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NWZonline.de Oldennerd

Wird es wieder ein Fest für Fans?

13.02.2019

Tokio Im Jahr 2002 erschien das erste Kingdom Hearts, damals ausschließlich für die Playstation 2. Square Enix, der Traditionsentwickler aus Japan, welcher vor allem durch die Final-Fantasy-Reihe an weltweiter Bekanntheit gewonnen hat, tat sich mit Disney zusammen, um eine neue Rollenspielmarke ins Leben zu rufen. Kindom Hearts war geboren und begeisterte die Spieler auf der ganzen Welt. Schon damals begleiteten wir Sora, den Hauptprotagonisten, und seine beiden neuen Freunde Donald Duck und Goofy durch die aus Disney bekannten Welten. Als Schlüsselschwertträger kämpften wir für das Licht und gegen die Dunkelheit, um die Welten von den Herzlosen zu befreien. Herzlose entstehen, wenn das Herz eines Menschen von der Dunkelheit erfüllt wird und diese das Licht verdrängt.

Doch weiter auf die Geschichte möchte und kann man nicht wirklich eingehen. Hier beginnt nämlich schon der erste große und meiner Meinung nach das größte Problem des dritten Teils. Kingdom Hearts III ist zwar von der Nummerierung her der dritte Teil der Reihe, allerdings sind es inzwischen neun Teile, verstreut über mehrere Plattformen. Die Story ist so komplex, dass man sie nur schwerlich zusammenfassen kann. Es geht um Zeitreisen, Prophezeiungen, „Klone“, „Replika“, Herzlose, Niemande, Unversierte, die Organisation XIII und noch vieles mehr. Hier fängt der Kopf schon an zu rauchen. Genau dies ist der Punkt, wieso der dritte Teil der Reihe für Neueinsteiger nicht geeignet ist, für Fans aber das bietet, worauf sie schon so lange warten.

Vom Kampfsystem her ähnelt der dritte Teil den Vorgängern, in actionbasierten Echtzeitkämpfen prügeln wir uns mit unserem Schlüsselschwert durch taktisch nicht besonders anspruchsvolle Kämpfe. Die Magie haben wir dabei immer in der Hinterhand. Neu hinzugekommen sind die Attraktionen, dies sind besondere Manöver, bei denen wir zum Beispiel ein aus dem Disneyland bekanntes Piratenschiff beschwören und so Schaden bei den Gegnern verursachen. Im ersten Moment ist dies noch ganz lustig, auf Dauer stört es aber einfach beim Kämpfen, gerade da wir über die gleiche Taste unser Schlüsselschwert transformieren oder unsere Gruppen-Combos starten. Auch die Kamera funktioniert nicht immer optimal, zu oft verliert man bei vielen Gegnern einfach die Übersicht und greift den falschen Feind an. Trotzdem macht das Kämpfen Spaß und gehört zu den Hauptbestandteilen des Spiels.

Die Welten sind gut designt, hätten aber durchaus mehr zum Entdecken bieten können. Meist begeben wir uns durch Schlauchlevel von einem Kampf zum nächsten. Einen wirklichen Ausreißer bietet hier nur die Karibik (Fluch der Karibik), in der wir mit unserem eigenen Schiff mehrere Inseln frei besuchen und entdecken können. Auch mehr Nebenaufgaben hätten dem Spiel sicherlich nicht geschadet. Zwar können wir für den Mogry – ein aus Final Fantasy bekanntes Wesen – im Shop Fotos schießen, oder wir sammeln für Rémy – die Ratte, bekannt aus dem Pixar Film Ratatouille – Zutaten und verarbeiten diese in einem Minispiel, doch einen wirklichen Mehrwert bietet dies nicht. Generell wirkt beides nur sehr aufgesetzt und wie aus Final Fantasy XV übernommen.

Auch der Gummijet hat es wieder ins Spiel geschafft, mit ihm fliegen wir diesmal nicht nur die Welten an sondern erkunden verschiedene Universen mit diversen kleineren und größeren Herausforderungen.

Das Hauptaugenmerk des Spiels liegt ganz klar auf der Story. Jede Welt bietet ihre eigene kleine Geschichte, in die wir mit unserem Charakter reingeschrieben worden sind. In den meisten Fällen spielen wir den Inhalt des Films durch, wie etwa bei „Rapunzel – Neu verföhnt“, nur dass wir diesmal ein Teil des Ganzen sind. Manchmal betreten wir aber auch Welten, die nach den Filmen spielen, hierfür wurden eigene Geschichten entwickelt. Wer die Filme kennt, findet sich hier leicht zurecht, andere stehen durchaus mal auf dem Schlauch. Trotzdem ist alles mit der Hauptgeschichte verwoben und passt sehr gut zusammen, vorausgesetzt man hat wirklich jeden Teil gespielt.

Immer wieder wird das Spiel durch sehr lange Zwischensequenzen unterbrochen, die einen Nichtkenner der Reihe nur mit einem Fragezeichen über dem Kopf stehenlassen. Allgemein hätten die Sequenzen gerne auch etwas kürzer ausfallen können. Wer gerade am Spielen ist, möchte nicht bis zu 15 Minuten warten, um weiter voranzukommen. Zwar bietet das Spiel ein Glossar, doch kann dieses die Wissenslücken nicht wirklich füllen, dazu baut man über einfache Texte auch keine Verbindung zu den Charakteren auf. Wer sich überlegt, das Spiel zu kaufen, ohne einen der früheren Teile gespielt zu haben (oder bei dem die alten Teile schon sehr lange her sind), dem kann ich nur dieses Video empfehlen. Hier wird die gesamte Geschichte mit allen Verbindungen in rund drei Stunden erklärt.

Fazit:

Für Kenner und Fans der Reihe bietet Kingdom Hearts III alles, was sie sich wünschen. Viele offen Fragen werden beantwortet, und es ist schön, wieder in liebevoll gestaltete Disney-Welten einzutauchen. Das Gameplay geht gut von der Hand, der Sound und die Grafik sind extrem gut gelungen. Als Neueinsteiger würde ich ganz klar die Finger von dem Spiel lassen. Hier ist auch nicht zu verstehen, wieso es nur für die Playstation eine Kollektion mit den Vorgängern gibt und nicht für die Xbox. So hätten auch Xbox Spieler die Möglichkeit, das Spiel in seinem vollen Umfang zu verstehen und zu genießen.

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