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Norwegische Dominanz: Langläufern drohen medaillenlose Spiele

18.02.2018

Pyeongchang (dpa) - Bei den Festspielen der überlegenen Norweger drohen die deutschen Langläufer leer auszugehen und die Olympischen Winterspiele erstmals seit 20 Jahren ohne Medaille zu beenden. 

Die beiden besten Chancen in den Staffeln über 4x5 und 4x10 Kilometer ließen die DSV-Teams ungenutzt und belegten jeweils sechste Ränge. "Letztendlich habe ich gesagt, dass bis Platz sechs alles in Ordnung ist", sagte der Sportliche Leiter der Langläufer, Andreas Schlütter, in Pyeongchang. Das galt für beide Staffeln. Mit Podestplätzen bei Olympia war nach den Vorleistungen im Weltcup auch nicht unbedingt zu rechnen.

Ohne Edelmetall in die Heimat reisen mussten die DSV-Läufer zuletzt 1998 in Nagano, seitdem war alleine die Frauen-Staffel ein Garant für einen Podestplatz. 2014 hatte es für sie in Sotschi noch Bronze gegeben. "Der Verlauf der Staffel war nicht ganz einfach. Mehr als dieser sechste Platz war einfach nicht drin. Wir müssen damit leben und daran arbeiten, dass wir wieder weiter nach vorne kommen", sagte Schlütter nach dem Frauen-Rennen, das nach Startläuferin Stefanie Böhler bereits verloren war. Auch der couragierte Einsatz von Katharina Hennig, Victoria Carl und  Schlussläuferin Sandra Ringwald konnte das DSV-Team nicht mehr in die Nähe der Medaillen führen.

So ähnlich lief es auch in der Männer-Staffel. Andreas Katz verlor als erster Läufer über eine Minute und zeigte sich nach seinem verpatzten Auftritt untröstlich. "Wenn man ein schlechtes Rennen macht, ist es immer bitter, aber in der Staffel ist es doppelt bitter. In der letzten Runde habe ich heute richtig kassiert", haderte Katz. Thomas Bing, Lucas Bögl und Jonas Dobler liefen danach couragiert, was ein sechster Platz nur knapp hinter Titelverteidiger Schweden auch unterstrich.

Die Hoffnung, in Pyeongchang doch noch eine Medaille zu holen, liegen nun auf den Teamsprints, die am Mittwoch stattfinden. Dann hoffen die Deutschen auch auf eine Rückkehr der routinierten Nicole Fessel, die krankheitsbedingt noch überhaupt keinen Wettkampf im Alpensia Nordic Park bestreiten konnte.

Weiter nicht zu schlagen sind derweil die Norweger um ihre Superstars Marit Björgen und Johannes Kläbo. Die 37 Jahre alte Björgen eroberte mit dem Staffelsieg, den sie als Schlussläuferin gegen die Schwedin Stina Nilsson behauptete, ihre siebte olympische Goldmedaille und hat nun so oft Edelmetall (13) gewonnen wie sonst nur Biathon-Ikone Ole Einar Björndalen

Kläbo düpierte bei der Männer-Staffel die Konkurrenz, indem er sie zunächst rankommen ließ und dann auf den letzten 1000 Metern locker davonzog. Kaum angestrengt und mit der Fahne in der Hand lief Kläbo zu seinem zweiten Gold, die olympischen Athleten aus Russland wurden Zweiter vor Bronze-Gewinner Frankreich. Die Langlaufnation Norwegen holte in Südkorea in der Loipe insgesamt bereits fünfmal Gold.

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Pyeongchang 2018
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