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Super Mario 3D-World im Game-TEst: Der Klempner muss erneut das Königreich retten

07.04.2021

Super Mario 3D World erschien im Jahr 2013 für die WiiU, Nintendos bisher schwächste Konsole. Gerade deshalb ist der Titel für viele interessant, denn die meisten werden ihn nie gespielt haben, obwohl er zu den besten der Serie gehört. Das Jump & Run hat auch nach all der Zeit absolut nichts von seinem Charme verloren. Die Stärken sind genau wie damals ein wirklich herausragendes Leveldesign voller Abwechslung, was sowohl die einzelnen Themenwelten als auch den Weg durch diese angeht. Insgesamt stehen acht Welten zur Verfügung, in denen Mario diesmal nicht Prinzessin Peach retten muss, sondern sieben Feen-Prinzessinnen.

Die Abwechslung ist hier das A und O, wir laufen als Schatten an der Wand entlang, flitzen mit einem Dino durch Wasserparcours, besuchen die altbekannten Geisterhäuser und Wüsten oder hüpfen durch einen Zirkus. Dabei versuchen wir nicht nur das Ende des Levels zu erreichen, sondern wir müssen auch grüne Sterne sammeln, die uns den Zugang zu weiteren Leveln freischalten. Einige davon sind sehr gut versteckt, andere findet man recht einfach auf dem Weg. So wird der Entdeckerdrang geweckt, ohne dass Frust aufkommt.

Natürlich dürfen Items wie die Blume, mit der Mario Feuerbälle verschießen kann, nicht fehlen. Wieder im Gepäck ist auch die Glocke, mit der sich Mario in eine Katze verwandeln kann und so Wände oder Bäume erklimmt. Besonders im Zusatzspiel „Bowser’s Fury“ spielt diese noch eine besondere Bedeutung, aber dazu später mehr.

Eine Besonderheit von „Super Mario 3D World“ ist auch, dass die Oberwelt nicht mehr nur als einfacher Bildschirm für die Auswahl der Level fungiert, sondern diese mit vielen Kleinigkeiten gespickt ist. Dazu zählen unter anderem die versteckten Level, in denen man Captain Toad steuert und Rätsel löst. Hieraus ist später „Captain Toad: Treasure Tracker“ entstanden, welches inzwischen auch für die Switch erschienen ist.

Eine der weiteren Besonderheiten ist der Mehrspielermodus. Schon auf der WiiU war es möglich, das Spiel mit drei weiteren Freunden durchzuspielen; das darf natürlich in der Switch-Version nicht fehlen. Hier ist das ganze sogar Online möglich, vorausgesetzt man besitzt eine kostenpflichtige Online-Mitgliedschaft von Nintendo. Das Gute ist: Die anderen Spieler können fast zu jeder Zeit einfach beitreten und ihren Charakter auswählen. Diese haben unterschiedliche Eigenschaften wie zum Beispiel Luigi, der höher springen kann. Das sorgt für viele Spielereien – witziges Chaos ist vorprogrammiert.

Natürlich war bereits beim ersten Release von Super Mario 3D World nicht alles perfekt, und die kleinen Schwächen sind geblieben. Ob man den recht leichten Schwierigkeitsgrad dazu zählen möchte, bleibt jedem selbst überlassen. Am meisten Probleme bereitet immer noch die Kamera. Diese funktioniert in den meisten Fällen gut, sorgt aber zwischendurch immer wieder für den einen oder anderen Bildschirmtod. Das ist zwar manchmal ärgerlich, aber verdirbt einem nicht dem Spaß am Spiel.

Wirklich neu ist „Bowser’s Fury“!

Wer Super Mario 3D World bereits kennt, wird sich natürlich vor allem für die Erweiterung „Bowser’s Fury“ interessieren. Zwar könnte man denken, dass Nintendo hier nicht viel Arbeit reingesteckt haben wird, wenn sie es nicht als einzelnes Spiel verkaufen, doch das täuscht gewaltig.

„Bowser’s Fury“ ist tatsächlich ein komplett eigenständiges und vor allem auch vollständiges Spiel. Wir landen mit Mario an der Samtpfotenküste, welche voll mit schwarzem Schleim ist. Die Ursache erfahren wir von Bowser Jr., denn dieser erzählt uns, dass sein Papa sich in den namensgebenden Wut-Bowser verwandelt. Auch wenn uns der Kleine nicht gerade wohlgesinnt ist, machen wir uns zusammen mit ihm auf, um Papa Bowser ordentlich was auf den Deckel zu geben.

Der größte Unterschied macht sich direkt am Anfang bemerkbar. Wir können nicht nur die Kamera frei steuern, sondern die Welt ist komplett offen. Die Samtpfotenküste besteht aus mehreren Inseln, die wir frei erkunden können. Wenn wir dort Aufgaben erfüllen, schalten wir eine große Glocke in der Mitte frei, mit der wir uns in eine Riesenkatze verwandeln und gegen den monströsen Bowser kämpfen können. Wenn uns dies gelingt, verschwindet ein Teil des schwarzen Schleims und wir können weitere Inseln erkunden.

Die Aufgaben auf den Inseln sind durchaus abwechslungsreich, wiederholen sich aber immer wieder. Zum Beispiel sammeln wir Münzen unter Zeitdruck, müssen eine gewisse Anzahl an Gegnern beseitigen oder mit einem Schlüssel einen Käfig öffnen. Aber auch einzigartige Sachen wie ein unsichtbares Labyrinth ist mit dabei.

Erschwert wird das Ganze durch Bowser, der nicht nur in Rage gerät, wenn wir gegen ihn kämpfen wollen, sondern auch zwischendurch Mario das Leben schwer macht. Allerdings bietet sich hierdurch auch die Möglichkeit, an versteckte Orte zu gelangen. Während Bowser im Wut-Modus ist, zerstört er spezielle Blöcke, hinter denen wir uns verstecken können, um so neue Bereiche zu entdecken.

Auch „Bowser’s Fury“ bietet einen Mehrspieler-Modus an, allerdings in abgespeckter Form. Während Bowser Jr., der uns je nach Einstellung mal mehr, mal weniger bei unseren Aufgaben hilft, kann dieser auch von einem zweiten Spieler übernommen werden. Dies ist allerdings eher etwas für jüngere Spieler, die etwas Unterstützung benötigen.

Wer möchte, hat das Spiel nach rund sechs bis acht Stunden beendet. Wer allerdings alles entdecken möchte, kann die Zeit ruhig verdoppeln.

Fazit zu Super Mario 3D World + Bowser’s Fury

Super Mario 3D World + Bowser’s Fury ist für jeden Mario-Fan eigentlich ein Pflichtkauf. Super Mario 3D World überzeugt wie schon auf der WiiU im vollen Umfang. Das Zusatzspiel Bowser’s Fury zeigt, wohin es mit Mario in den nächsten Jahren gehen könnte. Das neue Konzept kann überzeugen und macht wirklich Spaß. Für einen reinen Zusatz ist die Spielzeit vollkommen in Ordnung. Insgesamt bekommt man hier ein Komplettpaket, welches wirklich gelungen ist und sich auch super für unterwegs eignet.

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