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NWZonline.de Olympische Spiele

Dreßen nach Abschlusstraining zuversichtlich

10.02.2018

Pyeongchang (dpa) - Thomas Dreßen geht nach dem Abschlusstraining mit viel Zuversicht in die Olympia-Abfahrt am Sonntag (03.00 Uhr MEZ).

"Ich glaube man sieht, dass ich heute besser dabei bin als die letzten Tage", sagte der Kitzbühel-Sieger und Medaillen-Kandidat nach Rang sieben. Ein kritischer Moment nach einem Fehler auf der Strecke in Jeongseon Alpine Centre habe ihn zudem Zeit gekostet, "sonst wäre ich mit Sicherheit noch ein bisschen näher dran".

Auf den Sieger des Abschlusstrainings, Vincent Kriechmayr aus Österreich, fehlten Dreßen 0,75 Sekunden. Zweiter war Kjetil Jansrud aus Norwegen vor seinem Teamkollegen Aksel Lund Svindal. Topfavorit Beat Feuz aus der Schweiz kam mit großen Rückstand ins Ziel, stand aber schon hunderte Meter vor dem Ziel auf und ließ sich bremsen. Bei der letzten Zwischenzeit war der Weltmeister noch der Schnellste.

Ich habe in der Saison schon gezeigt, dass ich schnell Ski fahren kann, aber es ist eine Strecke, da können viele schnell sein", sagte Feuz. "Und da kommt dann euer Thomas Dreßen auch wieder ins Spiel.

Andreas Sander kam mit mehr als zehn Sekunden Rückstand ins Ziel, beendete seine Fahrt aber noch früher als Feuz. "Ich habe in letzter Zeit immer etwas muskuläre Probleme, das war eine Vorsichtsmaßnahme, damit das nicht zu schlimm ist und ich in der Abfahrt bei 100 Prozent bin", sagte Sander. "Alles kein Problem, es gibt keine Verletzung." Genauer wollte er darauf nicht eingehen. Josef Ferstl kam mit 1,68 Sekunden Rückstand auf Rang 24.

Der Deutsche Skiverband schickt in der olympischen Abfahrt überraschend sogar vier Sportler an den Start. Neben Dreßen und den beiden etablierten Speedspezialisten Sander und Ferstl gibt auch Linus Straßer sein Debüt bei Olympischen Winterspielen. Bislang war bei dem 25-Jährigen immer nur die Rede davon, dass er in der Kombination am Dienstag teilnehmen wolle. Im Weltcup war Straßer noch nie in einem Speedrennen oder einer Kombination gestartet.

"Wir werden das mal versuchen", sagte Cheftrainer Mathias Berthold der Deutschen Presse-Agentur in Jeongseon. Die Verkühlung, wegen der Straßer das Abschlusstraining Stunden zuvor verpasste, sollte kein Problem mehr sein.

Die Trainingsleistungen seiner Sportler bewertete Berthold als "okay", war aber zuversichtlich für das Rennen (03.00 Uhr MEZ). "Wenn Thomas und der Andi ihr Potenzial abrufen, können sie ganz vorne dabei sein", sagte er. Dreßen hat Startnummer fünf, Sander bekam Startplatz zehn. Ferstl hat die 29, Straßer die 53. Eröffnet wird die Abfahrt von Hannes Reichelt, der sich für Startnummer eins entschied.

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Pyeongchang 2018
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