Aurich - Herbst-Rummel statt Hüttengaudi heißt es in diesem Jahr in Aurich: Das Oktoberfest, das eigentlich am 1. und 2. Oktober in Aurich stattgefunden hätte, kann aufgrund der Corona-Regeln nicht durchgeführt werden, wie der Veranstalter Ewald Maas (Marema) auf Anfrage der NWZ mitteilte. „Es macht keinen Sinn mit Maskenpflicht und Abstandsregeln“, sagte Maas. Die Veranstaltung habe ein gewisses „Qualitätsniveau“, weshalb die Veranstaltung in den vergangenen Jahren so erfolgreich gewesen sei. Dies lasse sich mit den Corona-Regeln nicht in Einklang bringen, weshalb der Veranstalter die Hüttengaudi in diesem Jahr, genau wie im vergangenen, absagen musste.
Das Oktoberfest in Aurich war bisher ein Publikumsmagnet.
Die Kaufpreise für die Tickets werden erstattet. Für den Veranstalter ist die Absage finanziell ein herber Schlag. Zu über 90 Prozent war das Oktoberfest 2021 in Aurich ausverkauft. Und er übt Kritik an der Politik: „Für mich als Veranstalter ist es schwer zu verstehen, dass in Diskotheken keine Maskenpflicht gilt, auf unserer Veranstaltung aber schon“, so Maas. Er hofft auf eine „Trendwende nach der Bundestagswahl“, wie er sagte.
Herbstmarkt auf dem Sparkassen-Gelände
Während Marema sich nicht in der Lage sieht, das Oktoberfest unter den Bedingungen der Coronakrise stattfinden zu lassen, sind die ostfriesischen Schausteller erfinderischer. Sie reichten beim Landkreis Aurich einen Hygieneplan ein und stellten bei der Stadt Aurich den Antrag für einen Herbstmarkt. Von beiden Seiten gab es grünes Licht für einen Herbstmarkt, der auf dem Gelände der Sparkassenarena in Aurich stattfinden soll. Vom 22. bis 31. Oktober können bis zu 1000 Besucher gleichzeitig beispielsweise Karussell fahren oder sich an Imbiss- und Snackbuden stärken. Bis zu 1000 Besucher gleichzeitig ist eine der Auflagen, die die Schausteller zu erfüllen haben. Um diese erfüllen zu können, wird das gesamte Gelände eingezäunt, wie es vom Pressesprecher der Stadt Aurich hieß. Es wird einen Haupteingang geben, an dem auch nur Geimpfte, Genesene oder Getestete reingelassen werden. Stromann sieht der Veranstaltung gelassen entgegen und traut den Schaustellern zu, dass sie alle Auflagen einhalten können: „Die haben ja nun schon Erfahrung mit dem Bliedemarkt in Emden oder dem Schützenfest“, sagte Stromann im NWZ-Gespräch.
