Aurich - Für das Auricher Feuerwehrhaus wird es am Standort in der Fockenbollwerkstraße zu eng. Doch der neue von der Verwaltung favorisierte Standort stadtauswärts an der Leerer Landstraße und dem Meedenweg namens In der Diere gegenüber dem E-Center ist umstritten. Das wurde während der Sitzung des Finanzausschusses deutlich. Geplant sind dort außerdem ein Elektronik-Fachmarkt und ein neues Baugebiet. „Wir wollen das Grundstück planreif machen“, kündigte Bürgermeister Horst Feddermann (parteilos) an. Der erste Spatenstich erfolge jedoch frühestens 2022.
„Es wird Streit geben“, hatte die Grünen-Abgeordnete Gila Altmann im Fachausschuss angekündigt, weil es sich um ein „hochwertiges Gebiet für den Naturschutz“ handele. Dort würden unter anderem Kiebitze brüten. „Wie soll man die umsiedeln“, gab sie zu bedenken. Sie schlug die ehemalige Kaserne und das Klinikgelände vor. Ausschussmitglied Bodo Bargmann (CDU), früherer Ortsbrandmeister für Aurich, machte indessen deutlich, dass diese Bedenken für das Feuerwehrhaus keine Rolle spielen würden. „Das Gebäude mit der Zufahrt zur Leerer Landstraße geht nicht in die Tiefe“, sagte er.
Eine Erweiterung am aktuellen Standort kommt nicht in Frage, weil die Feuerwehr mindestens 7000 Quadratmeter Platz benötigt. „Das ist alles zu eng“, sagte Ortsbrandmeister Bernd Saathoff auf Nachfrage. Die Anforderungen der Feuerwehrunfallkasse könnten dort nicht erfüllt werden. Würde ein weiteres Feuerwehrgebäude gebaut, wäre der Platz im Freien nicht ausreichend für Veranstaltungen.
Im Ausschuss ging es im Rahmen des Bedarfsplanes für den Brandschutz um den Neubau oder die Sanierung der zehn Feuerwehrhäuser in der Stadt. Neun sind inzwischen erneuert worden.
