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NWZonline.de Region Ostfriesland

Antikriegstag in Engerhafe: Gedenken an Opfer des Nationalsozialismus: KZ-Gedenken: „Erst Feinde und dann Nummern“

03.09.2021

Aurich /Engerhafe 188 Menschen starben 1944 im Konzentrationslager Engerhafe. Mit bewegenden Worten hat Hilke Osterwald, Vorsitzende des Vereins KZ-Gedenkstätte Engerhafe, der Opfer des Nationalsozialismus gedacht. Anlass war am Mittwoch, 1. September, der Antikriegstag mit einer Mahnveranstaltung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) Oldenburg-Ostfriesland, der damit jedes Jahr an den Beginn des Zweiten Weltkrieges mit dem deutschen Überfall auf Polen erinnert. Der Antikriegstag stand unter dem Motto „Nie wieder Krieg“, begleitet von einer Kranzniederlegung auf dem Friedhof der lutherischen Kirchengemeinde.

„Nie wieder Krieg“ sei leicht gesagt und schwer getan, schlug die Pastorin im Ruhestand in ihrer Rede eine Brücke zu den Krisengebieten seit dem Zweiten Weltkrieg. „Nichts ist gut in Syrien, Irak, Mali und überall, wo Krieg herrscht und Leben bedroht und zerstört wird“, sagte die Vorsitzende. „Nichts ist gut am Krieg und Krieg lässt sich nicht rechtfertigen. Auch das lehrt uns Afghanistan“, betonte Osterwald.

Der Friedhof in Engerhafe sei ein Ort, der deutlich mache, was Krieg aus den Menschen mache. Mitten auf dem Weg und in Nachbarschaft von Kirche und Schule standen 1944 die Baracken der Häftlinge, die im Sandhorster Wald einen Panzerabwehrgraben graben sollten. Auch dort erinnert eine Gedenkstätte an die Gräuel. Die DGB-Gedenkfeier findet jährlich im Wechsel statt. „Wenn aus Menschen erst Feinde und dann Nummern werden, bleiben Mitgefühl und Menschlichkeit auf der Strecke. Krieg macht aus Mitmenschen Feinde“, stellte Osterwald fest.

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In zwei Monaten seien 188 Menschen in Engerhafe gestorben und in Massengräbern begraben worden. „Man konnte es sehen, man konnte es wissen. Der Krieg war in Engerhafe angekommen“, sagte die pensionierte Pastorin. Nach dem Weltkrieg habe es immer wieder mahnende Stimmen gegeben, damit kein Gras über die Gräuel und das Unrecht wachse. Aber genau das ist dann passiert. Nur ein paar „hartnäckige Mahner“ hätten immer wieder „an die Wunde von Engerhafe“ erinnert, bis der Verein Gedenkstätte Engerhafe gegründet wurde. Eine Gedenkstätte sei „ein Ort, der wachrüttelt und weh tut“, aber auch in die Zukunft weise. „Nichts ist gut am Krieg. Die Alternative ist Frieden“, sagte Osterwald und betonte, Versöhnung und Gewaltlosigkeit müssten als Mittel der Konfliktlösung ernst genommen werden.

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