Aurich - Touristen und Einheimische, die in diesen Wochen von auswärts nach Aurich reinfahren möchten, müssen derzeit starke Nerven und viel Geduld mitbringen. Im und um das Stadtgebiet drum herum führen drei größere Baustellen zu zahlreichen Straßensperrungen und Umleitungen durch oft kleine Nebenstraßen. Wir haben einmal die größten Baustellen im Landkreis zusammengefasst und den aktuellen Stand beleuchtet.
Sperrungen an Auricher Knotenpunkt bis Ende August
Die wohl größte und am stärksten einschränkende Baumaßnahme betrifft den Umbau im Knotenpunktbereich Fischteichweg/ Kirchdorfer Straße und Julianeburger Straße seit dem 22. Juli. Dort wurde bisher nach Angaben des Kreissprechers Rainer Müller-Gummels die Asphaltdecke- und -tragschicht abgefräst. Gleichzeitig legt dort aber auch die Firma Spie für den OOWV eine neue Trinkwasserleitung sowie eine Glasfaser- und eine Gasleitung. Außerdem werden im gesamten Bereich Leerrohre für die Verkabelung von neuen Lichtsignalanlagen und des Parkleitsystems der Stadt Aurich verlegt, so Müller-Gummels. Im gesamten Knotenpunktbereich sollen zudem neue Bord- und Rinnenanlagen erstellt werden, bevor in allen Flächen eine neue Schottertragschicht eingebaut wird. Während dieser Arbeiten bleibt der Knotenpunkt voll gesperrt. Bis Ende der 33. Kalenderwoche sollen aber die Pflasterarbeiten abgeschlossen sein. Dann soll über das Wochenende die Asphalttragschicht, Asphaltbindeschicht und die Asphaltdeckschicht wieder eingebaut werden, sodass am Sonntag, 22. August, die Fahrbahnmarkierungen wieder aufgebracht werden können. „Die Bauarbeiten liegen bisher soweit gut im Zeitplan. Der starke Regen letzte Woche hat jedoch zu Verzögerungen geführt, da das Baufeld ziemlich unter Wasser stand und dies abgepumpt werden musste. Die beauftragte Firma Strabag ist aber guter Dinge, den Termin für die Verkehrsfreigabe dennoch einhalten zu können“, berichtet der Kreissprecher. Für Montag, 23. August, ist die Freigabe des Knotenpunktes geplant mit Ausnahme der Hafenstraße. Für die daran anschließenden Baumaßnahmen in den Nebenanlagen der Julianeburger Straße wird eine Vollsperrung von der Kreuzung Oldersumer Straße bis zur Hasseburger Straße eingerichtet.
Radweg-Bau bei Wirdum
Eine weitere Baumaßnahme des Landkreises betrifft den Bau eines Radweges zwischen Wirdum und Grimersum, der bis zum Ende der 35. Kalenderwoche abgeschlossen sein soll. Während der Arbeiten wird die L4 ab Grimersum bis zur Einmündung der L26 nach Wirdum voll gesperrt. Viele Autofahrer versuchen nach Angaben des Kreissprechers, die Sperrung über den Wirdumer Altendeich zu umfahren. Dies sei aber aufgrund fehlender Ausweichstellen verboten.
Erneuerung der Boßelstraße in Akelsbarg
Ein weiteres Bauprojekt betrifft die Erneuerung der Kreisstraße 134 in Akelsbarg vom 2. August bis etwa 23. August. Die Boßelstraße wird während der Zeit voll gesperrt, ebenso gibt es Teilsperrungen der Kreisstraße 102 sowie der Gemeindestraße Jückweg, Hängendellerweg, Siedlung Hammerich und des Hochmoorwegs. Umleitungen führen über die L 12 (Wittmunder Straße), die K 148 (Hauptwieke I), die K 105 (Kanalstraße Süd) und die K 101 (Postweg). „Ein Sicherheitsdienst wird für die Einhaltung der Straßensperrung für den Durchgangsverkehr sorgen und zugleich den Anliegerverkehr ermöglichen“, stellte Müller-Gummels klar. Auf der Kreisstraße werden die Asphaltdecke und zwei Querdurchlässe erneuert. Außerdem erhält die Haltestelle „Jückweg“ einen barrierefreien Zugang und Parkmöglichkeiten für Fahrräder.
Sperrungen auf dem Weg nach Riepe
Neben Baustellen des Landkreises gibt es aktuell auch noch eine Baustelle der niedersächsischen Landesbehörde in Ihlow auf der Landstraße 1 zwischen Ochtelbur und Westerende. Dort ist die Straße auch vollgesperrt. Grund sind Bauarbeiten an der Fahrbahndecke und am Radweg. Der Verkehr wird aktuell südöstlich der K 139 Bangstede-Fahne umgeleitet. Außerdem ist die Friesenstraße aufgrund von Kanalarbeiten teilweise bis voraussichtlich 23. Dezember gesperrt.
Maßnahmen in der Zukunft
Zukünftig soll außerdem eine Radwegsanierung an der K 101 zwischen Holtrop und Großefehn durchgeführt werden. Sie verläuft entlang der Boßelstraße (K 134) und endet an der Kreuzung Kanalstraße Nord K 105. Die Kosten für dieses Bauprojekt belaufen sich nach Angaben des Kreises auf etwa 260 000 Euro. Die 4,2 Kilometer lange Strecke wird in der Zeit von der 35. Kalenderwoche bis zur 42. Kalenderwoche vollgesperrt. Allein Schulbusse dürfen die Strecke nutzen.
