Aurich - Und wieder einmal trifft es die Discobetreiber der Region hart: Mit der Warnstufe drei vom 24. Dezember bis 2. Januar müssen sie ihre Clubs schließen und dürfen auch nicht mehr unter 2G-Plus öffnen. Viele Clubbetreiber hatten aber ohnehin schon ihre Betriebe geschlossen, da sich für sie ein Öffnen mit 2G-Plus nicht rentiert. So auch das Auricher Aurum. „Unter diesen Umständen macht das einfach keinen Sinn. Wir haben aber auch schon die ganze Zeit nicht die große Hoffnung gehabt, dass wir was machen können“, erklärt Sebastian Kranz, Eventmanager des Aurums, gegenüber der Redaktion.
Vor ein paar Wochen hatten wir bereits darüber berichtet, dass das Aurum der Programmreihe „Culture Club“ einen Livestream und ein Hybrid-Event mit DJs plant. Letzteres würde eigentlich am 17. Dezember stattfinden, doch jetzt mussten die Veranstalter umorganisieren. „Wir zeichnen morgen die Gigs wie geplant auf, aber ohne Publikum“, so Kranz. Die Aufzeichnungen werden dann auf ihrem YouTube-Kanal zu sehen sein.
Kranz ist froh, so überhaupt etwas auf die Beine stellen zu können, denn die Corona-Verordnungen machen es den Disco-Betreibern aktuell so gut wie unmöglich. „Wir sind immer die Ersten, die vom Netz genommen werden und auch immer die Letzten, die wieder reingenommen werden. Inzwischen geht es nur noch darum, sich um staatliche Hilfe zu kümmern und da hinterher zu sein“, stellt der Eventmanager klar.
Hendrik Becker, Betriebsleiter von Deckers Disko, sieht es ähnlich, auch ihn nervt die momentane Situation aufgrund der ständigen Änderungen. Auch seine Diskothek hat schon den ganzen Dezember geschlossen. Er tüftelt an Alternativen zur Disko. „Ursprünglich habe ich geplant, an Weihnachten als Kneipe zu öffnen, doch mit der Weihnachtsruhe fällt auch das für mich weg“, so Becker. Jetzt hat er auf dem Gelände mit dem „Disco-Grill“ eine Imbissbude eröffnet.
Wie es im neuen Jahr so weitergehen soll, ist ihm noch schleierhaft. Selbst wenn er dann wieder unter Warnstufe zwei öffnen dürfte, die Maskenpflicht, die in Diskotheken übrigens auch im Sitzen gilt und nur beim Essen und Trinken aufgehoben ist, macht den Betrieb unmöglich. „Es gibt für uns unter diesen Umständen gerade einfach keine Perspektive“, macht Becker deutlich. Ihm wäre es sogar lieber gewesen, hätte die niedersächsische Landesregierung die Schließung der Diskotheken für den gesamten Dezember angeordnet. „So hätten wir wenigstens noch aus den Gema-Beiträgen rauskommen können“, sagt der Betriebsleiter. Er wünscht sich, dass die Regierung seiner Branche endlich eine Perspektive aufzeigt und das Gespräch mit den Unternehmern sucht.
