Aurich - Die Buden sind abgebaut, die Weihnachtspyramide ist wieder eingelagert. Was bleibt vom „Weihnachtszauber“? „Wir nehmen mit, dass es ein gut eingespieltes Team gibt“, sagt Udo Hippen, Vorsitzender im Kaufmännischen Verein (KV). Vor allem hat ihn das Durchhaltevermögen und die Verlässlichkeit aller Anbieter beeindruckt. „Alle haben mitgezogen“, lobt er die Schausteller und Gastronomen. Und ein Satz wird Hippen besonders im Gedächtnis bleiben, nämlich der Satz seines früheren Amtskollegen Johannes Poppen aus Leer. Poppen hat den Kaufmännischen Verein in der Nachbarstadt Aurich lange geführt. „Er hat uns beglückwünscht, dass wir durchgehalten haben“, ist Hippen darauf ganz besonders stolz.
Die Eröffnung des Weihnachtsmarktes in Aurich Ende November: Udo Hippen vom Kaufmännischen Verein mit Bürgermeister Horst Feddermann auf der Weihnachtspyramide. Bild: Annika Schmidt
Manche Höhen und Tiefen musste der „Weihnachtszauber“ bis zuletzt erleben. Als man Corona im Griff wähnte, wollte noch am letzten Tag das Wetter so gar nicht mitspielen. Wer am Tag vor Heiligabend noch einmal den „Weihnachtszauber“ erleben wollte, musste sich durch den Nieselregen quälen. Entsprechend wenige Besucher fand der Weihnachtsmarkt am 23. Dezember, obwohl die Auricher Kaufmannschaft (KV) hier noch einmal richtig auf die Pauke hauen wollte. „Das war ein Regentag. Da kann man nicht viel machen“, stellte KV-Vorsitzender Udo Hippen fest. „Wir sind unterm Strich ganz zufrieden“, blickt Hippen mit seinen Mitstreitern nicht ohne Stolz auf die vergangenen fünf Wochen zurück, in denen die Schausteller vor dem Hintergrund der Pandemie wacker in ihren kleinen Verkaufsbuden aushielten und manchem Karussell eine Leerfahrt drohte.
„Man muss Corona als besondere Lage betrachten“, betonte der KV-Vorsitzende. Die Schausteller signalisierten zu jeder Zeit ihre Freude darüber, dass der „Weihnachtszauber“ durchgezogen wurde und die Kaufmannschaft „nicht einknickte“, so Hippen. „So wurde er zum Highlight für die ganze Region“, meint Hippen mit Blick auf die Berg- und Talfahrt der strengen Corona-Auflagen mit 3G, 2G und zuletzt sogar noch 2G-plus. „Das hat den Besuchern einiges abverlangt, weil sie nicht spontan auf den Markt gehen konnten“, machte Hippen die Erfahrung. Dennoch hätten sich an den Wochenenden durchaus lange Schlangen vor den Testzentren gebildet, um den „Weihnachtszauber“ erleben zu können.
Das Hygiene-Konzept trug die Veranstalter durch den Advent
Schon früh hatte der KV beim Landkreis ein tragfähiges Hygiene-Konzept vorgelegt, dass den „Weihnachtszauber“ durch alle Corona-Untiefen begleitete. „Wir konnten die ganze Zeit damit arbeiten“, freut sich Hippen. „Und es spielte uns in die Karten, als Leer und Oldenburg ihre Weihnachtsmärkte absagten“, blickt er zufrieden zurück, denn auch Emden habe kein üppiges Weihnachtsdorf angeboten. So habe Aurich mit dem „Weihnachtszauber“ im Nordwesten ein Alleinstellungmerkmal vorgehalten, für das vor allem in Leer emsig die Werbetrommel gerührt wurde. Und am XXL-Wochenende sowie dem Vorabend zum dritten Advent habe es - unterstützt vom Auricher Stadtmarketing - zwei rappelvolle Wochenenden gegeben, in denen es in der Innenstadt brummte. Überhaupt habe der Weihnachtsmarkt von den kurzen Wegen zwischen den Kaufleuten und der Stadt profitieren können.
