Aurich - Der Startschuss ist gefallen: Etwa 2000 Schüler sind allein am Ulricianum in Aurich am Donnerstag in ein neues Schuljahr gestartet. Laut Schulleiter Rüdiger Musolf war der Start „mehr als gelungen“, wie er im Gespräch mit der NWZ sagte. Es habe eine Einschulungsfeier in der Sparkassen-Arena stattgefunden. Bis auf die verschärften Hygienevorschriften sei quasi alles „wie früher“ gewesen. Rund 700 Menschen seien gekommen, um gemeinsam mit den zirka 200 Fünftklässlern, die neu am Ulricianum starten, den ersten Tag zu feiern. Insgesamt habe er den Eindruck, dass durch die vergangenen Monate „der hohe Wert von Bildung neu schätzen gelernt“ worden sei. Das habe er in Gesprächen mit Lehrern, Schülern und Eltern wahrgenommen, hieß es.
Vor dem Schulbeginn ein Corona-Test
Dabei startete der erste Schultag gänzlich anders als in anderen Jahren. Denn bevor die Schüler den Weg zur Schule antraten, mussten sie einen Corona-Selbsttest durchführen - zu Hause. Nur wer negativ getestet ist, darf in die Schule kommen. So lautet jedenfalls die Vorgabe des Kultusministeriums, die allerdings nicht kontrolliert wird. Ein erster möglicher Infektionsherd konnte aber auf diese Weise schon abgewehrt werden, wie Musolf sagte. Ein Schüler sei positiv getestet und daher vorsorglich in Quarantäne versetzt worden: „Die Familie hat vorbildlich reagiert und uns gleich informiert. Sie waren in den Ferien im Ausland“, sagte er. Noch bis Ende kommender Woche müssen sich die Schüler täglich vor dem Weg zur Schule testen.
Zudem gilt vorerst eine Maskenpflicht - im Unterricht und auch innerhalb der Gebäude. Das soll vor allem dazu dienen, dass nicht gleich ganze Klassen, sondern womöglich nur Sitznachbarn eines Corona-Infizierten in Quarantäne müssen. Insbesondere wegen der Maskenpflicht gab es im Vorfeld viel Aufregung und auch Demonstrationen. Laut Musolf sei die Pflicht zum Tragen von Masken allerdings „kein Problem“ für die Schüler. Im Gegenteil: Er sprach davon, dass ein Großteil der Schülerschaft „freiwillig“ Masken sogar auf dem Pausenhof tragen würde. Denn dort gilt eigentlich keine Maskenpflicht: „Die haben sich da aber so dran gewöhnt, das ist überhaupt kein Problem“, hieß es.
Warten auf die Luftfilter
Ein Problem stellen allerdings die noch immer fehlenden Luftfilter dar. Diese sollen eigentlich die Keimbelastung bei jüngeren und ungeimpften Schülergruppen und in Räumen, wo die Querlüftung nicht funktioniert, senken. Bedarf für rund 100 Stück hatte Musolf eigenen Angaben zufolge schon im Mai vergangenen Jahres angemeldet. Doch noch immer wartet er auf die Lieferung. Er rechnet damit, dass diese in den nächsten Wochen eintreffen. Gerade früh genug, denn besonders in der kalten Jahreszeit sollen sie noch einen anderen Zweck erfüllen: Die Zeitfenster zwischen dem Lüften können durch Luftfilteranlagen vergrößert werden. Denn sie sind nur als Unterstützung gedacht und regelmäßiges Lüften wird weiterhin nötig sein.
