Pilsum - Die Alte Schule in Pilsum soll eine neue Aufgabe bekommen. Geht es nach den Pilsumern, dann wird das Gebäude nach dem anstehenden Auszug der Feuerwehr zu einem Fahrradhotel umgebaut. Ein entsprechendes Konzept haben die Dörfler ausgearbeitet, der SPD-Ortsverein hat einen entsprechenden Antrag formuliert, die SPD-Ratsfraktion hat ihn eingereicht. Nun ist der Gemeinderat an der Reihe.
Die Alte Schule wurde 1956 eingeweiht und war bis Ende der 1980er als Schule in Betrieb.
Aktuell nutzen die Pilsumer das Gebäude multifunktional. Integriert ist der Kindergarten und ein Raum für Vereine. Außerdem hat die Pilsumer Feuerwehr hier ihren Sitz. Die zieht aber weg.
„Für uns wäre das eine wirklich super Sache“, sagt Pilsums Ortsvorsteher Lutz Gosepath auf Nachfrage. Gosepath hat die Idee mitentwickelt. Urvater ist aber ein anderer: SPD-Ortsvereinschef Hinderk Wolthoff, ehemals im technischen Bauamt der Verwaltung beschäftigt. Geht es nach den Pilsumern, dann sollen Kurzzeitgäste zukünftig auf dem Dachboden abgetrennte Schlafräume für zwei Personen vorfinden. Zwischen zwölf und 15 Personen sollen hier Platz finden. Zusätzlich sollen ein Frühstücksraum und eine Küche installiert werden. „Die technische Infrastruktur ist vorhanden“, sagt Wolthoff.
Kiosk oder Café
Der aktuelle Garagenraum der Feuerwehr könnte Platz für einen Kiosk oder ein Café bieten. Davor könnte sich die Freifläche zu einer Terrasse wandeln. Die Fläche hinter dem Gebäude könnte den Plänen zufolge zu einem kleinen Wohnmobilstellplatz für fünf bis sechs Fahrzeuge umgebaut werden. Auch ein Entgegenkommen gegenüber dem stark zugenommenen Campingtourismus.
Vor dem Eingangsbereich soll eine Überdachung Schutz vor Regen bieten, sowohl den Dörflern, die den Platz vor der Alten Schule für Veranstaltungen nutzen als auch für die Kinder des in der ehemaligen Schule integrierten Kindergartens. Der soll in der aktuellen Größe Bestand haben. Genau wie der Gemeinschaftsraum, den Pilsumer Vereine für Besprechungen nutzen. Betreiben soll das Ensemble anschließend ein Privatpächter.
Angebot für Fahrradtourismus
„Das Gebäude schreit nach einer Investition, findet Gosepath. Und gerade Fahrradtouristen seien eine Zielgruppe, die in der aktuellen Krummhörner Beherbergungslandschaft häufig hintenüber falle, weil es sich für Ferienwohnungsbesitzer selten lohne, ihre Wohnungen für ein oder zwei Tage zur Verfügung zu stellen. „Die Gäste finden dann bei uns ein Angebot“, sagt Gosepath.
Unklar sind zurzeit noch die Kosten für das Gesamtprojekt. Die sollen nun ermittelt werden. Dafür fordert die SPD in einem aktuellen Antrag, Planungskosten in Höhe von 50 000 Euro in den Haushalt einzustellen.
