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NWZonline.de Region Ostfriesland

Alter Stadtrat hält letzte Sitzung in Aurich ab: Appell mit Gänsehaut-Faktor

16.10.2021

Aurich Mit großen Emotionen ist die letzte Sitzung des alten Auricher Stadtrates am Donnerstag, 14. Oktober, über die Bühne gegangen. Einige Mitglieder richteten einige Worte an ihre ehemaligen Ratskollegen, bevor sie von Bürgermeister Horst Feddermann (parteilos) den Blumenstrauß und eine Urkunde in Empfang nahmen. Für Gänsehaut sorgte vor allem die Rede des Linken-Ratsherrn Hendrik Siebolds (60). Siebolds ist an den Rollstuhl gefesselt und gehört dem Stadtrat seit 30 Jahren an. Er verfehlte den Wiedereinzug für die Linke, die zwei Sitze hat, um knapp 60 Stimmen. Siebolds teilt sich nun mit seinem Fraktionskollegen und „treuen Freund“ Reinhard Warmulla einen Sitz. Er löst diesen nach der halben Legislaturperiode in zweieinhalb Jahren ab.

Ein Ständchen zum Geburtstag

„Ich bin heute 60 geworden“, sagte Siebolds. Die Ratsmitgliedern quittierten den besonderen Anlass mit einem „Happy Birthday“-Ständchen. Siebolds verglich den Auszug aus dem Rat mit jenem Moment vor 33 Jahren, der sein Leben von Grund auf den Kopf stellte. „Ich weiß, dass sich das Leben von einer Sekunde auf die andere von Grund auf ändern kann. Vor 33 Jahren hat mich ein Autofahrer vom Motorrad in den Rollstuhl katapultiert“, sagte Siebolds. „Ich weiß, was solidarische Hilfe bedeutet“, habe er damals die Bedeutung eines sozialen Systems kennengelernt. Danach sei sein Bedürfnis geweckt worden, der Gesellschaft etwas zurückzugeben. „Das war für mich die Triebfeder, um in die Politik zu gehen“, betonte der Auricher. „Ich bin dankbar, dass ich die Gelegenheit dazu hatte.“

An den neuen Stadtrat richtete Siebolds den Appell: „Gebt den besseren Argumenten eine Chance - egal, von wem sie kommen.“ Und: „Bitte denkt zuerst und nicht zuletzt an die, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Helft denen, die es brauchen. Die Starken schaffen es alleine.“

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Abschiedsschmerz und Nostalgie

Ratsvorsitzende Almut Kahmann (SPD), die ebenfalls nach 15 Jahren Abschied von ihrem Amt nahm, sprach nach Siebolds’ Worten aus, was viele dachten. „Wir hätten doch Taschentücher verteilen sollen“, sagte die Ratsfrau, die in ihrem Fazit betonte: „So sehr wir uns gezofft haben. Wir konnten uns hinterher immer in die Augen sehen. Es war eine tolle Zeit.“ Das konnte auch Ratsherr Thomas Janssen (CDU) bestätigen: „Es hat Spaß gemacht“, rief er den Ratsleuten zu. Ratsfrau Sonja Jakob (Gruppe Jakob/Ihnen) ermahnte den neuen Rat, sich weiter des Problems mit dem Lieferverkehr in der Fußgängerzone zu widmen.

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