• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Osnabrück

Bistum Osnabrück: Corona-Krise zwingt Kirche zu Sparkurs

19.01.2021

Osnabrück Die Corona-Krise zwingt auch das katholische Bistum Osnabrück zu einem Sparkurs. Für 2021 plant die Diözese mit einem Haushalt in Höhe von 182,4 Millionen Euro, wie Finanzdirektorin Astrid Kreil-Sauer am Montag bei der Vorstellung des Etats vor Journalisten in Osnabrück mitteilte. Das sind rund 6,4 Millionen Euro weniger als 2020.

Kirchensteuer-Einbußen

Hauptgrund dafür seien zu erwartende Einbußen bei der Kirchensteuer aufgrund der schwächeren allgemeinen konjunkturellen Lage. Hier rechne das Bistum für das laufende Jahr mit Einnahmen von 147,9 Millionen Euro; ein Minus gegenüber 2020 von 12,5 Millionen Euro. Die Summe entspricht einem Anteil von 81 Prozent an den Gesamteinnahmen.

Bereits im September hatte das Bistum angekündigt, die Zuweisungen an Pfarreien, Vereine und Verbände 2021 um zehn Prozent zu kürzen. Der Haushalt 2021 weist nun auf der Ausgabenseite Zuwendungen an die Kirchengemeinden unter anderem für die Seelsorge vor Ort sowie für Instandhaltungen von Gebäuden in Höhe von 59,5 Millionen Euro (2020: 62,2 Millionen Euro) aus. Das sei etwa ein Drittel der Gesamtausgaben, so Kreil-Sauer.

31,5 Millionen Euro (33,1) seien für den Bereich Soziale Dienste vorgesehen. Davon erhielten die Kitas 14,6 Millionen Euro (15,5), die Caritasverbände 8,5 Millionen Euro (9,2) sowie Ehe-, Familien-, Lebens- und Erziehungsberatungsstellen 6,0 Millionen Euro (5,8). Den drittgrößten Ausgabeposten bilden wie in den Vorjahren die Ausgaben für den Bildungsbereich. Er umfasst laut Angaben 26,3 Millionen Euro (28,3), wovon ein Großteil an die katholischen Schulen fließt.

Es handele sich um den Haushalt für ein Jahr und nicht um ein Patentrezept für die Zukunft, stellte Kreil-Sauer klar. Man rechne mit einer Erholung für die zweite Jahreshälfte. Ein „Worst-Case-Szenario“ für eine weiter anhaltende Krise gebe es nicht.

Große Bedeutung

Trotz der Belastungen durch die Pandemie investiere das Bistum weiter in die Zukunft der Gemeinden, der sozialen Dienste sowie der Bildungseinrichtungen und Seelsorge, betonte Generalvikar Ulrich Beckwermert. Oberstes Ziel sei die Erhaltung dieser Räume. Die Krise habe die vielfältigen Aufgaben der Kirche nicht verringert. „Corona hat im Gegenteil deutlich gemacht, wie sehr Kirche gebraucht wird etwa von Menschen, die krank sind, die sterben, von Menschen, die trauern“, so der Generalvikar. Seelsorge bleibe die „ureigenste Aufgabe“.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.