Aurich - Das Auricher Ulricianum hat mit aufmüpfigen Jugendlichen zu kämpfen und will diesen nun sprichwörtlich den Riegel vorschieben: Immer wieder versammeln sich in den letzten Wochen Jugendliche, die nicht am Ulricianum zur Schule gehen, in den frühen Nachmittags- bis in die Abendstunden auf dem Schulgelände. Schulleiter Rüdiger Musolf spricht von einer „Szene“, die sich dort immer wieder trifft. Die Heranwachsenden hinterlassen das Gelände häufig vermüllt und zeigen sich gegenüber Angestellten „äußerst respektlos bis beleidigend“, wie Musolf sagte. Und die Jugendlichen seien auch schon in das Schulgebäude eingedrungen und hätten Reinigungskräfte bedrängt: „Das ist absolut inakzeptabel“, so Musolf.
Um dem Problem zu begegnen, wird das Schulgelände künftig komplett eingezäunt. Und das Tor zur Sparkassen-Arena, das bisher quasi immer offenstand, wird zukünftig nur zu Schulzeiten offen sein. Der Schulleiter hatte deshalb kürzlich auch ein Gespräch mit Vertretern der Stadt, des Landkreises und der Polizei, um über die genaue Ausgestaltung zu beraten. Durch die neuen Barrieren wird auch denjenigen der Weg abgeschnitten, die das Gelände überquerten, um von der Sparkassen-Arena beispielsweise in die Innenstadt zu gelangen. Denn auch diese Situation ist Musolf ein Dorn im Auge: „Unsere Hausmeister müssen häufig Müll aus den Beeten fischen nach einem Wochenende - und zum Teil auch unter der Woche“, sagte Musolf. Er verurteile keineswegs grundsätzlich alle, die das Schulgelände passieren, um nicht an der Emder Straße entlanglaufen zu müssen. Aber längst nicht jeder halte sich an die Regeln und er könne auch nie wissen, ob nicht jemand Fotos von Schülerinnen oder Schülern macht: „Das ist auch ein Gefährdungspotenzial“, so Musolf. Dabei soll Schule ein „geschützter Raum“ sein.
Auch schon heute ist es jenen, die nicht zur Schule gehen dort arbeiten, nicht gestattet, das Schulgelände zu betreten. Doch daran hält sich kaum jemand. Bild: Aike Sebastian Ruhr
Wenn künftig nur noch Schülern und Angestellten sowie Eltern der Zugang gewährt wird, könnten dadurch gleich mehrere Probleme gelöst werden. Wann sich das Tor schließt und der Zaun gebaut wird, ist noch nicht ganz klar. Aber es soll möglichst zügig umgesetzt werden, hieß es. Womöglich schon kurz nach den Herbstferien ist die beliebte Abkürzung dann passé.
