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Coronakrise An Auricher Gymnasien Der virtuelle Unterricht wird bereits getestet

Udo Hippen

Aurich - Es hätte kaum treffender sein können: Am Freitag den 13. März, änderte sich der Schulalltag am Gymnasium Ulricianum. Einen Tag bevor die Schulen landesweit wegen der Corona-Krise geschlossen wurden, ging das Ulricianum auf Nummer sicher und setzte den kompletten Unterricht aus. Es lagen zwei Corona-Verdachtsfälle im Umkreis der Schule vor. „In Absprache mit dem Schulträger und dem Gesundheitsamt schien es für uns gegeben, die Schule zu schließen“, erklärte Rüdiger Musolf, stellvertretender Schulleiter, im Gespräch mit unserer Zeitung. Letztlich haben sich die Verdachtsfälle nicht bestätigt.

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Drei mögliche Szenarien zum Schulstart

Stand jetzt bleibt die Schule bis Freitag, 17. April, geschlossen. Ob dieser Zeitplan, also der Neustart am Montag, 20. April, zu halten ist, soll kurz nach Ostern beurteilt werden. „Das Land Niedersachsen will sich in der 16. Kalenderwoche dazu beraten“, konnte Musolf bestätigen. Wie die Entscheidung allerdings ausfallen wird, dazu konnte und wollte sich der stellvertretende Schulleiter nicht äußern. „Schulintern gehen wir erstmal davon aus, dass es am 20. April los geht“, äußerte er sich vorsichtig. Tatsächlich könne man wohl von drei möglichen Szenarien ausgehen:

   Szenario A: Die Schule startet nach den Osterferien ganz normal mit dem Unterricht.

   Szenario B: Neustart der Schulen in Etappen. Demnach könnten zunächst die Abiturienten und Oberstufenschüler zurückkehren, dann die Schüler der Klassen fünf bis zehn und schließlich die Grundschüler.

  Szenario C: Schlimmstenfalls könnten die Schulen sogar bis zum Sommer geschlossen bleiben und bis zu den Ferien gar kein normaler Unterricht mehr stattfinden.

Nach den Osterferien soll die niedersächsische Bildungscloud starten, wie das niedersächsische Kultusministerium jetzt bekanntgab. Mit diesem „virtuellen Klassenzimmer“ soll der Fernunterricht ab Anfang Mai für alle Schulen erleichtert werden. So könnten etwa Lernmaterialien hochgeladen und verwaltet, Teams eingerichtet oder gemeinsam an Dateien gearbeitet werden. „Dass, was man sonst leibhaftig hat, wird darin digital zur Verfügung erklärt“, sagte Musolf. War das digitale Arbeiten in der Vergangen eher auf freiwilliger Basis, soll es dann für die Schüler verbindlich sein.

Appell an die Schüler

Grundsätzlich sei das Ulricianum in diesem Bereich gut aufgestellt. „Wir haben in der Vergangenheit viel im Online-Bereich gearbeitet“, ergänzte der stellvertretende Schulleiter. „Wir haben das digitale Arbeiten weiter erprobt“, sprach er von etlichen Lehrern, die sich über die verschiedensten Lern-Plattformen ausgetauscht haben. „Auch direkt mit den Schülern.“

Im Hinblick auf einen weiteren möglichen Schulausfall richtete Rüdiger Musolf einen Appell an die Schüler: „Nutzt die Möglichkeiten, die die Schule Euch bietet.“ Gleichzeitig riet er aber auch, die jetzigen Osterferien im Rahmen der Möglichkeiten zu genießen: „Jetzt ist Zeit, sich zu erholen. Man braucht sicherlich viel Kraft.“

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