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NWZonline.de Oldennerd

Nicht nur für die ganze Familie

19.12.2017

Oldenburg Manche lieben sie, manche hassen sie – jeder kennt die Filme, die bevorzugt über die Weihnachtszeit ausgestrahlt werden. Jahr für Jahr flimmern sie über die Mattscheiben in den Wohnzimmern und erinnern uns daran, dass die Zeit für Glühwein, selbst gebackene Kekse und leuchtende Kerzen angebrochen ist.

Damit ihr keinen eurer Lieblingsstreifen verpasst, haben wir uns Gedanken gemacht, welche Filme zu Weihnachten einfach dazugehören und herausgefunden, wann und wo man 13 von ihnen sehen kann. Nachdem Sarah ihr liebsten Filme für die ganze Familie vorgestellt hat, gibt es nun eine Fortsetzung. Und Achtung: Nicht jeder dieser Streifen ist familientauglich!

Der kleine Lord (1980)

Der kleine Lord gehört zu den Klassikern, die jedes Jahr während der Vorweihnachtszeit im Fernsehen laufen. Grund dafür ist in erster Linie die rührende Art, mit der der junge Cedric das Herz seines griesgrämigen Großvaters erweicht.

Im Jahr 1872 kommt der achtjährige Cedric Errol (Ricky Schroder), Enkel des Earls von Dorincourt, auf dessen Bitten von New York nach England, um als rechtmäßiger Erbe des Earls erzogen zu werden. Der alte Earl, gespielt von Sir Alec Guiness, ist ein geiziger, kaltherziger Mann, der für seine Mitmenschen nicht viel übrig hat und auch keinen Kontakt zu Cedrics Mutter wünscht. Einzig sein Enkel Cedric, der fortan den Titel „Lord Fauntleroy“ trägt, schafft es, den alten Mann emotional zu erwärmen. Der blüht mit der Zeit regelrecht auf und beginnt, sich für die Menschen auf seinem Land einzusetzen.

Angst kommt auf, als eine Schauspielerin auftaucht und behauptet, ihr Sohn sei der rechtmäßige Erbe des Earls. In dieser scheinbar ausweglosen Situation kommt Hilfe aus Cedrics alter Heimat New York, in der der Junge immer noch Freunde hat. Der Zuschauer schließt dabei den großherzigen Cedric immer mehr ins Herz. Ohne zu wissen, dass der alte Earl ein echtes Scheusal ist, unterstellt er dem Aristokraten immer wieder, ein großzügiger und warmherziger Mensch zu sein – und der Earl nimmt diese Rolle tatsächlich nach und nach an.

Sendetermine:

Freitag, 22. Dezember, 20.15 Uhr, ARD

Samstag, 23. Dezember, 12.05 Uhr, ARD

Streaming:

Auf Amazon Video kann man den Film ab 3,99 Euro ansehen, Maxdome und iTunes haben ihn für 11.99 Euro im Angebot.

Tatsächlich...Liebe (2003)

Wie lässt sich ein Film zusammenfassen, der eine lange Liste großartiger Schauspieler mit einer Vielzahl lustiger und rührender Geschichten verbindet? Eine Inhaltsangabe über diesen Weihnachtsfilm zu schreiben, die nicht viel zu lang und unglaublich verwirrend ist, scheint fast unmöglich. Aber wir versuchen es: In neun Geschichten geht es um Menschen und die Liebe. Da ist zum Beispiel der britische Premierminister (Hugh Grant), der sich in die Hausangestellte Natalie (Martine McCutcheon) verliebt. Es gibt lauter Missverständnisse und am Ende… naja, wir wollen ja nichts vorwegnehmen. Dann sind da noch der verwitwete Stiefvater Daniel (Liam Neeson) und sein Sohn Sam (ein 13 Jahre alter Thomas Sangster, den viele als Jojen Reed aus Game of Thrones kennen). Der ist verliebt und will seine Herzensdame mit seinen bis dahin noch nicht vorhandenen Schlagzeugkünsten beeindrucken. In verschiedenen Konstellationen entfalten sich in diesem Film viele kleine Geschichten. Nach und nach zeigt sich, dass die Menschen enger miteinander verwoben sind, als es auf den ersten Blick scheint.

Wer britische Schauspielerinnen und Schauspieler mag, sollte den Film allein aufgrund des Staraufgebots anschauen. Mit dabei sind Bill Nighy, Keira Knightley, Colin Firth, Emma Thompson, Alan Rickman und Martin Freeman. Aufgrund des Titels und des Themas wirkt „Tatsächlich… Liebe“ auf den ersten Blick wie ein schnulziger Frauenfilm – aber ganz so kitschig ist er nicht. Er hat schöne Momente, er hat witzige Momente und er sprüht vor britischem Charme. All jene, die Standard-Romantikschmonzetten nicht mögen, sollten dem Film eine Chance geben, denn „Tatsächlich… Liebe“ umkurvt das Schmalzig-Kitschige sehr gut.

Sendetermin:

Dienstag, 26. Dezember, 20.15 Uhr, RTL II.

Streaming:

Der Film steht bei Amazon Prime im Abo zur Verfügung, bei Maxdome, GooglePlay oder Sky kann man ihn ab 2,99 Euro schauen, bei iTunes ab 3,99 Euro.

Gremlins – Kleine Monster (1984)

Die Horrorkomödie Gremlins um den kleinen Gizmo hat absoluten Kultstatus erreicht. Auch wenn die kleinen Gizmo-Plüschfiguren, die man früher an vielen Autoscheiben gesehen hat, fast gänzlich aus dem Alltag verschwunden sind, die Fans sind es nicht. Das liegt vor allem anderen an dem bezaubernden Gizmo, den man von Beginn des Films an ins Herz schließt. Und auch wenn die weniger süßen Gremlins extrem böse sind, macht es doch riesigen Spaß, ihnen auf ihrem Weg der Zerstörung zuzuschauen. Im Jahr 1990 kam mit „Gremlins 2 – Die Rückkehr der kleinen Monster“ sogar eine Fortsetzung in die Kinos.

Billy Peltzer (Zach Galligan) erhält von seinem Vater den Mogwai Gizmo, ein niedliches Tier mit spitzen Ohren, das singen kann. Der chinesische Verkäufer gibt Billys Vater drei Pflegehinweise für Gizmo mit auf den Weg, die es unbedingt einzuhalten gilt. Ein Mogwai darf nicht dem Sonnenlicht ausgesetzt werden, nicht nass und nicht nach Mitternacht gefüttert werden.

Schon nach kurzer Zeit wird Gizmo nass und vermehrt sich rapide. Die neuen Mogwais sind jedoch alles andere als nett. Als Billy die Mogwais dann auch noch nach Mitternacht füttert, verpuppen diese sich und werden zu aggressiven Gremlins, die bekämpft werden müssen.

Sendetermin:

Der Film wird im öffentlichen Fernsehen aktuell nicht ausgestrahlt.

Streaming:

Über Amazon Video und iTunes kann man Gremlins für 3,99 Euro sehen. Bei Maxdome gibt es den Film schon ab 2,99 Euro.

Stirb langsam (1988)

Stirb langsam ist der Weihnachtsfilm schlechthin. Zumindest für diejenigen, die genug von den schnulzigen Familienweihnachtsfilmen haben. Der Film macht einfach Spaß. Er gehört für manche Familien zu Weihnachten, wie der kleine Lord für viele andere. Und das aus gutem Grund, denn der Film hat alles: Action, Gewalt und Alan Rickman – was will der geneigte Filmzuschauer mehr, der Aschenbrödel NICHT NOCH EIN MAL SCHAUEN KANN VERDAMMTE AXT? Abgesehen davon – „Stirb langsam“ spielt immerhin an Weihnachten und es gibt (VORSICHT SPOILER!) auch ein schnulziges Happy End. In your face, Aschenbrödel! Und natürlich nicht zu vergessen: Yippie-ya-yay, Schweinebacke.

John McClane (Bruce Willis) ist Polizist in New York City. Zur Weihnachtsfeier der Firma seiner Frau, die an Heiligabend stattfindet, kommt er nach Los Angeles. Die Gunst der weihnachtsfeierlichen Stunde nutzt eine Gruppe von Terroristen, die unter Führung des deutschen Kriminellen Hans Gruber das Gebäude stürmt und Geiseln nimmt (In der deutschen Version heißt der Bösewicht Jack Gruber und ist kein Deutscher). John McClane ist der einzige, der sich vor ihnen verstecken kann. Wie es sich für einen Actionfilm aus den 80ern gehört, schaltet Bruce Willis die Bösen nach und nach aus. Und am Schluss gibt es sogar noch eine überraschende Wendung.

Sendetermin:

Im öffentlichen Fernsehen wird der Film aktuell nicht ausgestrahlt.

Streaming:

Bei Amazon Video, Maxdome und GooglePlay gibt es den Film ab 2,99 Euro, bei iTunes ab 3,99 Euro.

Die Feuerzangenbowle (1944)

„Dieser Film ist ein Loblied auf die Schule, aber es ist möglich, daß die Schule es nicht merkt.“ (Vorangestelltes Zitat vor dem eigentlichen Film)

Wer alte Filme mag, wird die Feuerzangenbowle lieben: Es heißt Pennäler statt Schüler, und Szenen, in denen Menschen die Treppe hinuntereilen, werden mit passend trippelnder Musik untermalt. Der Film ist von 1944, in Schwarzweiß und Heinz Rühmann spielt die Hauptrolle. Und wer meint, sich alten Filmen nicht erwärmen zu können, sollte es trotzdem probieren. Denn der Film hat eine Menge Witz und ist wunderbar anzusehen. Da setzt sich ein zwar junger, aber doch erwachsener Mann, einfach so in eine Klasse und stellt die tollsten Dinge an – ohne, dass jemand misstrauisch wird.

Vier Herren sitzen in lustiger Runde zusammen und teilen die namensgebende Feuerzangenbowle sowie Geschichten aus der Schulzeit. Der junge Schriftsteller Dr. Johannes Pfeiffer kann dazu nichts beitragen, denn er hatte einen Hauslehrer. Je später der Abend wird und je mehr sich die Feuerzangenbowle leert, desto mehr reift der Gedanke, dass der Schriftsteller doch einmal die Schulbank drücken müsste. Also kommt der Bart ab, die Brille auf und der Oberprimaner Hans Pfeiffer (mit drei F) drückt erneut oder viel mehr zum ersten Mal die Schulbank. Er mausert sich zum Klassenliebling und Lehrerärger und bandelt mit einer 17-jährigen Schülerin der benachbarten Mädchenschule an.

Sendetermin:

Sonntag, 24. Dezember, 20.15 Uhr, ARD sowie um 22.30 Uhr auf One.

Streaming:

Bei iTunes kann man den Film ab 7,99 Euro kaufen.

Bad Santa (2003)

Der Ganove Willie (Billy Bob Thornton) ist alles andere als ein perfekter Weihnachtsmann. Er ist unpünktlich, säuft und flucht permanent. In seinem Job als Kaufhaus-Weihnachtsmann pöbelt er die Kinder an und bedient sich seit Jahren an den Weihnachtseinnahmen. Unterstützung erhält er von seinem kleinwüchsigen Partner Marcus (Tony Cox).

Als er den Jungen Thurman Merman (Brett Kelly) kennenlernt, ändert sich Willies Leben zum Besseren – doch ein Kaufhausdetektiv findet heraus, dass Willie und Marcus seit Jahren Geld von ihrem Arbeitgeber stehlen. Als er die beiden Ganoven erpresst, tötet Marcus ihn und will auch Willie aus dem Weg räumen.

Willie ist der etwas andere Weihnachtsmann. Zu sehen, wie er Kinder und deren Eltern im rot-weißen Kostüm mit Rauschebart anpöbelt und veralbert, ist eine erfrischende Abwechslung zum typisch braven Weihnachtsfilm. So antwortet er zum Beispiel auf die Frage, warum sein Bart nicht echt ist, dass er sich eine fiese Krankheit bei der Schwester von Mrs. Weihnachtsmann eingefangen und deshalb seine Haare verloren hat. Der Film hat neben den humorvollen auch bezaubernde Momente, wie den Wandel vom versoffenen Kotzbrocken zum geläuterten Mann, den Willie mit Hilfe des Jungen Thurman Merman vollzieht. Eine Fortsetzung findet die Geschichte im 2016 erschienenen Film „Bad Santa 2“.

Sendetermin:

Der Film wird im öffentlichen Fernsehen aktuell nicht ausgestrahlt.

Streaming:

Über Amazon Video, Maxdome und iTunes kann man „Bad Santa“ ab 2,99 Euro ansehen.

Nightmare Before Christmas (1993)

„Nightmare Before Christmas“ basiert auf einer Geschichte von Tim Burton. Der Film ist für Kinder geeignet, bereitet aber auch Erwachsenen Freude, denn: Er ist einfach schön anzusehen. Die Welten sind liebevoll gestaltet, ebenso wie die anderen Geschöpfe.

Der Kürbiskönig Jack Skellington ist das Vorbild der Bewohner von Halloweentown, die alljährlich auf die Erde kommen, um Halloween immer gruseliger zu machen. Doch Jack Skellington wird der immer gleichen Traditionen müde und verfällt in eine Existenzkrise. Bei einem Spaziergang durch den Wald entdeckt er die Weihnachtsstadt und verliebt er sich in die Fröhlichkeit des Festes. Er überredet die Einwohner Halloweentowns, das diesjährige Weihnachtsfest zu organisieren. Dann lässt er den Weihnachtsmann entführen und vertritt ihn auf der Erde. Allein Sally, ein zusammengenähtes und in Jack verliebtes Wesen, erkennt von vornherein, dass das nicht richtig ist.

Die Aussage ist eher flach, lässt sich grob mit „Schuster, bleib bei deinen Leisten“ zusammenfassen und ist fast etwas demotivierend. Der Mensch möchte sich doch weiterentwickeln, wachsen und Neues ausprobieren. Für einen Kinderfilm die Aussage zu treffen, dass man bei dem bleiben soll, was man kann, finden wir etwas schwierig. Aber wer darüber hinwegsehen kann – und das mit eventuell mitguckenden Kindern bei Bedarf bespricht – hat einen wunderschön anzuschauenden, kurzweiligen Film mit großartiger Musik für einen gemütlichen Adventssonntag.

Sendetermin:

Der Film wird im öffentlichen Fernsehen aktuell nicht ausgestrahlt.

Streaming:

„Nightmare Before Christmas” läuft auf Netflix. Bei Amazon, Maxdome, oder iTunes kann man den Film ab 2,99 Euro anschauen.

Das Wunder von Manhattan (1947)

Das Wunder von Manhattan von 1947 ist ein echter Weihnachtsklassiker. Gibt es den Weihnachtsmann wirklich und wenn ja, läuft er da tatsächlich gerade einfach durch die Straßen von New York? Darum geht es in dem Film, der nach furchtbar kitschiger Weihnachtsschmonzette klingt. Doch „Das Wunder von Manhattan“ ist einfach zauberhaft, dabei auch noch witzig und manchmal etwas rührend. Sein Alter tut dem Film da keinen Abbruch.

Kris Kringle arbeitet im Kaufhaus Macy’s als Weihnachtsmann. Das altkluge Mädchen Susan glaubt nicht an den geschenkebringenden Mann im rot-weißen Mantel, doch als sie Kris Kringle kennenlernt, ändert sich das. Und nicht nur das – sie ist fest davon überzeugt, dass Kringle der echte Weihnachtsmann ist. Ihre Mutter Doris, die eine hohe Position bei Macy’s hat, heißt das nicht gut und will ihn feuern. Die Geschäftsleitung verhindert das, lässt Kringle aber in eine Psychiatrie einweisen. Dort muss er jedoch nicht lange bleiben und beschließt, die zynische Doris und ihre ebenso zynische Tochter Susan dazu zu bringen, an Weihnachten und den Weihnachtsmann zu glauben. Schlussendlich kommt er vor Gericht, wo es am Ende tatsächlich um die Frage geht, ob er der echte Weihnachtsmann ist.

1994 kam eine Neuverfilmung von „Das Wunder von Manhattan“ in die Kinos. Richard Attenborough spielt darin den Kris Kringle.

Sendetermine:

Samstag, 23. Dezember, 15.45 Uhr, RTL

Sonntag, 24. Dezember, 11.10 Uhr, RTL

Streaming:

Auf Netflix kann man beide Versionen des Films schauen, auf Amazon und iTunes können beide Filme als Video-on-Demand ab 2,99 Euro bezogen werden. Die Version von 1994 gibt es auch noch bei Maxdome und GooglePlay, ebenfalls ab 2,99 Euro.

Terry Pratchett’s Hogfather (2006)

Hogfather ist ein Zweiteiler und basiert auf dem Buch „Schweinsgalopp“ von Terry Pratchett, das im Scheibenwelt-Universum spielt. Der Autor verarbeitet in der Reihe viele Themen des Lebens und parodiert dabei auch Fantasy und Science Fiction. Hogfather ist ein typisch britischer Fantasyfilm. Er ist aber nicht zu abgedreht und morbide, sodass auch diejenigen ihre Freude daran haben, die nur ein gewisses Maß an Realitätsferne verkraften.

Im Film ist der Schneevater, das Scheibenwelt-Äquivalent zum Weihnachtsmann, in höchster Gefahr. Es ist Hogswatchnight, eine Mischung aus Weihnachten, wie wir es kennen, und Silvester. Die Kinder sind in freudiger Erwartung ob der anstehenden Geschenke. Doch die Revisoren wollen den Schneevater loswerden und engagieren dafür die Gilde der Assassinen. Nach einem Anschlag ist der Schneevater zwar nicht tot, aber geschwächt und kann nicht die Geschenke ausliefern. Der Tod bekommt mit, dass etwas nicht in Ordnung ist und übernimmt die Aufgaben des Schneevaters. Denn wenn die Menschen ihren Glauben verlieren, wird die Sonne am Neujahrsmorgen nicht aufgehen. Susan, die Enkelin des Todes, möchte mit ihrem Großvater nichts mehr zu tun haben und ein normales Leben führen. Als sie aber ihn statt des Schneevaters in der Hogswatchnight sieht, will sie herausfinden, was passiert ist und macht sich auf die Suche nach dem Schneevater.

Der Tod ist hier nicht „der Böse“, sondern einfach eine Gestalt, die die Verstorbenen nach ihrem Tod in Empfang nimmt. Für einen Fernsehfilm sind die Spezialeffekte sehr gut und liebevoll gemacht. Wer kein Fantasy-Fan ist, kann sich Hogfather trotzdem anschauen. Denn auch wenn es Hogswatch statt Weihnachten heißt, ist es trotz allem ein spannend-schöner Film, in dem das Fest der Liebe und des Teilens in Gefahr ist.

Sendetermin:

Dienstag, 19. Dezember, 20.15 Uhr, Tele 5 (beide Teile)

Streaming:

Auf Amazon Video können beide Teile ab 2,99 Euro angeschaut werden.

Sissi (1955 bis 1957)

Die Sissi-Reihe ist der Feiertagsklassiker überhaupt. Egal ob an Weihnachten, Ostern oder irgendeinem Termin dazwischen – die Zuschauer schalten bei Sissi immer wieder ein, denn Romy Schneider versteht es perfekt, die junge Monarchin in ihrer unbeschwerten Art zu spielen. Zusammen mit Karlheinz Böhm als Kaiser Franz Joseph galten die beiden unter Royalisten lange vor William und Kate als das Traumpaar schlechthin. In der Bearbeitung des historischen Stoffes werden die eigentlich schwerwiegenden Probleme und Konflikte am kaiserlichen Hof locker inszeniert, so dass es am Ende immer eine Lösung gibt und der Zuschauer sich gut unterhalten fühlt. Dabei wird eine Welt erschaffen, in der man sich regelrecht wünscht, ebenfalls eine Prinzessin in der guten alten Zeit zu sein.

In insgesamt drei Teilen wird das Leben der österreichischen Kaiserin Elisabeth, genannt „Sissi“, erzählt. In ihrem Elternhaus am Starnberger See verlebt sie eine unbeschwerte Kindheit. Bereits im Alter von 16 Jahren heiratet Sissi den österreichischen Kaiser Franz Joseph und lebt von da an am kaiserlichen Hof in Wien.

Die junge Frau tut sich schwer mit der höfischen Etikette und gerät immer wieder mit ihrer autoritären Schwiegermutter aneinander, die Sissi sogar ihre neugeborene Tochter vorenthält. Auch die politische Lage im Königreich Ungarn machen dem Kaiserpaar zu schaffen. Als Sissi schließlich schwer erkrankt, macht man sich am Hofe große Sorgen um die Kaiserin, die vom Volk so sehr geliebt wird.

Sendetermine:

Sissi: Sonntag, 24. Dezember, 13.30 Uhr, ARD

Sissi – Die junge Kaiserin: Montag, 26. Dezember, 15.55 Uhr, ARD

Sissi – Schicksalsjahre einer Kaiserin: Montag, 26. Dezember, 17.35 Uhr, ARD

Streaming:

Alle drei Teile gibt es ab 7,99 Euro bei iTunes.

Reindeer Games – Wild Christmas (2000)

Der Film besticht vor allem durch seine unerwarteten Wendungen. Autoknacker Rudy Duncan, gespielt von Ben Affleck, gibt sich nach seiner Entlassung kurz vor Weihnachten aus dem Gefängnis für seinen toten Zellengenossen aus, um dessen Brieffreundin Ashley (Charlize Theron) abzuschleppen. Während eines Wochenendes in einer Blockhütte wird Duncan von Ashleys Bruder Gabriel und dessen Gang überrascht, die ihn für seinen Zellengenossen halten. Weil der vor seiner Haft in einem Kasino gearbeitet hat, wollen sie an dessen Insiderwissen, um die Spielbank auszurauben.

Bevor der Überfall am Weihnachtsabend jedoch über die Bühne geht, findet Duncan heraus, dass Ashley mit falschen Karten gespielt hat. Sie ist in Wirklichkeit nicht die Schwester von Gabriel, sondern Mitglied der Verbrecherbande.

Obwohl Autoknacker Duncan eigentlich nur nach Hause will, um mit seiner Familie Weihnachten zu feiern, lässt er sich auf ein erotisches Abenteuer ein. Das entwickelt sich jedoch ziemlich schnell zu einem gefährlichen Raubüberfall, bei dem es für Duncan um Leben und Tod geht. Der Thriller nimmt schnell an Spannung auf. Geboten wird unter anderem eine unerwartete Entführung, ein Fluchtversuch über einen zugefrorenen See und der actionlastige Kasino-Überfall, bei dem längst nicht alles nach Plan läuft.

Sendetermin:

Der Film wird im öffentlichen Fernsehen aktuell nicht ausgestrahlt.

Streaming:

Amazon-Prime Kunden können den Film über die Video-Plattform des Online-Versandhandels abrufen.

Edward mit den Scherenhänden (1990)

Edward mit den Scherenhänden ist eine traurig-schöne Geschichte nach dem Schema: „Ungeheuer“ und Schönheit verlieben sich ineinander. Die Kosmetikberaterin Peg Bogg (Dianne Wiest) trifft bei einer Verkaufstour den künstlich erschaffenen Menschen Edward (Johnny Depp), der statt normaler Hände Scheren hat und allein in einem dunklen Schloss lebt. Sie nimmt den jungen Mann bei sich auf, der auf großes Interesse bei den Nachbarn stößt. Besondere Beliebtheit erlangt Edward, weil er die Fähigkeit besitzt, mit seinen Scherenhänden Hecken und Büsche zu gestalten. Später frisiert er auch Hunde und Menschen.

Weil Edward sich in Pegs Tochter Kim (Winona Ryder) verliebt, zieht er den Zorn von ihrem Freund Jim auf sich. Der stellt Edward eine Falle und sorgt so für dessen Verhaftung. Von da an stellt sich die Bevölkerung gegen Edward und die Familie Bogg. Besonders Jim hasst Edward immer mehr, weil seine Beziehung zu Kim in die Brüche gegangen ist. Jim und Edward geraten daraufhin immer wieder aneinander. Schließlich kommt es in dem Schloss, in dem Edward erschaffen wurde, zum Kampf auf Leben und Tod.

Der Film bedient viele Klischees. So hat die schöne Kim im muskulösen Jim ein richtiges Arschloch zum Freund, der sich als das eigentliche Ungeheuer im Film entpuppt. Edward, der blasse Goth mit den furchteinflößenden Scherenhänden dagegen ist ein warmherziges, verletzliches Wesen. Tragisch an der Geschichte ist, dass Edward, obwohl er sich aufrichtig verhält, verraten und von der Gesellschaft geächtet wird.

Sendetermin:

Der Film wird im öffentlichen Fernsehen aktuell nicht ausgestrahlt.

Streaming:

Auf Amazon Video und Maxdome kann man „Edward mit den Scherenhänden“ ab 2,99 Euro ansehen, bei iTunes ab 3,99 Euro.

Krampus (2015)

Wer oder was ist Krampus? Für Kinder in südosteuropäischen Ländern ist er der Schrecken, der den Nikolaus begleitet und eine gewisse Ähnlichkeit mit manchen Teufelsdarstellungen hat. 2015 wurde Krampus dann zur Hauptfigur in der gleichnamigen Hollywood-Horrorkomödie, die mit einer Standardweihnachtsthematik daherkommt: Zwei blutsverwandte Familien ohne weitere Gemeinsamkeiten verbringen Weihnachten zusammen. Die redneckartige Familie hat auch noch einen Überraschungsgast in Form der unhöflichen, miesepetrigen Großtante im Gepäck (Conchata Ferrell, bekannt als Berta aus „Two and a half men“). Der Junge Tom (Adam Scott) aus der Yuppiefamilie, der noch irgendwie an Santa glaubt, wird von seinen Cousinen gepiesackt, was dazu führt, dass er seinen Brief an den Weihnachtsmann wütend zerreißt, aus dem Fenster wirft und er die Hoffnung auf ein Weihnachten wie früher verliert. Das ruft den Krampus auf den Plan, der nach und nach alle Familienmitglieder verschleppt, kräftig unterstützt von vielen kleinen Gehilfen (im englischen Original sind das „Krampus‘ little helpers“, eine Anlehnung an „Santa’s little helpers“).

Wenn jetzt jemand die (völlig berechtigte) Frage stellt, warum der rabiate Begleiter des Weihnachtsmanns so sauer ist (Vorsicht SPOILER): Er bestraft diejenigen, die ihren Glauben an Weihnachten verloren haben. Die österreichische Omi weiß Bescheid, sie hat das alles schon als Kind durchgemacht und erklärt den anderen, wieso das grad passiert. Und das ist vielleicht das Lustige, aber auch das Verstörende an diesem Film. Denn wenn der Zuschauer anfängt drüber nachzudenken, wieso der Krampus das alles macht, stellt sich raus, dass der Weihnachtsmann sehr schnell beleidigt zu sein scheint.

Die Moral von der Geschichte: Egal wie furchtbar die Verwandtschaft ist, die Weihnachtstage übersteht man am besten mit einem (falschen) Lächeln, denn sonst kommt der Krampus und verschleppt alle im näheren Umkreis. Weshalb Krampus als Horrorkomödie und nicht als echter Horrorfilm eingestuft wird, ist uns nicht ganz klar – aber die Grenzen sind da ja auch fließend und der Film hat die ein oder andere witzige Stelle.

Sendetermin:

Krampus läuft momentan nicht im öffentlichen Fernsehen.

Streaming:

Bei Amazon Prime ist der Film im Abo enthalten. Als Video-on-Demand gibt es den Film auch bei iTunes für 3,99 Euro oder bei GooglePlay ab 2,99 Euro.

Wolfgang Alexander Meyer Redakteur / Redaktion Oldenburg/Westerstede
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Manuela Wolbers Volontärin, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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