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NWZonline.de Region Ostfriesland

Er brauchte Geld für „Crack“: 36-jähriger Leeraner wegen Raubes vor Gericht

06.11.2021

Aurich /Leer Um an ein bisschen Geld für „Crack“ zu kommen, hat ein drogensüchtiger Leeraner im März 2020 einen 50-Jährigen auf offener Straße überfallen. Der 36-jährige Angeklagte sitzt nun wegen schweren Raubes auf der Anklagebank des Landgerichts Aurich.

Der Angeklagte hatte das spätere Opfer am Tattag zufällig kennengelernt. An einem Kiosk trank man zusammen ein paar Bier. „Weil er eine Runde nach der anderen ausgegeben hat, habe ich mir in einer Kurzschlussreaktion überlegt, dass ich ihn ausraube“, gestand der Angeklagte ganz offen. Er sei dem Mann gefolgt, als der sich auf den Heimweg gemacht habe. An einer Stelle, die ihm günstig erschien, rannte er von hinten auf das Opfer zu und stieß ihm sein Knie in die Kniekehle. Das Opfer fiel zu Boden, erlitt Schürfverletzungen an Knien und Handgelenk.

Der Angeklagte nahm ihm die Geldbörse aus der Gesäßtasche. „Ich wollte an sein Geld ran“, räumte der Angeklagte ein. „Aber in dem Portemonnaie war nichts drin. Das würde ich doch zugeben.“ In der Anklageschrift ist die Rede davon, dass der Leeraner dem Opfer 180 Euro geraubt haben soll. Doch als er kurz nach der Tat von der Polizei durchsucht wurde, fanden die Beamten nur etwas Kleingeld im Wert von zwei bis drei Euro in seinen Taschen.

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Nachbar eilte dem Opfer zur Hilfe

Dass der 36-Jährige so schnell gefasst werden konnte, war unter anderem dem Nachbarn des Opfers zu verdanken. Er hatte in seinem Wohnzimmer die Schreie des Mannes bei der Attacke vor der Haustür gehört und war zu Hilfe geeilt. Der Angeklagte sei ganz normal weggelaufen, gab der Zeuge an. In einer Hand habe er die Geldbörse gehalten. Das Opfer selbst konnte sich kaum an das Geschehen erinnern. Zwei Schlaganfälle haben sein Gedächtnis beeinträchtigt.

Für die strafrechtliche Einordnung der Tat spielt ein Multiwerkzeug eine Rolle, das der Angeklagte zur Tatzeit bei sich gehabt haben soll. Das bestreitet der Leeraner generell nicht. „Ich habe es meistens bei mir, aber nicht für den Zweck mitgenommen“, sagte der Angeklagte. „Das war einfach in meiner Tasche drin.“ Es ist noch nicht ganz geklärt, ob er es bei der Flucht verloren oder bewusst weggeworfen hat.

Angeklagter konsumiert Drogen

Fest steht aber, dass der Angeklagte seit vielen Jahren harte Drogen wie Heroin und Kokain konsumiert. Im Zuge einer vorherigen Verurteilung wurde bereits die Unterbringung in einer Entziehungsanstalt angeordnet. Doch noch sitzt er im Gefängnis. Ob und wie schnell er in eine Entziehungsanstalt überführt werden kann, dazu soll am nächsten Verhandlungstag ein Gutachter Auskunft geben. Der Prozess wird am 10. November fortgesetzt.

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