Norden/Norddeich - Die anhaltende Corona-Pandemie weckt bei vielen Leuten jetzt zur Sommerzeit den Wunsch nach Reisen und Erholung. Beliebte Anlaufstellen für Touristen sind dabei auch Norden und Norddeich. Damit der Urlaub oder Ausflug nicht mit einer bösen Überraschung endet, gibt die Polizeiinspektion Aurich/Wittmund einige Tipps, wie sich die Erholungssuchenden vor eventuellen Betrügern und Dieben schützen können.

„Dass Urlauber vermehrt Diebstähle melden, stellen wir aktuell noch nicht fest. Aber die Ferienzeit beginnt auch jetzt erst“, sagte Polizei-Pressesprecherin Wiebke Baden auf Nachfrage dieser Redaktion. Sie mahnt allerdings, dass Vorsicht immer besser als Nachsicht sei. „Wo viele Menschen zusammenkommen und es Gedränge geben könnte, da sollte man natürlich auf jeden Fall vorsichtig sein.“ Denn Taschendiebstähle seien in Urlaubsgebieten keine Seltenheit.

Erste Sicherheitsvorkehrungen ließen sich laut Baden bereits zuhause vor der Abreise treffen. Darüber hinaus sollte im Blick behalten werden, dass die „Kriminalitäts-Palette“ breitgefächert ist: Sie reiche von der Urlaubsbuchung über einen „Fake-Shop“ und Einbrüche in die verlassenen eigenen vier Wände bis hin zu Diebstählen aus Fahrzeugen sowie Ferienunterkünften. Hier einige Tipps für den Schutz vor Kriminellen im Urlaub:

- Bereits bei der Buchung einer Ferienunterkunft sei laut Polizei Vorsicht geboten. Vielfach werde das Internet genutzt, um schnell eine Ferienwohnung, ein Hotelzimmer oder einen Stellplatz auf dem Campingplatz zu reservieren. „Neben seriösen Angeboten gibt es auch gefälschte Verkaufsplattformen, sogenannte ’Fake-Shops’. Diese vermitteln günstige Angebote gegen Vorkasse, die oftmals gar nicht existieren. Ist die vermeintliche Ferienwohnung erst einmal bezahlt, dann ist das Geld weg. Aus dem Schnäppchen wird dann ganz schnell eine böse Überraschung“, so Dr. Stefanie Hinz, Vorsitzende der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes.

- Die Wachsamkeit gelte aber auch für die eigenen vier Wände. Es sollte stets daran gedacht werden, die Wohnung oder das Haus vor Antritt der Reise zu sichern. Zudem könnten auch die Nachbarn gebeten werden, ein wachsames Auge zu haben, informiert Baden. Wer einen Anrufbeantworter besitzt oder in den sozialen Netzwerken unterwegs ist, sollte auch vermeiden, entsprechende Hinweise auf die Abwesenheit zu geben.

- „Taschen sollten eng am Körper getragen werden“, rät Wiebke Baden. Besonders Rucksäcke ließen sich leicht unbemerkt öffnen, deshalb bittet die Polizeipressesprecherin hier um starke Vorsicht. Sie gibt den Tipp, nur so viel Bargeld und Bankkarten mitzunehmen wie nötig und diese beispielsweise in einer verschließbaren Innentasche der Kleidung, im Brustbeutel oder in einer Gürteltasche aufzubewahren.

- Auto, Wohnwagen, Hotelzimmer oder Ferienwohnung sollten stets, auch bei nur kurzer Abwesenheit, abgeschlossen werden. Zudem, so die Polizei, sollten Geld und Wertsachen nicht offensichtlich liegen gelassen werden.