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142 neue potenzielle Lebensretter

23.07.2019

Osternburg Hier ist jeder ein potenzieller Lebensretter: 142 Menschen waren am Sonntag dem Aufruf „Gemeinsam für Valeri“ gefolgt und hatten sich als Stammzellspender registrieren lassen. Oldenburger Verwandte des an Blutkrebs erkrankten Valeri, der in Augsburg lebt, hatten diese Aktion mit Unterstützung der gemeinnützigen Organisation DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei) und der Hilfe vieler auf die Beine gestellt.

Der Wirt des Vereinsheims des GVO hatte die Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt. „Über 40 Helfer hatten wir in unserem Team“, erzählt Marina Schneider, Nichte des Erkrankten, „Verwandte, Freunde und Bekannte.“ Die sorgten zum Beispiel auch dafür, dass die Besucher gut verköstigt wurden.

Spontane Hilfe bekam die Familie vom Verein Leukin sowie von Heinrich Schrand vom DKMS-Stützpunkt im Pius-Hospital. Als die Vertreterin der DKMS wegen einer Erkrankung spontan absagen musste, waren die Oldenburger zwar mit Registrierungssets und weiteren Materialien ausgerüstet, fühlten sich aber doch unsicher. Doch dann kamen Mitglieder des Verein Leukin (Verein zur Hilfe leukämiekranker Kinder), der seinen Sitz in Ostrhauderfehn (Landkreis Leer). „Sie wussten genau, was zu machen ist“, erzählt Marina Schneider. Die Malteser waren auch vor Ort. Und als dann Heinrich Schrand kam, der von der Erkrankung der DKMS-Kollegin erfahren hatte, konnte der nur noch feststellen: „Das klappt hier alles bestens.“

Und so hatten sich nach vier Stunden am Sonntag 142 Menschen registrieren lassen. „Das gibt Hoffnung“, zieht Marina Schneider Bilanz. Ein bisschen mehr Resonanz hätte sie sich ja gewünscht. Aber das sagt sie nur ganz leise. Und wieder laut und froh: „Viele haben sich bei mir gemeldet und mir gesagt, dass sie sich selber ein Registrierungsset nach Hause bestellt haben.“ Das kann man nämlich auch.

Das Lebensretter-Set mit dem Wattestäbchen für den Wangenschleimhautabstrich kann kostenlos über die Internetseite der DKMS angefordert werden (www.dkms.de/de). Seit zeit Jahren ist laut DKMS keine Blutabnahme mehr nötig, um potenzielle Spender in der Datei aufzunehmen. Mitmachen kann grundsätzlich jeder gesunde Mensch zwischen 17 und 55 Jahren.

Als Stammzellenspender kann man sich in Oldenburg auch bei der DKMS-Sprechstunde im Pius-Hospital. Anmeldung bei Heinrich Schrand, Telefon   2291341 oder 0160/2138519; E-Mail: Heinrich.schrand@pius-hospital.de. Zudem hat der Verein Leukin einen Typisierungsstützpunkt in der Zahnarztpraxis Matz, Alexanderstraße 324, eingerichtet, Telefon   681054.

Marina Schneider und ihr Mann Artem haben sich, wie berichtet, bereits von zehn Jahren registrieren lassen. Damals war ein kleiner Junge aus ihrem Bekanntenkreis an Leukämie erkrankt und brauchte einen Stammzellspender. Den hat er laut der 31-Jährigen dann auch gefunden.

Ob unter den Menschen, die sich nun registrieren lassen haben, um Valeri zu helfen, auch der genetische Zwilling des 36-Jährigen ist, wird sich nach der Analyse der Gewebemerkmale im Labor zeigen. „Sonst passt vielleicht jemand von ihnen zu einem anderen Erkrankten“, sagt Marina Schneider. Sie bleibt hoffnungsvoll für ihren Onkel, der Vater zweier Söhne im Alter von einem Jahr und vier Jahren ist.

Fakt bleibt: Jeder der sich registrieren lässt, ist ein potenzieller Lebensretter.

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Susanne Gloger Redakteurin / Redaktion Oldenburg
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