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NWZonline.de Olympische Spiele

Winterspiele: Weltmeister hofft auf Gold-Coup

08.02.2018

Oberstdorf Am Dienstag war Hansjörg Tauscher nicht ans Telefon zu bekommen – aus gutem Grund. Weil sich sein größter Triumph als Skirennfahrer jährte, hatte sich der Polizeihauptmeister freigenommen und mit Freunden einen „traumhaften Ski-Tag“ verbracht, wie Tauscher am Mittwoch berichtet. Da saß er wieder auf seinem angestammten Platz auf der Dienststelle der Polizeidirektion Oberstdorf.

„Der WM-Titel war ein extrem einschneidendes Erlebnis für mich. Der Jahrestag ist mir sogar mehr wert als mein Geburtstag“, sagt der 50-Jährige, der vor 29 Jahren für eine Sternstunde des deutschen Skisports sorgte. Am 6. Februar 1989 raste der damals 21-Jährige bei der Abfahrt der WM im US-amerikanischen Vail sensationell zur Goldmedaille in der alpinen Königsdisziplin – bis heute ist dies keinem anderen deutschen Abfahrer wieder gelungen.

Ein Großer SIeg

Hansjörg Tauscher wurde am 15. September 1967 in Oberstdorf geboren. Sein größter sportlicher Erfolg war der Weltmeister-Titel 1989, als er völlig überraschend die Abfahrt von Vail/USA mit der legendären „rattle snake alley“ (Klapperschlangengasse) gewann. In der Folge konnte Tauscher kein weiteres Rennen mehr gewinnen.

Lange Zeit vertrat Tauscher die Ansicht, dass sich hieran auch nichts mehr ändern wird. „Ich hätte nichts dagegen, aber ich fürchte, das wird nie mehr einer schaffen, zumindest werden wir das nicht mehr erleben. Ein deutscher Abfahrtsweltmeister – das ist wie wenn Österreich Fußballweltmeister werden würde“, meinte er in einem Interview vor drei Jahren. Inzwischen würde das Tauscher so nicht mehr formulieren.

„Ich habe die Hosen gestrichen voll, dass mir dieses Zitat bald um die Ohren fliegt und ich meine Aussage revidieren muss. Aber es wäre ja gut, wenn’s so kommt“, sagt der Bayer und fügt nach einem herzhaften Lachen hinzu: „Aber das mit den Österreichern und dem Fußball – da stehe ich nach wie vor zu.“

Tauscher, der sich im April 2017 einer Rücken-Operation unterzog und nun wieder schmerzfrei Skifahren kann, ist tief beeindruckt von der Entwicklung der deutschen Abfahrts-Männer um Streif-Sieger Thomas Dreßen und Co. Nicht erst im kommenden Jahr bei der WM in Are (Schweden), sondern schon bei den Olympischen Winterspielen traut Tauscher den Athleten des Deutschen Ski-Verbandes (DSV) zu, den erfolgsverwöhnten Nationen wie Österreich und der Schweiz ein Schnippchen zu schlagen. „Wir haben reelle Medaillenchancen – vielleicht ist auch Gold drin“, sagt der Olympia-Siebte von 1992, der die alpinen Wettkämpfe in Südkorea für die NWZ in einer regelmäßig erscheinenden Kolumne analysieren wird.

In der Abfahrt hat Tauscher neben Newcomer Dreßen auch den formstarken Andreas Sander auf der Rechnung, im Riesenslalom der Frauen setzt er auf Viktoria Rebensburg. In beiden Disziplinen fällt die Entscheidung bereits am ersten Olympia-Wochenende.

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Christopher Deeken Redakteur / Sportredaktion
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