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NWZonline.de Oldennerd

Crash-Kids und Killerpflanzen

28.02.2017

Oldenburg Alkohol und Drogen sind keine Lösung, Gewalt aber schon. Zumindest, wenn es nach TKKG geht. Ich gebe zu, dass ich mich oft über die alten Hörspiele lustig mache. Trotzdem höre ich die Geschichten um die Detektive Tim (früher Tarzan), Karl, Klößchen und Gaby noch heute gerne. Früher gab es dafür Kassetten, heute bieten Streaming-Dienste die Folgen an. In den Hörspielen ermitteln die vier Jugendlichen seit 1981 in ihrer Heimat, einer namenlosen Millionenstadt, und sind bisher erst um zwei Jahre gealtert. Die Umstellung von Telefonkarte auf Smartphone haben die vier zudem gut gemeistert. Mit ihren Fahrrädern sind sie aber nach wie vor unterwegs. Oder, wie die wechselnde Besetzung des Erzählers in einigen Folgen so schön betont, mit ihren „Bikes on the road“. Mitte der 80er Jahre schaffte es TKKG sogar ins Fernsehen.

Wer sich einen Überblick über die Charaktere verschaffen will, kann sich am besten die erste Fernsehfolge anschauen.

Ansonsten lassen sich die typischen Eigenschaften der Detektiv-Bande am besten so beschreiben: Tim, der eigentlich Peter Carsten heißt, beherrscht sämtliche Kampfsportarten und lässt gerne mal seine Fäuste sprechen – natürlich gegen Menschen, die es seiner Ansicht nach verdient haben. Klößchen, eigentlich Willi Sauerlich, ist hauptsächlich da, um Sprüche zu reißen und Schokolade zu essen. Karl Vierstein wird auch der Computer genannt. Er speichert Wissen ab, das für die Lösung der Fälle oftmals nicht von Bedeutung ist. Dann wäre da ja noch Gaby Glockner. Häufig wird erwähnt, wie hübsch sie doch sei. Ihre Aufgabe: Von Tim umschwärmt werden und sich entführen lassen. Durch ihren Vater Kommissar Emil Glockner hat die Detektiv-Bande immer einen heißen Draht zur Polizei.

Der Erschaffer Rolf Kalmuczak alias Stefan Wolf lebt seit 2007 nicht mehr. Seitdem versorgen gleich mehrere Autoren die Fans mit neuen TKKG-Geschichten. Hier meine Top-10-TKKG-Folgen (Dabei einige Sachen auf die Schippe zu nehmen, ließ sich aus Spaß an der Freude nicht vermeiden):

1.) Das Geiseldrama (Folge 26):

Die Terrororganisation Brigade Staatsfeind nimmt das komplette Internat, in dem Tim und Klößchen hausen, als Geisel. In dieser Folge wird deutlich, dass Klößchen selbst in den heikelsten Situationen die unnötigsten Kommentare abgibt. So sagt er, als die Brigade Staatsfeind das Gebäude stürmt, in panischer Angst: „Meinst du, dass sie mir meine Schokolade klauen?“ Klößchen, Sohn eines Schokoladenfabrikanten, ist süchtig nach Schokolade. Spätestens jetzt sollte die Botschaft angekommen sein.

2.) Unternehmen Grüne Hölle (Folge 45):

In dieser Folge sind TKKG unter anderem El Hamid, Spitzname: der Schreckliche, auf der Spur. Ein orientalisch angehauchter Name – für die Detektivbande ein Zeichen dafür, dass er verdächtig ist.

3.) Crash-Kids riskieren ihr Leben (Folge 91):

Abgas-Skandale? Doch nicht in der Millionenstadt. Hier schrotten stattdessen von der Bahn abgekommene Jugendliche („Crash-Kids“) Autos der Marke Rasanto. Der höchst verdächtige „Rasanto“-Chef heißt übrigens Waldemar Bleifuß – wie originell.

4.) Der grausame Rächer (Folge 92):

Ein Unbekannter droht dem Studienrat Dr. Robert Hausschild, seiner neunjährigen Tochter Regina etwas Schlimmes anzutun. Unter anderem wird das Mädchen im Freibad von dem Unbekannten unter Wasser gezogen. Gott sei Dank, dass Tim sowieso gerade vom Zehn-Meter-Brett springen wollte und in die Situation eingreifen kann.

5.) Opfer fliegen 1. Klasse (Folge 101):

Vermutlich die einzige Folge, die ich komplett mitsprechen kann. Ein Mann lässt aus Rache an seinem Stiefbruder ein komplettes Flugzeug abstürzen. Jahre später hat er sich sogar nach seinem Tod noch eine fiese Falle für seine Ex-Frau überlegt. Zum Glück sind da vier Jugendliche im Alter von 14 Jahren, die der Sache auf der Spur sind.

6.) Vermißte Kids und Killerpflanzen (Folge 105):

Ein irrer Wissenschaftler möchte vermisste Jugendliche an Killerpflanzen verfüttern. Mal sehen, ob Tims Fäuste ihn davon abhalten können.

7.) Im Wettbüro des Teufels (Folge 104):

Wetten auf das Ableben älterer Mitbürger, ein explodierender Briefkasten, Boxkämpfe und „Halbis“, die für Randale sorgen: Diese Folge hat es in sich. Mit „Halbis“ sind im Übrigen junge Männer gemeint, die sich die eine Hälfte des Kopfes kahl rasieren. Im TKKG-Universum ein Zeichen dafür, dass sie kriminelle Absichten haben.

8.) Frische Spur nach 70 Jahren (Folge 119):

Ein junger Mann und eine junge Frau wollen die kriminellen Taten von Beate und Claus nachstellen, einem Paar, das vor 70 Jahren ihr Unwesen getrieben hat. Quasi die Bonny und Clyde der Millionenstadt. Hinzu kommt ein Komponist, der ein Musical über „B und C“ schreibt. Dabei kommen so „fetzige“ Reime heraus wie: „Beate und Claus sind heut nicht Zuhaus´. Sie plündern und rauben, und köpfen die Tauben.“

9.) Vergebliche Suche nach Gaby (Folge 124):

Wie der Titel schon verrät wird Gaby vergeblich gesucht. „Pfote“, wie ihre drei Freunde sie auch gerne nennen, wird – wieder einmal – entführt. Hinzu kommen ein freilaufender Bär und ein Mädchenhändler. Letzterer hat einen Akzent. Der kann doch nur verdächtig sein. Spoiler: So vergeblich, wie der Titel vermuten lässt, ist die Suche gar nicht. Gaby wird am Ende – wieder einmal – gefunden. Sonst würde das Hörspiel von da an nur noch „TKK“ heißen.

10.) Oskar jagt die Drogendealer (Folge 139):

Auch hier verrät der Titel schon, was in der Folge passiert. Gabys Hund Oskar schnüffelt der Spur von Drogendealern hinter her. Um ihrem erzieherischen Auftrag nachzukommen, veranstaltet TKKG in dieser Episode außerdem ein Anti-Drogen-Fest. Gaby bietet 400 Liter nicht-alkoholische Bowle an während Klößchen Sauerlich-Schokoladentafeln verteilt. Wie so etwas als Präventionsmaßnahme dienen soll, wird irgendwie nicht ganz deutlich. Aber der Gedanke zählt ja.

Ein kleiner Nachtrag:

Vor einigen Jahren bin ich im Internet auf das Video „Lustige TKKG-Dialoge“ gestoßen. Bringt mich bis heute noch zum Schmunzeln. Genauso wie die Hörspiele.

Verena Sieling Wildeshausen / Redaktion Wildeshausen
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