Aurich - Eine Atemschutzmaske zu tragen kann mitunter anstrengend sein - sogar für Erwachsene. Wie ist es da mit Kindern? Diese Zeitung hat einmal bei der Grundschule Middels nachgefragt und mit der Schulleiterin Renate Ippen über die Maskenpflicht bei Erst- und Zweitklässlern und damit einhergehende Probleme gesprochen.
Zusätzliche Herausforderung
Für die Erstklässler, die in diesem Jahr eingeschult wurden, war die Pflicht zum Tragen einer Maske völlig neu. Die Zweitklässler kannten das schon vom vergangenen Jahr und hatten sich daran gewöhnt. Doch für die Neulingen war das eine zusätzliche Herausforderung, so Ippen: „Das ist schwierig“, hieß es. Zum einen seien die Kinder deutlich schwieriger zu verstehen, dabei spiele die deutliche Aussprache beispielsweise beim Erlernen neuer oder Festigen der Kenntnisse der eigenen Sprache eine zentrale Rolle. Zum anderen gibt es durch die Maskenpflicht „viel Unklarheit und Verunsicherung“, so Ippen. Die Jüngsten sind gerade erst in einer ganz neuen Umgebung, müssen sich in neue Rollen einfinden, Kontakte knüpfen und dann noch im überwiegenden Teil des Unterrichts eine Maske tragen. Nur alle 20 Minuten etwa wird eine Maskenpause eingelegt und gelüftet.
Mit Brille manchmal „nervig“
Für Schüler höherer Jahrgangssstufen ist die Maskenpflicht mittlerweile „einfach Alltag“, wie Kai Beitelmann, der die Oberstufe des Ulricianum in Aurich besucht, auf Anfrage mitteilte. Er selbst trage täglich eine FFP2-Maske und findet das „absolut nicht anstrengend“. Allerdings könne es manchmal „nervig“ sein, wenn man eine Brille trägt und diese beschlägt. Die Vorteile der Masken überwiegen aber die Nachteile um ein Vielfaches, hieß es, denn die Masken sind das grundlegendste Mittel zum Selbstschutz und Schutz anderer, so Beitelmann.
