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NWZonline.de Region Ostfriesland

Urteil vor Landgericht: Haschisch, Kokain und Marihuana gedealt – Auricher muss in Haft

09.11.2021

Aurich Für einen 23-jährigen Auricher endete der Traum vom schnellen Geld durch Drogenhandel im Gefängnis. Das Landgericht Aurich verurteilte ihn zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren und vier Monaten. Davon muss er 14 Monate in Haft verbüßen, ehe er die ebenfalls angeordnete Unterbringung in einer Entziehungsanstalt antreten kann. Seine beiden auch aus Aurich stammenden Mitangeklagten, seine 20-Jährige Ex-Freundin sowie sein 21-jähriger Freund, kamen wegen Beihilfe mit Bewährungsstrafen davon.

„Über die Einstiegsdroge Marihuana sind Sie eingestiegen und haben sich dann relativ schnell zum professionellen Drogendealer entwickelt“, sagte Richter Jan Heinemeier. Der 23-Jährige hatte im Prozess ein umfassendes Geständnis abgelegt und eingeräumt, dass er finanziell noch erfolgreicher seine wollte, als seine hart arbeitenden Eltern und Brüder. Seine Lieferanten fand er in Wilhelmshaven.

Verschlüsselte Handys genutzt

Die Kommunikation wickelten die Drogenhändler durch verschlüsselte Handys über Encro-Chat ab. Seit Dezember 2019 bis April dieses Jahres kaufte der Hauptangeklagte mehrere Kilo Marihuana, Haschisch und Kokain ein und brachte die Drogen dann unter die Leute. Nur vom Kokain zweigte er einiges ab, um es selbst zu konsumieren. Insgesamt setzte er mehr als 200.000 Euro um. Geld, das nun der gerichtlichen Einziehung unterliegt. 10.000 Euro wurden bereits sichergestellt.

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Der Angeklagte, so sagte der Vorsitzende in der Urteilsbegründung, habe bei seinen illegalen Geschäften den Bezug zur Realität verloren. So hatte er ein dickes Geldbündel fotografiert und das Foto in einem Chat eingestellt. „Die Kumpel durften schätzen, wie viel das wohl ist. Der Gewinner sollte dann einen Preis kriegen“, sagte Richter Heinemeier.

Betrunken einen Unfall gebaut

Auch ein Unfall, den der 23-jährige Auricher in betrunkenem Zustand und mit überhöhter Geschwindigkeit verursacht hatte, brachte ihn nicht zur Besinnung. Er war über eine Verkehrsinsel gerast. Noch während das Unfallauto durch einen Pannenhelfer geborgen wurde, suchte der Angeklagte im Netz nach einem Mercedes mit noch mehr PS im Wert von 25.000 Euro. „Der psychiatrische Sachverständige hat ihn als einen unreifen Menschen bezeichnet. Das können wir bestätigen“, so Richter Heinemeier. Weil er durch diesen Unfall seinen Führerschein verlor, musste sich der Hauptangeklagte für seine Einkaufsfahrten nach Wilhelmshaven kutschieren lassen. Bei einigen Fahrten setzte sich seine Freundin ans Steuer. Sie erhielt eine Bewährungsstrafe von einem Jahr.

Mitangeklagte sollen nichts gewusst haben

Der 23-Jährige hatte behauptet, dass sie von seinen Drogengeschäften nichts gewusst und nichts damit zu tun gehabt habe. Doch das kaufte das Gericht ihm nicht ab. Der 21-jährige Freund des Angeklagten war ebenfalls als Fahrer aktiv. Er wurde zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten verurteilt, weil er ebenfalls mit Marihuana gehandelt hat. Auch bei dem 21-Jährigen ordnete das Gericht die Unterbringung in einer Entziehungsanstalt an, setzte diese Maßregel aber zur Bewährung aus. Ihm wird die Chance eingeräumt, durch eine ambulante Therapie dem geschlossenen Maßregelvollzug zu entgehen.

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