianerfriedhofs wiederbeleben will, unter den Effekten und den etwas hölzernen Darstellern leidet, ist leicht zu verschmerzen. „Friedhof der Kuscheltiere“ ist ein guilty pleasure unter den King-Verfilmungen.

5. Die Verurteilten (1994)

Ein Feelgood-Movie über ein Gefängnis? Ja, das geht! Tim Robbins und Morgan Freeman spielen die ungleichen Freunde hinter Gittern so harmonisch, dass wir gern mit ihnen über den staubigen Gefängnishof schlendern. Zumal das ganze von Regisseur Frank Darabont makellos inszeniert ist. Es soll tatsächlich Listen geben, in denen „The Shawshank Redemption“ (Originaltitel) als einer der besten Filme überhaupt gehandelt wird. Dafür sind mir Gut und Böse zu klar verteilt und die Botschaft („Nie die Hoffnung aufgeben!“) zu einfach gestrickt. Aber exzellente Unterhaltung bietet der Film allemal.

4. Stephen Kings Stark (1993)

Sie könnten ein Traumgespann des Horrors sein: George A. Romero, legendärer Regisseur des Zombie-Klassikers „Die Nacht der lebenden Toten“ (1968) genießt die Hochachtung Stephen Kings. Aus Kings Roman „The Dark Half“ hat Romero einen furchterregenden, suggestiven Thriller gedreht. Hauptdarsteller Timothy Hutton spielt darin mit großer Sensibilität einen Autor, der von seinem bösen Zwilling gepeinigt wird. Vielleicht ist „Stephen Kings Stark“ die goldene Mitte der King-Verfilmungen. Nur eine Frage bleibt offen: Warum zum Henker haben King und Romero nicht öfter zusammen gearbeitet?

3. Es (1990)

Der Megaerfolg der diesjährigen Es-Verfilumg ist ohne den alten Fernsehfilm aus dem Jahr 1990 gar nicht zu verstehen. „Frank N. Furter“ Tim Curry schlüpfte ins Clownskostüm und grimassierte nicht nur die Kinder auf dem Bildschirm um den Schlaf. Mindestens genauso wichtig wie der Horrorclown ist übrigens die melodramatische Zeichnung einer Kinderclique, die als „Club der Verlierer“ fest zusammenhält. Auch wenn das große Finale tricktechnisch heute eher albern wirkt, funktioniert der alte „Es“-Film immer noch. Den neuen – behaupte ich – schlägt er knapp nach Punkten. Passt auf, sonst werdet ihr alle fliegen!

2. Christine (1983)

Kein Klassiker, aber ein Film mit Klasse: Gruselmechanikermeister John Carpenter lässt den 58er Plymouth Fury zur motorisierten Geliebten eines Highschool-Außenseiters werden. Zusammen machen sie Jagd auf jeden, der sich ihrem Glück in den Weg stellt. Wunderbar oldschool ist heute die Tricktechnik, mit der das rote Traumauto zer- und entbeult wird. Und auch wenn man damit heute keinen Transformer mehr hinter dem Ofen hervorlockt, hat „Christine“ immer noch etwas, das allen dümmlichen Pixelriesen völlig abgeht: Stil.

1. Stand by me (1986)

Fans steigen Tränen der Rührung in die Augen, wenn sie an diesen Film über vier beste Freunde Ende der 1950er denken. Als Basis dient die King-Erzählung „The Body“, die 1982 den Castle-Rock-Zyklus eröffnete. Fantastisch besetzt, sensibel inszeniert und mit unschlagbarem Soundtrack der Doo-Wop-Ära versehen, ist „Stand by me“ Sehnsuchtsstück und bitterer Abgesang zugleich. Eine Tragödie, die ganz weit weg zu sein scheint, aber doch vielen sehr nahe geht. Ohne „Stand by me“ gäbe es heute kein „Stranger Things“ auf Netflix. Und so sympathisch die neue Serie auch ist: „Stand by me“ bleibt das unvergleichliche Original.

Timo Ebbers Ltg. / Online-Redaktion
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